Dieser Herz-Button bei Pinterest – was soll das Ding eigentlich?

 

Kommt dir diese Frage bekannt vor?

 

Mir schon.😉

 

Vor noch nicht allzu langer Zeit hätte ich haargenau diese Frage stellen können. Wozu die Herzen bei Instagram oder Twitter gut sind – das ist ziemlich naheliegend. Aber bei Pinterest? Das hatte sich mir irgendwie nie erschlossen.

 

Schon klar: Mit einem Herz drücke ich aus, dass mir ein Pin gefällt. Aber: Wenn ich einen Pin repinne, heißt es doch nichts anderes … ?! Warum zum Kuckuck muss ich dann noch zusätzlich Herzen verteilen?

 

Irgendwie, so mein Eindruck, wird das Pinterest-Herz chronisch vernachlässigt. Kaum jemand bloggt darüber. Und viele Pinterest-Accounts nutzen es auch nicht wirklich.

 

Bis vor Kurzem hatte ich bei „Gefällt mir“ auch nur eine traurige „5“ stehen … Und das auch nur, weil ich dachte, dass „5“ immerhin besser als „0“ aussieht.😉

 

Inzwischen habe ich aber viel übers Pinterest-Herz recherchiert, nachgedacht und ein bisschen herumexperimentiert und arbeite nun sehr gerne damit.

 

Heute will ich dir vier Möglichkeiten vorstellen, wie du den Herz-Button bei Pinterest für dein Online Business nutzt.

 

1. Aufmerksamkeit wecken

 

Ich bin kein großer Fan davon, Accounts nur deshalb zu folgen, damit sie mir zurückfolgen. Ich folge denjenigen, deren Inhalte mich interessieren. Punkt.

 

Mag sein, dass meine Followerzahlen so langsamer wachsen, als wenn ich jeden Tag 100 neuen Usern folgen würde. Aber das ist es mir wert. Ich möchte langfristig Spaß an den sozialen Netzwerken haben. Daher sollen meine Start-Feeds nur das enthalten, was mich zu 100% interessiert.

 

 

Zudem ist Pinterest in dieser Hinsicht anders als zum Beispiel Twitter. Während du bei Twitter deine Followings (das sind die Profile, denen du folgst) über Listen verwalten kannst und so grundsätzlich auch über eine hohe Followings-Zahl den Überblick behältst, kannst du bei Pinterest die Accounts, denen du folgst, nicht wirklich managen. Das heißt, dass du die Pins aller Accounts, denen du folgst, in deinem Start-Feed siehst.

 

„Das ist ja schön und gut, Alex, aber wie bekomme ich die Menschen auf Pinterest sonst dazu, mir zu folgen?“ 

 

Jupp. Hier kommt das Pinterest-Herz ins Spiel.

 

Statt also immer wieder neuen Accounts zu folgen, in der Hoffnung, dass sie dir zurückfolgen, kannst du deine Zielgruppe einfach mit dem Herz auf dich aufmerksam machen.

 

Und das geht so: Gehe auf das Profil deines Influencers. Dich interessieren nicht die Menschen, denen er folgt, sondern die Menschen, die ihm folgen. In der Regel werden seine Follower die Follower sein, die auch du gerne hättest. Hab ich Recht?

 

Nun gehe die Profile durch und verteile großzügig Herzen. Ich herze nur das, was mir wirklich gefällt, und finde in den meisten Accounts Pins, denen ich ein Herz schenken kann.

 

Noch einen „Beweis“ gefällig? Guck dir mal diese großen Accounts an:

 

Myan Duong hat fast eine halbe Million Follower, folgt aber selbst noch nicht mal 500 Accounts. D.h. sie spielt das Folgen-/Entfolgen-Spiel definitiv nicht, sondern pinnt unglaublich viel (76k Pins!) und verteilt auch großzügig Herzen (2,7k).

 

Pinterest Myan Duong | www.pinkbiz.de

 

Ein ähnliches Bild findet sich auch bei Sarah Kieffer vom Vanilla Bean Blog. Sie hat über eine Viertel Million Follower, folgt selbst noch nicht mal tausend. Auch sie pinnt viel (über 50k Pins) und verteilt großzügig Herzen (sogar über 12k!).

 

Sarah Kieffer | Vanilla Bean Blog | www.pinkbiz.de

 

Auch Mandy von A Girl, Obsessed folgt nur 41 Accounts, während sie über 23k Follower hat. Auch sie hat bereits eine Menge gepinnt (fast 20k) und viele „Gefällt mir“s (1,2k).

 

Mandy | A Girl, Obsessed | www.pinkbiz.de

 

Wie du an den „großen“ Accounts siehst, brauchst du dieses doofe Folgen/Entfolgen-Spiel nicht zu spielen, wenn du nicht willst. Die Kombination aus viel Pinnen und Liken kann ebenfalls eine Strategie sein, die aufgeht!

 

2. Als „Diverses“ 

 

Manchmal stoße ich auf interessante Pins, die nicht so recht auf meine Boards passen.

 

Das können Themen sein, die ich nicht durch meine Boards abdecken möchte, weil sie für meine Zielgruppe nicht soooo relevant sind. Oder Themen, bei denen ich noch hin- und herüberlege, ob sie Teil meiner Pinterest-Strategie sein sollten. Oder – ja, ich gebe es zu – auch mal lustige Sprüche oder Katzenbilder.😉

 

Cute but psycho | Pinterest | www.pinkbiz.de

 

Jedesmal wenn du denkst: „Hmmm … Klasse, aber passt irgendwie nicht zum Rest…“, kannst du auch einfach ein Herz verteilen.

 

So hältst du deine Boards und die Start-Feeds deiner Follower schön clean, verlierst aber den Pin nicht aus dem Sinn.

 

3. Content sammeln für günstigere Zeiten

 

Wenn du gerne montags früh um sieben bei Pinterest abhängst, macht es leider nicht sehr viel Sinn zu pinnen. Nutzt du deinen Pinterest-Account privat, kann es dir natürlich völlig egal sein. Möchtest du aber das Optimum aus deinen Pins und Repins herausholen, solltest du vor allem abends und/oder am Wochenende pinnen.

 

Doch zum Glück gibt es für dieses Problem ja das Herz.😉

 

Denn bevor du das Potential der Pins verschenkst, weil du sie zu einer ungünstigen Zeit repinnst, kannst du sie einfach mit einem Herz versehen und später – zu einer günstigeren Zeit – auf eins deiner Boards „offiziell“ repinnen.

 

4. Unperfekte Pins merken

 

Wusstest du, dass die idealen Maße für Pins 735x1100px sind? Nach oben sind dir sogar keine Grenzen gesetzt: Pinterest beschränkt die Höhe deine Pins nicht.

 

Vertikale Bilder stechen nicht nur aus der Masse heraus, sie performen auch besser: Sie werden öfter gelikt und repinnt als horizontale.

 

Was das Format angeht, bin ich in der Regel streng und repinne ausschließlich vertikale Pins.

 

Was ist aber, wenn du einen horizontalen Pin merken möchtest?

 

Hier kommt wieder das Herz ins Spiel. Sollte ein Pin deinen grafischen Ansprüchen nicht genügen, aber so gut sein, dass du ihn unbedingt merken möchtest, versiehst du ihn mit einem Herz.

 

So taucht er im Start-Feed deiner Follower nicht auf, ist aber gleichzeitig bei deinen „Gefällt mir“s dabei.

 

Entscheide dich!

 

So toll es ist, so viele Möglichkeiten mit dem Herz zu haben – du solltest dich für ein bis zwei Möglichkeit entscheiden (und die restlichen Funktionen evtl. mit den geheimen Boards lösen).

 

Denn sonst hast du eine recht unübersichtliche „Gefällt mir“-Abteilung, die – je nachdem, wie exzessiv du deine Herzen verteilst – irgendwann keinen Spaß mehr macht.

 

Was du sonst noch über das Pinterest-Herz wissen solltest

• Dein Herz ist nicht in Stein gemeißelt. Jeden Pin, den du herzt, kannst du auch wieder „entherzen“, indem du auf „Gefällt mir nicht mehr“ klickst.

Pinterest Herz | www.pinkbiz.de

• Pins, die du bereits auf eine deiner Pinnwände geheftet hast, kannst du nicht mehr liken. Siehst du, wie auf meinem Pin das Herz fehlt?

Pinterest Herz Button | www.pinkbiz.de

• Du kannst max. 100 000 Pins liken (Quelle)

Jetzt bin ich gespannt, von dir zu hören!

 

Nutzt du das Herz bei Pinterest auch für dein (Online) Business oder fristet es ein jämmerliches Dasein? 😉

 

Lass uns unten weiterquatschen!

PS: Du willst endlich „richtig“ mit Pinterest durchstarten und brauchst noch Unterstützung? Hier geht es zu meinem Pinterest-Strategie-Coaching.
 

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