Erinnerst du dich noch, welche 8 Elemente ein Newsletter unbedingt haben sollte?

Es waren

  • persönlicher Absender
  • neugierig machender Betreff
  • personalisierte Anrede
  • hochwertiger, einzigartiger Content als Hauptteil deiner Mail
  • aussagekräftiger Call to Action
  • Abmeldelink
  • Impressum
  • ggf. ein Goodie

Heute machen wir genau dort weiter, wo wir letztes Mal aufgehört haben, und kümmern uns um Sprache und Stil, Design, Versandzeit und -häufigkeit deiner Mails.

Lass uns gleich loslegen!
 

1 | SPRACHE UND STIL

Eigentlich ist es doch so: Mails von Freunden und Bekannten werden gelesen, Werbemails gelöscht.

Schreibe deine Newsletter deshalb so, als würdest du an einen guten Freund schreiben: locker, ehrlich, persönlich. VIelleicht ahnst du es schon … „Plauderton“ heißt hier das Zauberwort.

Im Plauderton zu schreiben heißt nicht, dass du so schreibst, wie du sprichst, sondern dass du so schreibst, dass dein Text nicht geschrieben klingt. Und das gelingt dir folgendermaßen:

  • Verzichte in deinen Mails auf komplizierte Fachbegriffe und wähle stattdessen sprachliche Ausdrücke, die du auch gegenüber einem Freund benutzen würdest.
  • Verwende kurze Sätze. (Sätze, die sich über drei Zeilen strecken, sind zu lang!)
  • Sprich die Empfänger deiner Mails mit „du“ an (oder „Sie“, wenn du auf deinem Blog siezt). Unpersönliche Pronomen wie „man“ oder „viele“ solltest du in deinen Mails genauso vermeiden wie Pronomen im Plural („ihr“).
  • Stelle hin und wieder eine Frage.
  • Schaffe durch gelegentliche Smileys, Witze etc. eine lockere Atmosphäre.

Wenn dir der Plauderton zu Beginn noch etwas schwer fällt – bleib unbedingt dran. Hier lohnt es sich zu üben. Mit jeder Mail wird es dir leichter fallen.
 

2 | DESIGN

Aufwendiger Header. Sidebar. Mittendrin ein Video, das automatisch startet. Social Follow Buttons im Footer. Dazwischen eine Handvoll Bilder und eine Tabelle …

Es gibt schon eine Menge Design-Elemente, die du in deine E-Mail packen könntest.

Die Betonung liegt hierbei auf „könntest“ – Es heißt nicht, dass du das auch tun solltest. Folgende Gründe sprechen aus meiner Sicht für ein eher minimalistisches Design deiner E-Mails:
 

#1 Ein minimalistisches Design ist persönlicher

Wenn dein Ziel ist, lockere, persönliche E-Mails zu schreiben, dann solltest du auf ein minimalistisches Design setzen. Überlege mal: Wenn du deiner besten Freundin mailst – setzt du dann erstmal einen extra Header auf und bittest sie dann am Ende deiner Mail, dir auf Twitter, Facebook und Pinterest zu folgen?

Nein? Dachte ich es mir doch.
 

#2 Ein minimalistisches Design schafft es (eher) durch den Spamfilter

Je weniger Firlefanz du verwendest, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Mail auch tatsächlich beim Empfänger ankommt. Es sind nicht nur Wörter und Phrasen, die Spamfilter triggern, sondern auch bestimmte Formatierungen.
 

#3 Ein minimalistisches Design lenkt nicht ab

Du schreibst deine Mails, weil du was zu sagen hast, richtig? Ob du nun auf deinen nigelnagelneuen Blogartikel verweist, einen exklusiven Tipp mit deinen Newslettern-Abonnenten teilst oder ihnen eine Checkliste schenkst – du willst gelesen werden. Mache es deinen Lesern deshalb nicht unnötig schwer, deine Message zu erkennen, indem du deine Mail mit zig Extraextras überhäufst, und beschränke dich auf das Wesentliche: den Text.

Der Textanteil deiner Mail sollte daher immer den Grafikanteil überwiegen. Noch besser ist es meines Erachtens, in den Mails völlig auf Grafik-Elemente zu verzichten.
 

3 | VERSANDZEIT

 

Datum

Ich habe es zwar noch nicht getestet, aber der Versand eines Newsletters am Freitagnachmittag dürfte sicherlich nicht zu den höchsten Öffnungs- und Klickraten führen. Da sind die meisten bereits gedanklich beim Planen ihrer Wochenendausflüge oder Schwiegermutterbesuche – ein Newsletter würde da sicherlich den Kürzeren ziehen.

Ähnlich sieht es wohl Montagvormittag aus. Da wird erstmal die E-Mail-Flut vom Wochenende beseitigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Newsletter einer großen Löschaktion zum Opfer fällt, ist groß.

Statistisch ist Donnerstag der beliebteste Tag für Newsletter. Je mehr Menschen dies aber wiederum wissen, desto wahrscheinlicher, dass deine Mail irgendwann in der Fülle der Donnerstagsmails untergeht. Ach, es ist schon eine Wissenschaft für sich … 😉
 

Uhrzeit

Wann die optimale Versandzeit für deine E-Mail ist – auch auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort. Bei mir führt eine Versandzeit am frühen Vormittag zu den höchsten Öffnungs- und Klickraten. Das kann bei dir aber schon ganz anders sein.

Im Grunde hängt das auch von deinem Wunschkunden ab. Richtest du dich an Freiberufler, die vormittags eh am Bildschirm sitzen? Oder an Angestellte, die tagsüber nicht ihre Mails checken dürfen?

Gehe gedanklich einmal den Tagesablauf deines Wunschkunden durch: Arbeitet er morgens erstmal die Mails ab? Das würde für einen frühen Versand bis 9 Uhr sprechen. Oder hat er nach seinem Lunch ein Mittagshängerchen und schlägt sich die Zeit mit seinen Mails tot? Dann wäre ein Versand um die Mittagszeit ideal. Oder richtest du dich gar an frischgebackene Mütter, die tagsüber zu gar nichts kommen und deshalb erst abends ihre Mails gemütlich vor dem PC checken?
 
Antizyklisch
Um nicht in der Masse der perfekt getimeten Newsletter unterzugehen, kannst du auch einfach auf alle Ratschläge pfeifen und zu ungewöhnlichen Zeiten versenden. Doch auch hier gilt: Die beste Empfehlung nützt nichts. Für individuellen Erfolg hilft nur testen, testen, testen.
 

4 | VERSANDHÄUFIGKEIT

Lässt du nur alle Schaltjahre etwas von dir hören, wirst du schnell vergessen. („Wer war denn das nochmal?!“ *Abmeldegeräusch*) Schickst du hingegen täglich eine Mail raus, dann wirst du die meisten deiner E-Mail-Abonnenten überfordern. („Boah, die nervt …“ *Abmeldegeräusch*) Gleiches gilt, wenn du dich immer nur dann meldest, wenn du ein Produkt verkaufen willst.

Es ist also eine Gradwanderung:

Schreibe so regelmäßig, dass sich deine Newsletter-Abonnenten an dich erinnern, aber nicht so oft, dass du sie nervst.

Ich persönlich empfinde übrigens – sowohl als Schreibende als auch als Lesende – 1–2 Newsletter pro Woche ideal.
 

FAZIT

Möchtest du, dass deine E-Mails gelesen werden, solltest du anfangen, deine Newsletter-Abonnenten wie deine Freunde zu behandeln und lockere, persönliche Mails schreiben.

Halte das Design deiner Mails miminalistisch. So stellst du sicher, dass deine Message nicht in einer Bilder-Video-Button-Flut untergeht oder es gar nicht erst durch den Spamfilter schafft.

Teste die Versandzeit ausgiebig, bevor du dich für eine feste Uhrzeit entscheidest, und lass nicht zu viel Zeit verstreichen, bevor du den nächsten Newsletter rausschickst.😉

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