Ned Stark hatte Recht: Winter is coming.
 
Wenn du so bist wie ich, dann weißt du theoretisch, was du zu tun hast, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Mit der Umsetzung allerdings hapert es.
 
Deshalb kommen hier 4 kleine Reminder, wie du fit und gesund im Homeoffice-Winter bleibst.
 

#1 Trinken

Ja, ja. Der gute alte Trink-viel-Ratschlag darf auch hier nicht fehlen. Und zurecht! 😉
 
Sicherlich weißt du, dass Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsmangel oft einfach nur auf Flüssigkeitsmangel zurückzuführen sind. Zusätzlich reizt im Winter die trockene Heizungsluft die Atemwege und begünstigt Atemwegsinfekte.
 
Tückisch: Wenn du Durst verspürst, fehlen deinem Körper bereits mindestens 0,5l Flüssigkeit!
 
Lass es deshalb lieber gar nicht erst so weit kommen und sorge über den Tag verteilt für ausreichend Flüssigkeit.
 

Trink-Routinen entwickeln

Gehörst du zu den Menschen, die das Trinken „vergessen“, kannst du dir mit einem Trick behelfen und Trinkroutinen schaffen: Ein großes Glas gleich nach dem Aufstehen + ein großes Glas vor dem Schlafengehen + ein großes Glas vor jeder Mahlzeit ergibt schon mal einen Liter Wasser.
 
Wenn du zudem nach 1,5 Stunden konzentrierter Arbeit jeweils eine kleine Trinkpause einlegst, kommst du so locker auf 3 Liter am Tag.
 

Morgens vorsorgen

Zusätzlich kannst du dir bereits morgens deine Wasserration für den Tag zurechtstellen. Am besten dorthin, wo du es siehst: auf den Schreibtisch.
 
Du siehst: Du hast nun keine Ausreden mehr.😉
 
 

#2 Vitamin D

Ist es nicht schön, im Winter nicht unbedingt raus zu müssen und die Arbeit ganz bequem von zu Hause aus erledigen zu können?
 
Nicht so ganz.
 
Wenn du dich aufgrund des trüben Wetters in deinen vier Homeoffice-Wänden vergräbst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du nicht genügend Vitamin D bekommst, ziemlich hoch.
 
Vor allem für die Vegetarier unter uns kommt Vitamin D in Nahrung nur in zu vernachlässigenden Mengen vor und wird in der Hauptsache über das Sonnenlicht aktiviert. Doch das ist in Deutschland in den Wintermontaten leider Mangelware.
 

Wie viel Vitamin D brauchst du?

Vor vier Jahren hob die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre Empfehlung für die Vitamin-D-Zufuhr ums Vierfache (!) an. Die amerikanischen Kollegen empfehlen sogar nochmal das Doppelte.
 
Während in skandinavischen Ländern Vitamin D völlig selbstverständlich bei Kindern und Erwachsenen substituiert wird, haben hierzulande 60 Prozent der Einwohner einen Vitamin-D-Mangel.
 
Ob du dazu gehörst, kannst du beim Hausarzt durch einen Bluttest bestimmen.
 
Hinweise geben Symptome wie

  • Müdigkeit
  • Schlappheit, Schwäche
  • depressive Verstimmungen
  • Infektanfälligkeit

 
Wenn du also morgens trotz ausreichend Schlaf nicht aus dem Bett kommst, den ganzen Tag über einfach nicht wach wirst, dich generell kraftlos und schlecht drauf fühlst, ist ein klärender Bluttest anzuraten.
 
Denn es ist auch im Winter nicht „normal“, ständig müde, schlapp und dauerkrank zu sein. Es kann schlicht und einfach an einem Vitamin-D-Mangel liegen.
 
 

#3 Frische Luft

Nicht nur wegen Vitamin D empfiehlt es sich, jeden Tag rauszugehen. Frische Luft macht dich auch entspannter, kreativer und leistungsfähiger. (Wie viele Kopfschmerzen hat mir ein Spaziergang bereits einfach so weggezaubert?)
 
Als Kind hat man es da irgendwie einfacher: Geht man nicht mindestens einmal am Tag raus, wird man spätestens nachmittags so zappelig, dass mit Sicherheit irgendwann irgendjemand sagt: „So, ab mit dir nach draußen!“ Als Erwachsene schickt einen leider niemand mehr auf den Spielplatz.😉
 
Deshalb müssen wir uns selbst dazu motivieren. Und das ist bei dem Schietwetter leider gar nicht so leicht.
 
Da bin ich mit meinen (noch jüngeren) Kindern im Vorteil: Ich muss raus. In jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter müssen die Kinder morgens in Kindergarten und Schule gebracht und nachmittags wieder abgeholt werden.
 
Hast du keine Kinder, Hunde oder andere Lebewesen, die dich zum Rausgehen zwingen, musst du kreativ werden.
 

Mittagsspaziergang

Wie wäre es zum Beispiel damit, während der Mittagspause einen kleinen Spaziergang zu machen? Wenn dein Ziel ein Ort ist, an dem es eine leckere Falafel gibt, laufen die Füße quasi von selbst.😃
 

Lüften

Auch zwischendrin kannst du für Frische sorgen, indem du spätestens alle 1,5 Stunden die Fenster aufreißt und Arbeitszimmer und Gehirn lüftest.
 
 

#4 Bewegung

Manchmal bin ich so sehr bei der Sache, dass ich alles um mich herum vergesse. Plötzlich ist es bereits mittags und, wenn ich so drüber nachdenke, habe ich den kompletten Vormittag ohne die kleinste Pause durchgearbeitet.
 
Auch wenn es schön ist, so dermaßen im Flow zu sein – über mehrere Stunden am Stück an einem Fleck zu sitzen, ist im Winter eher semigut. Der Kreislauf fährt runter, die Füße werden zu Eiszapfen und spätestens wenn die Finger völlig vor Kälte erstarrt sind, geht gar nichts mehr.
 
Besser ist es, immer mal wieder aufzustehen und ne kleine Runde in der Wohnung zu drehen. Ich pule mit Vorliebe kleine Legoteile vom Boden. Aber vielleicht hast du ja eine andere Idee.😉
 
 

Gesund durch den Winter im Homeoffice – Fazit

Der Zeitraum zwischen November und Februar ist physisch und psychisch eine echte Herausforderung. Es ist nass. Es ist kalt. Und es ist die meiste Zeit des Tages richtig dunkel.
 
Damit du wach, fit und gesund durch den Homeoffice-Winter kommst, können neben einem Vitamin-D-Check beim Hausarzt folgende Routinen helfen:

  • Morgens Wasserration für den Tag bereitstellen & andere Trinkroutinen
  • Nach je 1,5 Stunden konzentrierter Arbeit aufstehen, Zimmer lüften, großes Glas Wasser trinken und etwas bewegen
  • Mittags für eine halbe Stunde (bei jedem Wetter) rausgehen

 
 
Wie bleibst du im Winter gesund? Erzähl mir von deinen Tricks gerne im Kommentar!😃

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