Wie ich ultraproduktiv geworden bin (und wie du es mir nachmachen kannst)

Wie ich ultraproduktiv geworden bin (und wie du es mir nachmachen kannst)

Ich kenne sie noch gut … die unproduktiven Phasen.

Tage, an denen ich lustlos und unkonzentriert vor mich hin arbeitete, alle zwei Minuten die E-Mails checkte oder die Facebook-App öffnete. Tage, an denen die To-do-Liste länger wurde anstatt kürzer, und ich abends den Eindruck hatte, gar nichts, ja wirklich gar nichts richtig geschafft zu haben …

Doch diese Tage gehören für mich der Vergangenheit an. Zum Glück. Denn vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich eine Methode gefunden, wie ich ultraproduktiv arbeite. Ja, ich arbeite zur Zeit so effektiv und effizient, dass ich mir selbst ein wenig Angst mache.😃

Und heute möchte ich dich in mein Produktivitätsgeheimnis einweihen. Neugierig geworden? Dann los!

Effektivität vs. Effizienz

Bevor wir uns meinem Produktivitätsgeheimnis widmen, solltest du dir erst eine wichtige Unterscheidung klar machen, die mir selbst die längste Zeit meines Lebens unklar war: die Unterscheidung zwischen Effektivität und Effizienz.

Das Verständnis dieser beiden Begriffe ist essenziell, um produktiver arbeiten zu können. Ja, meine eigene Produktivitätskurve ist erst dann rapide in die Höhe gegangen, nachdem ich diese Unterscheidung wirklich verinnerlicht hatte.

Stell dir vor, du willst einen Baum fällen. Du bist dann effektiv, wenn du dein Ziel, den Baum zu fällen, erreichst. Ja, Effektivität bedeutet wirklich nichts anderes als das. Es ist völlig egal, wie lange du dafür benötigst und wie groß der Aufwand und die Ressourcen sind, die du verbrauchst – solange du wirksam bist, d.h. deinem Ziel immer ein Stückchen näher kommst, bist du auch als effektiv zu bezeichnen.

Vielleicht merkst du jetzt schon, dass Effektivität nicht alles sein kann. Du kannst nämlich effektiv sein und dabei ziemlich blöde vorgehen. Wenn du den Baum zum Beispiel mit einer Nagelfeile fällst, bist du auch effektiv – nur wird das Fällen höchstwahrscheinlich 20 Jahre dauern … Und hier kommt die Effizienz ins Spiel. Denn du willst ja dein Ziel nicht bloß irgendwann und irgendwie erreichen, sondern so smart und schnell wie möglich. Du willst den Aufwand und die Kosten so gering wie möglich halten und so wenige Ressourcen wie möglich verbrauchen. Mit anderen Worten: Du willst nicht nur effektiv, sondern auch effizient sein.

Wenn du produktiver arbeiten möchtest, muss du deshalb sowohl an deiner Effektivität als auch an deiner Effizienz ansetzen. Du brauchst also nicht (noch) mehr oder (noch) härter zu arbeiten, sondern nur smarter.

Und diesen smarten Weg habe ich für mich gefunden. Es ist ein Weg, mit dem ich

  • strategischer auf meine Ziele hinarbeite
  • meine Ziele schneller und und mit weniger Aufwand erreiche
  • und dabei fokussiert und konzentriert arbeite

5 Prinzipien

Mein Produktivitätsgeheimnis ist eine Kombination aus 5 Prinzipien.

Jedes einzelne dieser Prinzipien ist bereits bekannt und erprobt. Jedes einzelne dieser Prinzipien macht dich bereits um einiges produktiver. Doch erst in ihrer Kombination kommt es zu dieser unglaublichen Produktivätssteigerung, von der ich nicht ahnte, dass sie möglich ist.

Das Beste daran ist: Du kannst diese Kombination bereits heute übernehmen und für deine Ziele anwenden.

Legen wir nun endlich los.
 

1. The one thing

Das erste, was ich gemacht habe, ist mich von meinen To-do-Listen zu verabschieden. Und das war kein leichter Schritt. Wie habe ich es geliebt, Dinge von meiner To-do-Liste zu streichen oder Häkchen in Checklisten zu setzen! Doch jetzt führe ich (nahezu) keine To-do-Listen mehr und schaffe um einiges mehr. Wie das geht? Ganz einfach.

Es war eine Erkenntnis, die ich dem Buch „The one thing“ von Gary Keller verdanke:

Eine To-do-Liste ist einfach eine Auflistung der Dinge, die „noch zu tun“ sind. Nicht mehr und nicht weniger. Oben steht das, was mir zuerst eingefallen ist, und unten das, was mir zuletzt eingefallen ist. Wenn ich meine Zeit damit verbringe, To-do-Listen abzuarbeiten, habe ich am Ende des Tages vielleicht eine To-do-Liste abgearbeitet, aber meinem (großen) Ziel bin ich damit nicht näher gekommen.

Denn wenn ich ein bestimmtes Ziel erreichen möchte, bringt mir eine qualitativ ungeordnete To-do-Liste nichts.

Ein Beispiel
Für das erste halbe Jahr meines Blogs habe ich mir das Ziel gesetzt, 1000 E-Mail-Abonnenten zu bekommen. Welche Schritte sind notwendig, um das Ziel zu erreichen?

Mein altes Ich hätte sich eine meterlange To-do-Liste angelegt und notiert …

  • Influencer identifizieren
  • Influencer kontaktieren
  • Gastartikel schreiben
  • Thema für Freebie überlegen
  • Recherche für Freebie
  • Freebie produzieren
  • Landingpage für Freebie erstellen
  • Newsletterstrategie überlegen
  • Newsletter schreiben
  • in Mailchimp einarbeiten
  • Auf Social-Media-Kanälen präsent sein
  • ….

Wenn dein Tag auch nur 24 Stunden hat, ahnst du vielleicht, dass selbst der produktivste Mensch der Welt ziemlich beeindruckt von dieser To-do-Liste wäre. Schon beim bloßen Anblick stellt sich bei mir sofort ein Gefühl der Überforderung und der Abneigung ein. Wo soll ich bloß anfangen?

Mein neues Ich geht so vor: Anstatt mich gleich „in die Arbeit zu stürzen“, überlege ich, welche Handlung am wichtigsten ist.

„Aber halt“, denkst du dir vielleicht, „es sind doch viele Schritte notwendig, bis du 1000 E-Mail-Abonnenten erreichst.“ Ja, das stimmt. Es sind viele Dinge notwendig, um das Ziel „1000 E-Mail-Abonnenten“ zu erreichen, aber diese Schritte sind nicht zur selben Zeit gleich wichtig.

Die Herausforderung besteht darin, die Handlung zu identifizieren, die jetzt am wichtigsten ist, um deinem Ziel näher zu kommen. Ich wiederhole: Jetzt. In diesem Moment.

Hast du dieses „one thing“ identifiziert, wird diese Handlung für eine bestimmte Zeit deine Priorität sein. Ob für einen Tag, eine Woche oder einen Monat heißt das:

  • Du beginnst deinen Morgen mit deinem „one thing“. (Und ja: Du checkst nicht als erstes deine Mails oder deinen Twitter-Account. Du suchst nicht nach neuen Rezepten für Schokoladenkuchen …)
  • Den Großteil deiner Zeit widmest du deinem „one thing“.
  • Im Zweifel entscheidest du dich für dein „one thing“ …

Um nochmal zu meinem Beispiel zurückzukommen: Nach einigem Überlegen war mir für mein Ziel, 1000 E-Mail-Abonnenten zu bekommen, klar, dass „ein Freebie erstellen“ Priorität haben muss. Ohne überzeugendes Freebie machen Gastartikel nur halb so viel Sinn. Ohne Freebie sind E-Mail-Optins nicht sehr effektiv. Deshalb konnte nur das Freebie mein „one thing“ werden.

 

2. Das Parkinsonsche Gesetz

Mit dieser Erkenntnis ist bereits eine Meeeenge geschafft. Ja, ehrlich gesagt, ist es gar nicht so leicht, die – für den Moment – unwichtigen Handlungen zu eliminieren, bis nur noch die – für den Moment – wichtigste übrig bleibt. Das braucht strategisches Nachdenken und etwas Übung.

Hast du dein „one thing“ identifiziert, kannst du dir schonmal auf die Schulter klopfen. Du hast damit schon einiges für deine Effektivität getan! Doch wie du noch weißt, reicht Effektivität alleine nicht aus, um deine Ziele zu erreichen. Schließlich hast du sicherlich keine Lust, zehn Jahre deines Lebens deinem „one thing“ zu widmen. Nun geht es darum, zusätzlich deine Effizienz zu erhöhen. Und hier kommt das Parkinsonsche Gesetz ins Spiel.

Das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass die Arbeit sich in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Mit anderen Worten: Je mehr Zeit du dir gibst, um dein Ziel zu erreichen, desto länger benötigst du dafür auch.

Für dieses Phänomen gibt es eine ganz einfache Lösung: Begrenze deine Zeit.

Denke also nicht: „Ich mach jetzt einfach mal … Mal sehen, wie schnell ich fertig bin … Ich hab’s ja nicht eilig …“ Sondern setze dir ein ganz konkretes Datum als Deadline.

Ich plane gerne noch einen Puffer ein, setze mir aber grundsätzlich die Deadline so knapp wie nur möglich.

 

3. Das Pareto-Prinzip

Jetzt geht es darum, dass du diese Frist auch einhältst. Und das gelingt dir mit dem Pareto-Prinzip am besten. Das Pareto-Prinzip besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwands erreicht werden. Für die restlichen 20% der Ergebnisse brauchst du hingegen 80% des Gesamtaufwands.

Mit anderen Worten: Perfektionismus kostet dich Zeit. Viel Zeit.

Wenn es dir darum geht, deine Deadline einzuhalten (und damit effizient zu sein), solltest du aufhören, perfekte Ergebnisse liefern zu wollen. Done is better than perfect.

Behalte deshalb immer das große Bild im Auge und verschwende deine Zeit nicht damit, zehn verschiedene Pinktöne für deine Buttons oder zwanzig Schriftarten für deinen Text auszuprobieren …

 

4. Batching

Fassen wir nochmal zusammen:

  • Du hast dein „one thing“ identifiziert, um dein Ziel zu erreichen.
  • Du hast dir eine (knappe) Deadline gesetzt.
  • Du hast deinen Perfektionismus über Bord geworfen und gehst nach dem 80/20-Prinzip vor.

Jetzt kümmern wir uns darum, dass du deinen Aufwand möglichst gering hältst, d.h. nur so wenig Zeit wie nur möglich verbrauchst. Und das geht am besten mit der sogenannten Batching-Methode.

Der Begriff „Batching“ kommt von „to batch“ und bedeutet übersetzt „stapeln“. Hinter der Batching-Methode steht die Erkenntnis, dass wir Dinge viel schneller erledigen, wenn wir sie „schubweise verarbeiten“. So ist es beispielsweise um einiges effizienter, den Social-Media-Content für mehrere Wochen vorzuplanen, anstatt sich jeden einzelnen Morgen aufs Neue etwas zu überlegen. Oder sich eine Datenbank an relevanten Fotos anzulegen, anstatt bei jedem Blogartikel aufs Neue auf die Suche zu gehen.

Je mehr Aufgaben du am Tag zu erledigen planst, desto öfter musst du dich in diese Aufgaben reindenken. Das kostet jedesmal Zeit und nagt an deiner Effizienz. Deshalb ist es eine gute Idee, sich über einen längeren Zeitraum mit nur einer Aufgabe zu beschäftigen.

 

5. Störungen eliminieren

Vor etwa zehn Jahren haben Wissenschaftler der Uni London etwas Interessantes festgestellt: Der IQ eines Menschen wird durch den permanenten Eingang elektronischer Nachrichten stärker belastet als durch Kiffen. Mit anderen Worten: Wenn du nicht stoned arbeitest (wovon ich jetzt mal stark ausgehe 😉), dann solltest du es erst recht nicht mit einem ständig geöffneten Posteingang tun! Gleiches gilt natürlich für sämtliche Messengerdienste und Pushbenachrichtigung deiner sozialen Netzwerke. Stell. Sie. Ab.

Bis zu zehn IQ-Punkte verlierst du, wenn du vor dem Hintergrund der Plings und Plongs deiner elektronischen Nachrichten arbeitest! Von der Konzentration und dem Fokus auf dein „one thing“ ganz zu schweigen.

Wenn du nicht zufällig als Arzt in einer Notaufnahme tätig bist, musst du nicht permanent erreichbar sein. In den meisten Fällen reicht es vollkommen, ein bis zweimal am Tag die Mails zu checken.

Ach ja: Falls du – so wie ich – hin und wieder abends deinen Laptop nur zuklappst, anstatt ihn runterzufahren, denk daran, abends dein Mailprogram zu schließen sowie sämtlich Facebook-/Twitter-/Pinterest-Browsertabs. Dann wirst du am nächsten Morgen, wenn du dich vor deinen Laptop setzt, gar nicht erst in Versuchung geführt. 😉

 

Wie ich ultraproduktiv geworden bin – ein Fazit

Du musst nicht härter arbeiten, um deine Ziele zu erreichen, sondern nur smarter. Der smarte Weg setzt sowohl an der Effektivität als auch an der Effizienz an.

Um effektiver zu arbeiten, musst du dein „one thing“ finden. Jeden Tag oder jede Woche aufs Neue fragst du dich, was jetzt am wichtigsten ist, um dein Ziel zu erreichen. So wirst du viel wirksamer auf dein Ziel hinarbeiten.

Um effizienter zu werden, setzt du dir für die Erreichung deines Ziels eine (knappe) Deadline und gehst nach der 80/20-Methode vor. Wenn du die Aufgaben auch noch stapelweise abarbeitest, d.h. gleiche Dinge in einem Rutsch erledigst, und Störungen konsequent eliminierst, gibt es für dich schon bald kein Halten mehr. 😃

Lass uns in den Kommentaren weiterquatschen!

Content Repurposing – 5 Ideen für deine Zitatsammlung

Content Repurposing – 5 Ideen für deine Zitatsammlung

Ich kenn dich doch.

Auch du hast sicherlich irgendwo ein Board oder einen Folder mit deinen Lieblingszitaten angelegt. Hab ich Recht?😃

Das ist ja auch smart. Ob Bloggen, Sport, Ernährung oder Fashion … Zitate passen einfach zu jedem Business-Modell.

Das richtige Zitat zur richtigen Zeit am richtigen Ort von den richtigen Rezipienten gelesen, kann eine Menge bewirken: von Identifikation über Motivation und Inspiration bis hin zur Neugierde, welche Person sich hinter der Zitatsammlung verbirgt.

An dem konkreten Beispiel „Inspirationszitate“ möchte ich dir heute zeigen,

  • wie du deinen Inspirations-Content optimal wiederverwendest (Stichwort: Content Repurposing)
  • ihn auf mehren Social-Media-Kanälen effektiv teilst und dazu noch
  • mit der sogenannten Batching-Methode smart und effizient arbeitest (und damit also so wenig Zeit und Ressourcen wie nur möglich verwendest)

Los geht’s!

Schau dir deine bereits bestehende Zitatsammlung an und suche die Zitate heraus, die zu deinem Business oder deinem Blog passen. Wenn du Personal Trainer bist, brauchst du Motivations- bzw. Sportzitate, wenn du Foodblogger bist, sind Zitate über Ernährung die erste Wahl. Wenn du schreibst, Zitate übers Schreiben … Du verstehst, worauf ich hinaus will?

In meinem Fall sollten alle Zitate unter dem Motto „Anfangen“ bzw. „Durchstarten“ stehen. Zum einen richte ich mich an Frauen, die als Solopreneurin durchstarten möchten. Zum anderen hat das Motto auch perfekt zu meinem eigenen Blogstart gepasst. (Zum dritten haben mir die Zitate auch selbst als Motivation gedient. 😉)

Und ich wurde fündig: Rund 50 Zitate aus meiner Sammlung konnte ich thematisch für meinen Blog verwenden.
Aufwand: ca. 1 Stunde

Nun geht es darum, die Zitate grafisch aufzuhübschen. Jedes Zitat benötigt einen passenden Hintergrund und sollte zudem mit deiner Website-URL versehen werden (sodass jemand, der dieses Zitat liest, auch auf deine Website verwiesen wird).

Wenn du grafisch nicht so bewandert bist, wird wahrscheinich Canva deine erste Wahl sein. Hier hast du ein riesiges Repertoire an Bildern, Schriften, Rahmen und Icons, die du für deine Grafiken kostenlos verwenden kannst. Dazu ist die Bedienung easy und intuitiv.

So sehen die Zitate aus, nachdem sie mit Canva grafisch bearbeitet wurden:

When nothing is sure everything is possible | www.pinkbiz.de

Aufwand: 4 Stunden
Nutzen: 50 grafisch aufbereitete Zitate, die SOFORT verwendet werden können

Lass uns nun darüber reden, wie du diese Zitate für dein Content-Marketing verwenden kannst.

Content Repurposing #1: Zitate auf Pinterest pinnen

Ich war neu und brauchte das Board.😃

Mal im Ernst: 50 grafisch aufgehübschte Zitate schreien einfach ganz, ganz laut nach Pinterest. Also habe ich mir ein nigelnagelneues Pinterest-Board mit dem Namen „Pinkbiz • Zitate“ angelegt und jedes Zitat als einzelnen Pin hochgeladen. Optimal ist es übrigens, abends (gegen 20 Uhr) und am Wochenende zu pinnen.

So sieht das Board aus:

Pinterest Board | www.pinkbiz.de

Aufwand: insgesamt ca. 2 Stunden
Nutzen: Bereits kurze Zeit nach dem Pinnen begannen Nutzerinnen, die Zitate zu repinnen und auf meiner Website vorbeizuschauen.

Content Repurposing #2: Zitate bei Twitter posten

Doch Zitate sind nicht nur für Pinterest, sondern auch für Twitter hervorragend als Content geeignet. Natürlich willst du deine Follower nicht jeden Tag mit zehn Zitaten überladen. Etwa zweimal pro Woche sind Zitate als Content-Strategie ideal.

Über mein Scheduling-Tool (ich benutze Hootsuite) habe ich eine Automatisierung für Zitate eingestellt. Jetzt wird in den nächsten sechs Monaten jeden Mittwoch und jeden Samstag ein Zitat geteilt.

So sieht das Ganze dann auf Twitter aus:

Pinkbiz auf Twitter | www.pinkbiz.de

Aufwand: ca. 1 Stunde
Nutzen: Für das nächste halbe Jahr habe ich meine Beiträge für den Bereich „Inspiration“ vorgeplant.

Content Repurposing Idee #3: Blogartikel schreiben

Erst wollte ich meine Lieblingsinspirationszitate zu einem Mega-Listpost zusammenfassen. Doch dann entschied ich mich dafür, die rund 50 Zitate zu zwei Listposts zu verwurschteln („23 Zitate, die dich zum Durchstarten inspirieren werden – Teil 1“ und „23 Zitate, die dich zum Durchstarten inspirieren werden – Teil 2“). „23“ ist nicht nur eine meiner Lieblingszahlen und der Geburstag meines Bruders (Hallo Bruderherz! 😃), sondern laut Statistik auch die Zahl der Wahl für Listposts.

Übrigens: „Blogposts schreiben“ kann man das Ganze nicht nennen. Das Einpflegen und Uploaden der dazugehörigen Bilder in WordPress hat länger gedauert, als die wenigen einleitenden Worte zu schreiben.

Aufwand: ca. 2 Stunden
Nutzen: 2 Listposts, für die ich kaum Zeit aufwenden musste

Content Repurposing Idee #4: Blogartikel über „Content Repurposing“ schreiben

Jetzt wird es ein bisschen verrückt: Nicht nur haben die Inspirationszitate zwei Blogartikel abgegeben (für den dritten Teil sammle ich bereits wieder *hust*), ein ganzes Board bei Pinterest gefüllt und als Inspirationscontent für ein halbes Jahr bei Twitter fungiert, nein: In diesem Augenblick blogge ich zusätzlich darüber, wie ich Content Repurposing mit Inspirationszitaten betreibe.😉

Die Vorteile liegen auf der Hand: Viel Recherche muss ich für diesen Artikel nicht mehr betreiben. Da jeder einzelne Schritt noch präsent ist, kann ich diesen Artikel nahezu „runterschreiben“. Dieser dritte Blogartikel entsteht quasi im Turbogang.

Aufwand: ca. 2 Stunden
Nutzen: Ein neuer Blogartikel. In! Zwei! Stunden!

Content Repurposing #5: Im Newsletter verwenden

Zu dem ein oder anderen Zitat habe ich mehr zu sagen als nur die Quelle. Deshalb ist der Plan, einige Zitate in der Zukunft als Aufhänger für meinen wöchentlichen Newsletter zu verwenden.

Fazit: 12 Stunden. 3 Blogartikel. 1 Pinterestboard. 1/2 Jahr Inspirationscontent für Twitter. Und die Möglichkeit, die Zitate in Zukunft als Aufhänger für Newsletter oder andere Blogposts zu verwenden. Keine schlechte Ausbeute, wenn du mich fragst. 😃

Wie recyclest du deinen Content? Sag es mir in deinem Kommentar!

Bloggen mit Evernote

Bloggen mit Evernote

Wenn du regelmäßig bloggen und dabei effektiv und effizient arbeiten willst, brauchst du einen Plan. Ein System.

Ich bin davon überzeugt, dass es nicht das perfekte System rund um die Blogorganisation gibt. Aber es gibt ein System, das für dich perfekt ist.

Heute möchte ich dir zeigen, wie ich meine Blogartikel mit Evernote recherchiere, schreibe und verwalte. Es ist mein perfektes System, weil ich damit effektiv und effizient arbeite. Vielleicht ist es ja auch für dich das Richtige.

Was ist Evernote?

Wenn du schon länger bloggst, dann kennst du es sicherlich. Ansonsten kommt jetzt eine kleine Einführung in dieses großartige und so einfach zu bedienende Tool.

Evernote ist nichts Geringeres als „dein virtuelles Gedächtnis“. So wird die Anwendung zumindest auf der Evernote-Website beworben, und aus meiner Sicht ist das keine Übertreibung. Egal, was du in deinem „virtuellen Gedächtnis“ festhalten möchtest, mit diesem großartigen Tool ist es (meist) kein Problem. 😃

Wie funktioniert Evernote?

Dabei funktioniert Evernote denkbar einfach: Es gibt Notizen, Notizbücher und Notizbuchstapel.

Nehmen wir an, du bist eine Foodbloggerin. Zuerst legst du dir ein Notizbuch an, das du beispielsweise „Pasta“ nennst.

In diesem Notizbuch kannst du jetzt beliebig viele Notizen anlegen, zum Beispiel für jedes Pastagericht eine Notiz, also: „Spaghetti Bolognese“, „Pasta Napoli“, „Penne mit mediterranem Gemüse“ etc. In diesen Notizen kannst du dir das Rezept mit dem zugehörigen Bild speichern.

Natürlich kannst du dir auch beliebig viele Notizbücher anlegen, neben „Pasta“ zum Beispiel auch „Reisgerichte“, „Kartoffelgerichte“ etc.

Thematisch gleiche Notizbücher fasst du in einem sogenannten Notizbuchstapel zusammen. So würden die Notizbücher „Pasta“, „Reisgerichte“ und „Kartoffelgerichte“ beispielsweise den Notizbuchstapel „Hauptspeisen“ ergeben.

Eine andere Möglichkeit ist, mit Schlagworten, sogenannten Tags, zu arbeiten. Hier legst du beispielsweise das Notizbuch „Hauptspeisen“ an, wo du ALLE Notizen zum Thema Hauptspeisen sammelst. Jede Notiz kannst du jetzt mit entsprechendem Tag (also „Pasta“, „Reisgerichte“, „Kartoffelgerichte“) versehen und anschließend gezielt nach diesem Tag suchen. Mit dieser Variante hast du weniger Notizbücher und Notizbuchstapel. Ich finde aber die erste Variante übersichtlicher.

Warum ist Evernote fürs Bloggen so praktisch?

  • Informationen sammeln: Du kannst in Evernote Ideen und Inspiration für deine Blogartikel sammeln und deine Rechercheergebnisse festhalten. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob es sich um Links handelt, Bilder oder Texte. Du kannst sogar Artikel aus dem Internet „ausschneiden“ und sie speichern.
  • Informationen ordnen: Du kannst mit Evernote nicht nur alles, was dir wichtig ist, sammeln, sondern – was vielleicht noch wichtiger ist – auch ganz leicht wiederfinden. Egal ob du jetzt mit den Schlagworten arbeitest oder mit Notizen, Notizbüchern und Notizbuchstapeln.
  • Schreiben: Du kannst in Evernote hervorragend Texte schreiben und in deine Texte mühelos Bilder einfügen. (Wenn du wie ich früher deine Texte mit Word geschrieben hast, weißt du das sicherlich zu schätzen …)
  • Organisieren: Du kannst mit Evernote wunderbar organisiert bleiben, weil du Checklisten und Tabellen einfügen und so To-Do-Listen anlegen oder Redaktionspläne erstellen kannst.
  • Überall verfügbar: Du kannst Evernote im Browser und als App am PC oder Smartphone benutzen. Damit kannst du jederzeit und überall auf deine Notizen zugreifen und sie ergänzen. Auch unterwegs.

Wie ich meine Blogartikel mit Evernote verwalte

Nun aber Butter bei die Fische. So verwalte ich meine Blogartikel mit Evernote:
 

Fünf Notizbücher

Ich habe mir fünf Notizbücher angelegt:

  • A. Blog-Ideen
  • B. Blogartikel (in Arbeit)
  • C. Blogartikel (geschrieben)
  • D. Blogartikel (veröffentlicht)
  • E. Redaktionspläne

Diese fünf Notizbücher habe ich zu dem Notizbuchstapel „Pinkbiz-Blog“ zusammengefasst. Wie du siehst, habe ich damit alles, was den Inhalt des Pinkbiz-Blogs betrifft, gleich im Blick:

Bloggen mit Evernote | www.pinkbiz.de
 

1. Notizbuch: A. Blog-Ideen

In dem Notizbuch „A. Blog-Ideen“ sammle ich, wie es der Name sagt, die Ideen für meine Blogartikel.

Jede Idee bekommt eine eigene Notiz. So hieß die Notiz zu diesem Blogpost beispielsweise „Wie ich meine Blogartikel mit Evernote verwalte“. In diese Notiz habe ich die ersten Ideen zu diesem Blogpost festgehalten und gebrainstormt, Screenshots eingefügt, Rechercheergebnisse (Informationen, Bilder und Links) gesammelt und schließlich die Struktur des Blogartikels angelegt.

Wie du siehst, ist diese Art, die Ideen für Blogartikel festzuhalten, für mich recht produktiv. Über hundert Ideen warten nur darauf, zu Blogartikel verarbeitet zu werden.
 

2. Notizbuch: B. Blogartikel (in Arbeit)

Wenn aus der ersten Idee ein ausgereiftes Text-Konzept wird, verschiebe ich die Notiz in das Notizbuch „B. Blogartikel (in Arbeit)“.

In diesem Notizbuch befinden sich also die Blog-Ideen, die bereits umfassend reflektiert, recherchiert und strukturiert wurden, kurz: Ideen, die bereit sind, geschrieben zu werden.

Ideal ist es aus meiner Sicht, an zwei bis vier Blogartikeln parallel zu schreiben. Warum? Immer wenn ich beim Schreiben ins Stocken komme und mich dabei ertappe, alle fünf Minuten Twitter oder Pinterest checken zu wollen, weiß ich, dass ich einfach nicht ganz bei der Sache bin. Anstatt ins Motivationsloch zu fallen, gehe ich einfach zum nächsten Blogartikel in diesem Ordner über und arbeite daran weiter.
 

3. Notizbuch: C. Blogartikel (geschrieben)

Wenn ein Blogartikel fertig geschrieben ist, verschiebe ich ihn in den Ordner „C. Blogartikel (geschrieben)“. Hier darf sich der Text ein paar Tage ausruhen und seinen verdienten Schönheitsschlaf halten. 😃 Mit einem frischen Blick überarbeite ich diesen Text noch einmal, überprüfe ihn auf Stringenz und Plausibilität und lese ihn schließlich Korrektur. (Es ist unglaublich, wie viele Schusselfehler frau entdeckt, wenn sie den Text für einige Tage in Ruhe lässt!)

Wenn sich in diesem Ordner drei bis vier fertige Texte angesammelt haben, pflege ich die Texte – in einem Rutsch – in WordPress ein und lege ein Veröffentlichungsdatum fest.
 

4. Notizbuch: D. Blogartikel (veröffentlicht)

Veröffentlichte Texte werden nun in den Ordner „D. Blogartikel (veröffentlicht)“ verschoben und so archiviert.
 

5. Notizbuch: E. Redaktionspläne

In dem Notizbuch „Redaktionspläne“ wird jeder Monat in einer separaten Notiz geplant. Für jeden veröffentlichten Blogartikel lege ich in dieser Notiz das Veröffentlichungsdatum und das Posten auf meinen Social-Media-Kanälen fest. Dazu lege ich eine Checkliste an, in der ich jeden notwendigen Schritt rund ums Schreiben, Veröffentlichen und Promoten abhake. Am Tag des Bloglaunchs beispielsweise habe ich drei Blogartikel auf einmal veröffentlicht. Dank Redaktionsplan habe ich so immer den Überblick behalten:

Bloggen mit Evernote | www.pinkbiz.de

Von der Idee über das Text-Konzept bis zum fertigen Blogartikel – aus meiner Sicht ist Evernote perfekt fürs Bloggen. Wie sind Menschen früher bloß ohne dieses mächtige Tool ausgekommen? 😃

Wie ist es mit dir? Bist du auch großer Evernote-Fan oder benutzt du ein anderes Tool für deine Blogplanung?

Social-Media-Marketing für Leute, die eigentlich keine Zeit dafür haben

Social-Media-Marketing für Leute, die eigentlich keine Zeit dafür haben

Social-Media-Marketing ist zeitraubend.
Social-Media-Marketing kostet Geld.
Social-Media-Marketing ist stressig.
Social-Media-Marketing macht keinen Spaß.

 

Glaubst du das auch?

 

Dann sehen deine Social-Media-Aktivitäten möglicherweise so aus: Du setzt dich morgens an den PC und checkst als erstes deine sieben Social-Media-Accounts. Du likest hier und favst da. Du hinterlässt eine Reply auf Twitter, repinnst ein Zitat auf Pinterst, kommentierst ein Bild auf Facebook und ein Video auf YouTube. Ehe du es dich versiehst, sind zwei Stunden vergangen und du hast immer noch nichts Eigenes gepostet. Spätestens jetzt stehst du unter Druck: Was zum Kuckuck sollst du bloß teilen, twittern oder pinnen? Du teilst einen Artikel, den du zufällig noch in einem geöffneten Tab entdeckt hast, und atmest durch. Puh. Für heute reicht das mit diesem Social-Media-Marketing.

 

Wenn dir das auch nur ansatzweise bekannt vorkommt, dann spitz jetzt deine Ohren. Beziehungsweise deine Augen.😉
Denn heute möchte ich dir zeigen, wie du deine Social-Media-Kanäle pflegst, wenn du
  • nur wenig Zeit hast (haben wir das nicht alle?!)
  • kein Geld ausgeben willst
  • und dabei völlig entspannt bleiben möchtest
Klingt gut? Dann los!

1. Konzentriere dich auf wenige Social-Media-Kanäle

Wenn du erst mit deinem Online Business gestartet bist, sind sieben Social-Media-Kanäle definitv zu viel. Auch sechs, fünf und sogar noch vier Social-Media-Kanäle werden dich bei deinem Business-Start überfordern.
Für den Anfang gilt: Qualität vor Quantität. Oder auch: Klasse statt Masse.
Sieben ungepflegte Social-Media-Kanäle, die du nur unregelmäßig mit Content fütterst und die nicht mehr als eine Handvoll Follower haben, schaden dir eher, als dass sie nutzen.
Ein oder zwei Social-Media-Kanäle reichen für den Anfang aus. Vollkommen.
Um den idealen Social-Media-Kanal für deinen Start auszuwählen, können dir die Antworten auf folgende Fragen helfen:
  • Wo treibt sich deine Zielgruppe rum?
  • Welcher Kanal liegt dir am meisten und macht dir dazu noch Spaß?
  • Wo hast du bereits eigene Erfahrungen gesammelt? (Was hast du zum Beispiel selbst bereits privat genutzt?)
Sich am Anfang für einen, maximal zwei Social-Media-Kanäle zu entscheiden hat einen entscheidenden Vorteil: Du kannst ihm nicht nur deine gesamte Zeit und Energie widmen, sondern dich auch ganz gezielt in diesem Bereich weiterbilden. Bringe für diesen Social-Media-Kanal in Erfahrung,
  • wie du dein Profil optimierst
  • mit welchen Strategien du dein Following vergrößerst
  • welcher Content bei deiner Zielgruppe am besten ankommt
  • zu welchen Zeiten und wie oft du idealerweise postest und
  • welche Größe die Bilder, die du uploadest, haben sollten
Erst wenn du dich auf diesem Kanal wie ein Fisch im Wasser fühlst (oder zumindest nicht untergehst), kannst du einen weiteren Social-Media-Kanal hinzunehmen. (Und dann noch einen und noch einen … Du verstehst?)
Wenn du etwa 4–6 Wochen pro Social-Media-Kanal zum Kennenlernen und Orientieren einplanst, bist du auf der sicheren Seite. Ja, selbst wenn du das Netzwerk früher intensiv privat genutzt hast und die Basics kennst, ist es eine gute Idee, sich diese Zeit zu lassen. Social Media für Kommunikation mit Freunden zu nutzen ist das eine, Social Media zu Marketingzwecken etwas völlig anderes.

2. Entwickle eine Content-Strategie

Bevor du auch nur irgendetwas postest, brauchst du eine Content-Strategie. Denn natürlich solltest du nicht Bilder vom 70. Geburtstag deiner Tante Gerda posten, sondern ausschließlich Content, der relevant und nützlich für deine Zielgruppe ist.

Ja, selbst wenn du in Status-Updates persönliche Informationen über dich preisgibst, sollten diese doch immer auch in Bezug auf deine Zielgruppe ausgewählt werden. Es geht also nicht darum, welcher Content dir gefällt und dir bei deinem Problem hilft (außer du bist deine eigene Zielgruppe), sondern darum, was für deine Zielgruppe informativ oder unterhaltsam ist. Überlege dir daher gut, welchen Content du auf deinen Social-Media-Kanälen teilen möchtest.

 

Wenn du einen Wunschkundenavatar erstellt hast, weißt du im Übrigen genau, was deine Zielgruppe braucht, wofür sie sich interessiert und wo ihr Schuh drückt. Dieses Wissens kannst du bei deinem Social-Media-Marketing aufgreifen.

 

Grundsätzlich kommen folgende Arten von Content für deine Zielgruppe infrage:
  • deine eigenen Blogartikel
  • Artikel von anderen Bloggern, aus anderen Magazinen etc.
  • Status-Updates (Persönliches)
  • Bilder
  • Zitate
  • witzige Sprüche (sparsam)
  • GIFs (sehr sparsam)
  • saisonaler Content („Frohe Ostern“, „Rutscht gut ins neue Jahr“)
  • Promoten eigener Produkte, Dienstleistungen
Was du zusätzlich beachten sollstest:
  • Konsistenz: Versuche, von Beginn an eine klare Linie zu fahren.
  • Pareto-Prinzip: Richte deine Content-Strategie nach der 80/20-Regel aus. 20% deiner Inhalte sollten sich um dich und deine Angebote drehen. 80% um die Inhalte anderer.
  • Netzwerkspezifischer Content: Jeder Kanal hat seine eigenen Regeln. Was auf dem einen Kanal gut ankommt, geht auf dem anderen vielleicht unter. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass du dir die Zeit gibst, die du brauchst, um einen Kanal richtig gut kennenzulernen.
Der Vorteil einer Content-Strategie ist nicht nur, dass du damit zielgruppen- und netzwerkspezifsch postest, sondern dass du dir auch nicht jeden Tag aufs Neue den Kopf über Inhalte zerbrechen musst.

3. Sammel deinen Content

Nachdem du für dich geklärt hast, welche Kanäle du bedienen möchtest und was überhaupt nützlicher und relevanter Content für deine Zielgruppe ist, kann’s losgehen.

 

Jetzt kannst du anfangen, diesen Content konsequent zu sammeln. Das hört sich aufwendiger an, als es ist.

 

Wenn du andere Blogs liest und deinen Influencern auf den sozialen Netzwerken folgst, wirst du ganz automatisch über interessante Blogartikel für deine Zielgruppe stolpern. Gleiches gilt, wenn du für dich selbst zu einem Thema recherchierst, in dem du dich weiterbilden möchtest. Im Grunde kannst du alle Texte, Bilder und Zitate, denen du begegnest, darauf überprüfen, ob sie auch deiner Zielgruppe Mehrwert bieten könnten. Deine eigenen Blogartikel kannst du übrigens hervorragend zu Tweets verwurschteln.😉

 

Was du jetzt noch brauchst, ist ein System, mit dem du dir das Content-Sammeln organisierst.
Ich mache das natürlich – wie konnte es anders sein – in Evernote. 😉

Für jedes Thema, zu dem ich posten möchte, habe ich mir eine Notiz angelegt, in der ich Artikel, Zitate, Bilder etc. sammel. Diese „on-the-go“-Methode nimmt nicht viel Zeit in Anspruch, ist aber für mich unheimlich effektiv.

4. Plane deinen Content – in einem Rutsch

Jetzt fehlt dir nur noch eins für dein entspanntes Social-Media-Marketing: ein Planungstool.

 

Wenn du dafür (noch) kein Geld ausgeben möchtest, kann ich dir Hootsuite empfehlen. Hier kannst du bis zu 100 Posts kostenlos planen. Wenn du beispielsweise jeden Tag 4 mal pro Tag auf Twitter und 3 mal auf Facebook posten möchtest, kannst du damit zwei Wochen in Voraus planen. Und das solltest du auch nutzen.

 

Was denkst du, nimmt mehr Zeit in Anspruch? Wenn du dich jeden Morgen hinsetzt und die Beiträge für den Tag planst? Oder wenn du dir jeweils zu Beginn und in der Mitte des Monats einen Zeitblock von 2 Stunden reservierst und damit den Social-Media-Content für zwei Wochen im Voraus planst?

 

Bei Hootsuite kannst du deine Beiträge übrigens auf 5 Minuten genau terminieren.

5. Interagiere mit deinen Followern und Influencern 

Jetzt kannst du dich erstmal entspannen. Denn mit dem vorgeplanten Content bist du schonmal gut aufgestellt. Du bist auf deinen Social-Media-Kanälen präsent und versorgst deine Follower mit nützlichem Content.

 

Doch vorgeplanter Content alleine reicht leider nicht aus. Du solltest mit deinen Followern und Influencern interagieren. Fave, like, retweete und teile andere Beiträge, betelige dich an einem Chat und nimm an Diskussionen teil, folge neuen Accounts. Wenn du mit anderen interagierst, stärkst du nicht nur die Beziehungen zu ihnen, sondern wirst auch für deren Follower präsent.

 

Aber: Kein Stress. Wenn du deine Beiträge vorgeplant hast, hast du bereits ein gutes Grundgerüst und kannst ganz locker an die Interaktionen herangehen. Zweimal 5–10 Minuten täglich reichen pro Social-Media-Account aus.

 

Was du beachten solltest:
  • Spaß: Auch wenn du ein Business betreibst – Spaß und eine gewisse Leichtigkeit sollten meiner Meinung nach auch auf sozialen Netzwerken nicht zu kurz kommen. Ein Smiley am richtigen Platz oder eine kurze, witzige Reply sind manchmal besser als ein ellenlanger, ernsthafter Kommentar.
  • Netiquette: Jedes Netzwerk hat seine eigenen „Benimmregeln“. Je besser du sie kennst, desto professioneller wirkst du.
Wie sieht es bei dir aus? Planst du den Content auch für einen längeren Zeitraum vor? Oder entscheidest du eher spontan, was du postest?
Wie du deine Blogartikel noch schneller schreiben kannst

Wie du deine Blogartikel noch schneller schreiben kannst

Das Geheimnis, Blogartikel noch schneller zu schreiben, ist, dir richtig viel Zeit zu lassen. Klingt nach einem Widerspruch? Ist es aber nicht.

Lass mich dir heute erklären, warum.

Viele Blogger setzen sich mit einer eher vagen Idee vor den Bildschirm und wundern sich dann, warum es nicht fließt. Doch zum Schreibfluss kommt es nur dann, wenn du drei bestimmte Phasen des kreativen Prozesses durchlaufen hast:

  • Inspiration
  • Inkubation
  • Illumination

 

Die einzelnen Phasen des kreativen Prozesses dauern ihre Zeit und lassen sich nicht wirklich überspringen oder beschleunigen. Wenn du morgen einen großartigen, richtig guten Blogbeitrag veröffentlichen möchtest, aber keine Ahnung hast, worüber du bloggen sollst: vergiss es. Ohne Inspiration, Inkubation und Illumination geht das garantiert in die Hose. Deshalb brauchst du auf dem Weg zu deinem Blogartikel Zeit. (Und deshalb solltest du deine Blogbeiträge auch unbedingt Wochen im Voraus planen!) Inspiration funktioniert eben nicht auf Knopfdruck.

Doch der Witz bei der Sache ist: Wenn du dich auf diese drei Phasen, die nebenbei, dazu meist noch unbewusst und völlig ohne geistige Anstrengung verlaufen, einlässt, ist das eigentliche Schreiben deines Blogbeitrags eine Sache von zwei, drei Stunden. Nicht mehr.

Hast du Lust, Blogartikel noch schneller schreiben zu können? Dann kommt hier eine kleine Einführung in die Theorie des kreativen Denkens[1].

1. Inspiration: Sei ständig auf Themensuche

Gehe mit offenen Augen und offenen Ohren durch die Welt. Notiere deine Ideen an ein und demselben Ort. Ich nutze dafür das Tool Evernote. Darin habe ich ein Notizbuch mit „Blog-Ideen“ erstellt und lege mir für jede Idee eine neue Notiz an, in der ich Gedanken, Links, passende Bilder, Begriffe, Ideen zur Struktur etc. aufschreibe.

Das Beste an der Inspirationsphase ist: Du wirst netto nicht viel Zeit darauf verwenden. Fünf Minuten hier. Zwei Minuten da. Manchmal speicherst du dir nur schnell einen Link oder ein Zitat ab, ein andermal notierst du ziemlich konkrete Gedanken für ein Unterkapitel.

2. Inkubation: Geh mit deiner Idee schwanger

Viele machen den Fehler, sofort anzufangen zu schreiben, sobald sie eine vage Idee für einen Blogbeitrag haben. Das ist meistens nicht sehr effektiv. Auch wenn die Worte zunächst gerade so aus dir raussprudeln, irgendwann versiegt die Quelle und du starrst auf ein weißes Blatt Papier. Du starrst und starrst und beschließt, dass es für heute reicht mit dem Schreiben. Das ist auf Dauer ziemlich frustrierend. (Ich weiß das so genau, weil ich das früher auch so gemacht habe.)

Der Grund für diese Art der Schreibblockade ist schnell erklärt: Jede Idee benötigt eine gewisse Inkubationszeit. Eine Zeit zum Reifen.

Gehe daher mit deiner Idee eine Zeit lang schwanger und assoziiere wild. Spiele ein bisschen mit deinen Gedanken und nach und nach wird das Dokument wachsen und gedeihen. Die Struktur deines Blogartikels wird sich herauskristallisieren und die Zwischenüberschriften werden stehen. Andere Dinge wirst du wieder streichen.

Manchmal beschäftigt sich dein Gehirn in dieser Inkubationszeit sogar mit völlig anderen Themen, und auch das ist absolut ok so. Deine Idee wandert ins Unterbewusste und nicht selten vergisst du sie sogar wieder.

Diese Inkubationszeit ist wahrscheinlich die wichtigste Phase in deinem kreativen Prozess. Gleichzeitig ist es manchmal ganz schön schwer, sie auszuhalten, weil sie in der Regel länger als zwei Tage dauert.

Manche Texte brauchen Wochen, Monate oder gar Jahre zum Reifen! Und wer wartet schon gerne? Wichtig ist aber, der eigenen Kreativität zu vertrauen. Der Inkubationsprozess lässt sich eh nicht beschleunigen. Die Alternative ist trostlos auf ein weißes Blatt Papier zu starren und das willst du sicherlich noch weniger.

Wie lange die Inkubationszeit nun genau dauert, willst du wissen? Ganz einfach: so lange wie nötig.

3. Illumination: Du hast einen Geistesblitz

Wenn du eine Idee eine Zeit lang mit dir trägst, mit ihr schwanger gehst, sie aus verschiedenen Perspektiven betrachtest und dein unter Punkt eins (Inspiration) angelegtes Dokument hin und wieder ergänzt, passiert höchstwahrscheinlich Folgendes:

Ganz zufällig stolperst du über einen ganz anderen Artikel, Blogbeitrag, ein Zitat oder Bild und plötzlich weißt du ganz genau, wie dein Blogartikel auszusehen hat. Der Text, der einige Zeit in dir geschlummert hat, bricht geradezu aus dir heraus. Es ist gespenstisch, wie du schnell das Ding runterschreibst. (Die nötigen Informationen, Ideen, Zitate, Bilder und die Struktur mit passenden Zwischenüberschriften hast du ja schon in der Inspirationsphase gesammelt!)

Dieser Geistesblitz, dieses Aha-Erlebnis, dieser geniale Heureka-Moment passiert dann und nur dann, wenn du der Inspiration und der Inkubation die nötige Zeit lässt. Deshalb solltest du diese zwei Phasen auf keinen Fall beschleunigen.

4. Elaboration: Lass es fließen!

Wie gesagt: Das eigentliche Schreiben ist jetzt nur noch eine Sache von zwei, drei Stunden. Mehr nicht. Nach deinem Geistesblitz setzt du dich vor den Bildschirm und lässt es fließen. Ja, es ist wirklich so leicht.

Viele haben gute Erfahrungen mit der Pomodoro-Technik gemacht, aber vielleicht hast du für dich ein anderes System. Viele Wege führen nach Rom. Mit entsprechender Inspirations- und Inkubationszeit spielt die Schreibtechnik meiner Erfahrung nach eine eher untergeordnete Rolle.

Wie du deine Blogartikel noch schneller schreiben kannst: Planung ist alles

Du siehst: Wenn du dir beim Bloggen genügend Zeit und Raum für Inspiration und Inkubation deiner Ideen lässt, brauchst du nie wieder vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen, sondern kannst deine Blogartikel noch schneller schreiben als bisher. Im Turbogang sozusagen.😃

Deshalb ist es so entscheidend, dass du das Bloggen planst. Ein Redaktionsplan, der auch genügend Zeit für die Inkubation deiner Ideen lässt, hilft dir dabei. Im Idealfall setzt du dich an deine Blogartikel mehrere Wochen vor dem geplanten Veröffentlichungsdatum und rockst das Ding. 😃

Wie ist es bei dir? Lässt du deinen Blogartikeln die nötige Inkubationszeit?

 

 

 

 

[1] Die Grundlagen dafür haben Hermann von Helmholtz (1884), Henri Poincaré (1908) und Graham Wallas gelegt.

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