Homeoffice – Gesund durch den Winter mit 4 einfachen Tipps

Homeoffice – Gesund durch den Winter mit 4 einfachen Tipps

Ned Stark hatte Recht: Winter is coming.
 
Wenn du so bist wie ich, dann weißt du theoretisch, was du zu tun hast, um gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Mit der Umsetzung allerdings hapert es.
 
Deshalb kommen hier 4 kleine Reminder, wie du fit und gesund im Homeoffice-Winter bleibst.
 

#1 Trinken

Ja, ja. Der gute alte Trink-viel-Ratschlag darf auch hier nicht fehlen. Und zurecht! 😉
 
Sicherlich weißt du, dass Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsmangel oft einfach nur auf Flüssigkeitsmangel zurückzuführen sind. Zusätzlich reizt im Winter die trockene Heizungsluft die Atemwege und begünstigt Atemwegsinfekte.
 
Tückisch: Wenn du Durst verspürst, fehlen deinem Körper bereits mindestens 0,5l Flüssigkeit!
 
Lass es deshalb lieber gar nicht erst so weit kommen und sorge über den Tag verteilt für ausreichend Flüssigkeit.
 

Trink-Routinen entwickeln

Gehörst du zu den Menschen, die das Trinken „vergessen“, kannst du dir mit einem Trick behelfen und Trinkroutinen schaffen: Ein großes Glas gleich nach dem Aufstehen + ein großes Glas vor dem Schlafengehen + ein großes Glas vor jeder Mahlzeit ergibt schon mal einen Liter Wasser.
 
Wenn du zudem nach 1,5 Stunden konzentrierter Arbeit jeweils eine kleine Trinkpause einlegst, kommst du so locker auf 3 Liter am Tag.
 

Morgens vorsorgen

Zusätzlich kannst du dir bereits morgens deine Wasserration für den Tag zurechtstellen. Am besten dorthin, wo du es siehst: auf den Schreibtisch.
 
Du siehst: Du hast nun keine Ausreden mehr.😉
 
 

#2 Vitamin D

Ist es nicht schön, im Winter nicht unbedingt raus zu müssen und die Arbeit ganz bequem von zu Hause aus erledigen zu können?
 
Nicht so ganz.
 
Wenn du dich aufgrund des trüben Wetters in deinen vier Homeoffice-Wänden vergräbst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du nicht genügend Vitamin D bekommst, ziemlich hoch.
 
Vor allem für die Vegetarier unter uns kommt Vitamin D in Nahrung nur in zu vernachlässigenden Mengen vor und wird in der Hauptsache über das Sonnenlicht aktiviert. Doch das ist in Deutschland in den Wintermontaten leider Mangelware.
 

Wie viel Vitamin D brauchst du?

Vor vier Jahren hob die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ihre Empfehlung für die Vitamin-D-Zufuhr ums Vierfache (!) an. Die amerikanischen Kollegen empfehlen sogar nochmal das Doppelte.
 
Während in skandinavischen Ländern Vitamin D völlig selbstverständlich bei Kindern und Erwachsenen substituiert wird, haben hierzulande 60 Prozent der Einwohner einen Vitamin-D-Mangel.
 
Ob du dazu gehörst, kannst du beim Hausarzt durch einen Bluttest bestimmen.
 
Hinweise geben Symptome wie

  • Müdigkeit
  • Schlappheit, Schwäche
  • depressive Verstimmungen
  • Infektanfälligkeit

 
Wenn du also morgens trotz ausreichend Schlaf nicht aus dem Bett kommst, den ganzen Tag über einfach nicht wach wirst, dich generell kraftlos und schlecht drauf fühlst, ist ein klärender Bluttest anzuraten.
 
Denn es ist auch im Winter nicht „normal“, ständig müde, schlapp und dauerkrank zu sein. Es kann schlicht und einfach an einem Vitamin-D-Mangel liegen.
 
 

#3 Frische Luft

Nicht nur wegen Vitamin D empfiehlt es sich, jeden Tag rauszugehen. Frische Luft macht dich auch entspannter, kreativer und leistungsfähiger. (Wie viele Kopfschmerzen hat mir ein Spaziergang bereits einfach so weggezaubert?)
 
Als Kind hat man es da irgendwie einfacher: Geht man nicht mindestens einmal am Tag raus, wird man spätestens nachmittags so zappelig, dass mit Sicherheit irgendwann irgendjemand sagt: „So, ab mit dir nach draußen!“ Als Erwachsene schickt einen leider niemand mehr auf den Spielplatz.😉
 
Deshalb müssen wir uns selbst dazu motivieren. Und das ist bei dem Schietwetter leider gar nicht so leicht.
 
Da bin ich mit meinen (noch jüngeren) Kindern im Vorteil: Ich muss raus. In jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter müssen die Kinder morgens in Kindergarten und Schule gebracht und nachmittags wieder abgeholt werden.
 
Hast du keine Kinder, Hunde oder andere Lebewesen, die dich zum Rausgehen zwingen, musst du kreativ werden.
 

Mittagsspaziergang

Wie wäre es zum Beispiel damit, während der Mittagspause einen kleinen Spaziergang zu machen? Wenn dein Ziel ein Ort ist, an dem es eine leckere Falafel gibt, laufen die Füße quasi von selbst.😃
 

Lüften

Auch zwischendrin kannst du für Frische sorgen, indem du spätestens alle 1,5 Stunden die Fenster aufreißt und Arbeitszimmer und Gehirn lüftest.
 
 

#4 Bewegung

Manchmal bin ich so sehr bei der Sache, dass ich alles um mich herum vergesse. Plötzlich ist es bereits mittags und, wenn ich so drüber nachdenke, habe ich den kompletten Vormittag ohne die kleinste Pause durchgearbeitet.
 
Auch wenn es schön ist, so dermaßen im Flow zu sein – über mehrere Stunden am Stück an einem Fleck zu sitzen, ist im Winter eher semigut. Der Kreislauf fährt runter, die Füße werden zu Eiszapfen und spätestens wenn die Finger völlig vor Kälte erstarrt sind, geht gar nichts mehr.
 
Besser ist es, immer mal wieder aufzustehen und ne kleine Runde in der Wohnung zu drehen. Ich pule mit Vorliebe kleine Legoteile vom Boden. Aber vielleicht hast du ja eine andere Idee.😉
 
 

Gesund durch den Winter im Homeoffice – Fazit

Der Zeitraum zwischen November und Februar ist physisch und psychisch eine echte Herausforderung. Es ist nass. Es ist kalt. Und es ist die meiste Zeit des Tages richtig dunkel.
 
Damit du wach, fit und gesund durch den Homeoffice-Winter kommst, können neben einem Vitamin-D-Check beim Hausarzt folgende Routinen helfen:

  • Morgens Wasserration für den Tag bereitstellen & andere Trinkroutinen
  • Nach je 1,5 Stunden konzentrierter Arbeit aufstehen, Zimmer lüften, großes Glas Wasser trinken und etwas bewegen
  • Mittags für eine halbe Stunde (bei jedem Wetter) rausgehen

 
 
Wie bleibst du im Winter gesund? Erzähl mir von deinen Tricks gerne im Kommentar!😃

12 großartige Dinge, die passieren, wenn du mit einem Online Business durchstartest

12 großartige Dinge, die passieren, wenn du mit einem Online Business durchstartest

Risiko. Scheitern. Finanzielle Katastrophen.

 

Du wirst schon mit allerlei Horrorszenarien konfrontiert, wenn du mit deinem eigenen Online Business durchstarten möchtest. Da ist die Rede von (digitalen) Produkten, die niemand haben will, von Kunden, die nicht bezahlen, oder gar von finanziellem Ruin … Doch lassen wir das für heute. Der Horrorgeschichten gibt es bereits zur Genüge.

 

Worüber viel zu wenig gesprochen wird, sind die großartigen Dinge, die passieren, wenn du mit deinem Online Business loslegst. Und genau das will ich jetzt tun.

 

1. Du wirst zur Ideenmaschine

Wenn du denkst, dass du dich auf deinen Lorbeeren ausruhen wirst, sobald du mit deinem eigenen Business startest, hast du wahrscheinlich falsch gedacht. Sobald du deine erste Idee umsetzt, werden andere Ideen nicht lange auf sich warten lassen. Es ist, als ob jemand vergessen hätte, den Hühnerstall zu schließen und nun die Ideen-Hühner völlig irre aus deinem Kopf fliegen. Eine Idee nach der anderen. Bei mir gab es einfach kein Halten mehr. Ich musste sogar nachts regelmäßig aufstehen, um mir meine Einfälle zu notieren – sonst wäre ich geplatzt! 😃

 

2. Du inspirierst andere

Es ist fast schon ein bisschen verrückt. Da hältst du eigentlich keine so großen Stücke auf dich, kämpfst mit Zweifeln oder gar Ängsten und dennoch wollen sich andere Menschen mit dir vernetzen und etwas von dir lernen. Ja, sobald du anfängst, den Großteil deines Wissens kostenlos weiterzugeben, wirst du andere mit deinen Ansichten magisch anziehen und inspirieren. Ich wiederhole: Inspirieren! Hast du eigentlich eine Vorstellung davon, wie toll das sich anfühlt?!

 

3. Du wirst großzügig

Ist es nicht großartig, dass Bloggerinnen und Blogger heutzutage so viel Wissen miteinander teilen und sich gegenseitig helfen? Ist es nicht einfach unglaublich, dass es so viele Webinare und E-Books gibt, aus denen du so wahnsinnig viel lernen kannst? All die kostenlosen Tools oder Plugins, die dein Leben so viel einfacher machen.

 

Auch du wirst, wenn du startest, großzügig das teilen, was du weißt. Und glaub mir: Es wird sich fantastisch anfühlen!

 

4. Du wirst zur Anpackerin

Es ist erstaunlich, dass das „Anpacken“-Mindset sich nicht nur auf dein Business beschränkt, sondern auch auf andere Bereiche überschwappt. Ob Selbstorganisation, Sport oder Kochen – nie war ich motivierter, Dinge anzupacken und zu verändern, als jetzt. Jede noch so kleine Gewohnheit prüfe ich auf Herz und Nieren, um noch produktiver zu arbeiten. Jedes Problem ist für mich nur da, um gelöst zu werden. Es gibt nichts mehr, was ich nicht schaffen könnte! Tschakka!

 

5. Du wirst zur Weltveränderin

Wenn du dein „Warum“ gefunden hast, kannst du dein Unternehmen zusätzlich auf ein neues Level bringen. Mein Warum? Ich möchte Frauen auf ihrem Weg zum eigenen Online Business begleiten, weil ich mir eine Welt wünsche, in der Frauen alles tun und lassen können, was sie wollen – ohne dass gesellschaftliche Zwänge oder frauenfeindliche Glaubenssätze ihnen ihr Leben diktieren. Wenn ich nur einer einzigen Frau dabei helfen kann, (finanziell) unabhängig zu werden, ist schon viel erreicht. Doch mein Ziel ist natürlich größer. Viel größer.😉

 

6. Du lernst, mit Feedback umzugehen

„Lass mich doch wissen, was du davon hältst …“ Ein Satz, den ich vor meinem Online Business niemals so gesagt hätte. Feedback. Kritik. Verbesserungsvorschläge – diese Worte haben mir früher die Haare im Nacken hochstehen lassen.

 

Die Erkenntnis, dass mein Online Business erst durch Feedback wachsen kann, war revolutionierend. Ich habe gelernt, dankbar für Feedback zu sein, und es als das anzusehen, was es ist: eine großartige Möglichkeit, mein Online Business auf das nächste Level zu bringen.

 

7. Du übernimmst Verantwortung

Ausreden. Ausflüchte. Entschuldigungen … Das alles funktioniert nicht mehr, wenn du mit deinem Online Business durchstartest. Es gibt genau eine Person, die für dein Online Business verantworlich ist, und die bist du! Auch wenn du irgendwann (virtuelle) Assistenten beschäftigst – es ist dein Business. Du bist die Chefin. Und du trägst zu jeder Zeit die Zügel in der Hand.

 

Habe ich früher eher auf gesellschaftliche Umstände oder einfach nur Pech geschimpft, weiß ich heute, dass ich für meinen beruflichen Erfolg selbst verantwortlich bin. Dieses Mindset ist so befreiend und motivierend zugleich.

 

8. Du wächst über dich hinaus

Wenn du mit einem Online Business auf Dauer erfolgreich sein möchtest, musst du vor allem eins tun: wachsen. Jeden Tag eignest du dir neues Wissen und neue Fähigkeiten an. WordPress, HTML, Mailchimp, Marketing … nur eine kleine Auswahl an Dingen, von denen ich noch vor zwei Jahren überhaupt keine Ahnung hatte.
Jeden Tag wirst du als Online Entrepreneurin deine Komfortzone verlassen und etwas Neues dazulernen.

 

9. Du verlierst deine Angst vor Fehlern

Bist du eine kleine Perfektionistin? Hast du ständig Angst, etwas falsch zu machen, und willst du bei deinen Entscheidungen lieber auf Nummer sicher gehen? Jupp. So war ich auch vor noch nicht allzu langer Zeit.

 

Wenn mich mein Online Business etwas gelernt hat, dann, dass es wichtig ist, etwas zu tun. Auch wenn Blogartikel, Produkte oder Webinare unperfekt sind, lässt du sie raus in die Welt und siehst zu, was passiert. Wer immer alles perfekt haben möchte, macht am Ende des Tages nämlich oft … genau: gar nichts.

 

Deshalb habe ich mir erlaubt, unperfekt zu sein, Fehler zu machen, ja sogar zu scheitern. Und weißt du, wie sich das anfühlt? Unglaublich befreiend!

 

10. Du begegnest tollen Menschen

Wie nett andere Bloggerinnen dich aufnehmen, könnte dich überraschen.

 

Arroganz? Missgunst? Konkurrenzdenken? Das war in meinem Fall völlig Fehlanzeige! Alle paar Tage schrieb mir jemand, dass sie schon auf meinen Blog gespannt sei, oder wünschte mir pünktlich zum Launch-Termin alles Gute.
Zudem fühlt es sich großartig an, sich mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Ziele verfolgen oder die gleichen Träume haben wie du.

 

11. Du wirst glücklich

Wenn dein Freiheitsbedürfnis größer ist als dein Bedürfnis nach Sicherheit, wird dir der Sprung in dein eigenes Business unglaubliche Glücksgefühle bescheren. Niemand, der dir sagt, was du zu tun hast. Niemand, der dir sagt, wann, wo, wie und wie lange du arbeiten sollst. Auch wenn zu Beginn das Geld knapp sein wird – diese Freiheit und Unabhängigkeit macht einfach unglaublich happy.

 

12. Du wirst nie wieder arbeiten

„Do what you love and you’ll never work a day in your life.“ Was sich wie ein schnulziger Spruch aus einem Poesie-Album anhört, ist wirklich wahr!

 

Natürlich sitze ich abends, wenn die Kinder schlafen, da und schreibe Newsletter, pflege Blogartikel ein oder optimiere meine Social-Media-Kanäle, aber – und das ist für mich das Entscheidende – es fühlt sich nicht wie Arbeit an. Es fühlt sich wie etwas an, das ich unbedingt tun will, und oft genug muss ich mich gegen Mitternacht zwingen, den Laptop zuzuklappen und schlafen zu gehen.

 

Fazit

Kreatitivität, Inspiration und Großzügigkeit, Motivation und Verantwortungsbewusstsein – dein Online Business ist die Chance für dich, als Mensch zu wachsen und persönlich weiterzuentwickeln. Dazu viele tolle Mitblogger und selbstbestimmtes Arbeiten. Das klingt nicht nur großartig …, das ist es auch.😃
Slow grow, slow blog, slow work – warum du bei deinem Online Business auf Langsamkeit setzen solltest

Slow grow, slow blog, slow work – warum du bei deinem Online Business auf Langsamkeit setzen solltest

Wie? Da hast du deinen Blog bereits vor vier Wochen gelauncht, aber er zieht kaum noch Leser an? Deine Blogartikel bekommen kaum Resonanz und werden nur ein, zwei Mal – wenn überhaupt! – geteilt?

 

Stell dir das mal vor: Du fängst an zu bloggen und hast bereits mehrere Tausend Leser, die deine Blogartikel zuverlässig kommentieren und sie auf den sozialen Netzwerken verbreiten. Klingt großartig?

 

Überleg noch mal genauer: Du startest mit deinem Blog und … weißt noch nicht, wie du richtig gute Überschriften schreibst. Du weißt nicht, wie die Beitragsbilder sein müssen, damit sie auf den sozialen Netzwerken die optimale Aufmerksamkeit erhalten. Du hast noch nicht „deine Stimme“ gefunden. Dein Themenspektrum ist möglicherweise noch zu weit. Du bist nicht gut genug positioniert. Du willst noch so einiges über WordPress lernen und Plugins testen. Du willst erfahren, wie deine Blogbeiträge struktiert sein müssen, damit sie Spannung erzeugen. Und deine Sidebar … Ja, die wolltest du ja auch noch dringend einrichten.

 

Willst du in dieser Phase wirklich bereits von einem großen Publikum gelesen werden? Willst du, dass jedes deiner Experimente, jedes deiner „Trial and Error“ von mehreren Tausenden Menschen verfolgt wird?

 

Klingt es da nicht entspannter, zusammen mit deinen Bloglesern zu wachsen? Schritt für Schritt das zu lernen, was deine Leser beschäftigt und was du ihnen geben kannst. … Dinge auszuprobieren und Formate zu testen, während nur eine überschaubare Anzahl von Menschen dir über die Schulter guckt … bis du dann nach einiger Zeit (und um viele Erfahrungen reicher!) ein größeres Publikum erreichst?

 

Social Media

Wie? Da bist du schon vier Wochen auf Twitter und hast immer noch 50 Follower? Deine Tweets erhalten kaum Interaktionen und die Accounts, die dir folgen, sind meist nur auf ein Follow-Back aus?

 

Stell dir das mal vor: Du richtest deinen Twitter-Account ein und sofort reißen sich 10 000 „echte“ Menschen darum, deine Follower zu werden. Sie faven, retweeten und replyen, was das Zeug hält und deine Tweets haben eine Reichweite von … naja, zumindest unvorstellbar vielen Menschen.☺️ Klingt großartig?

 

Überleg noch mal genauer: Du startest mit einem Social-Media-Kanal, den du bestenfalls vorher privat benutzt hast. Du weißt noch nicht genau, wem du folgen und was du faven oder retweeten sollst. Du kennst nicht den Unterschied zwischen einem Retweet und einem Zitat, und dass du in deinen Tweets andere Accounts taggen könntest, kommt dir erst nach einiger Zeit in den Sinn.

Du weißt noch nicht genau, was, wann und wie du am besten twitterst, und findest noch heraus, wie das mit den „unausgesprochen Regeln“ so geht. Du beobachtest, wie die Twitter-User es schaffen, in 140 Zeichen miteinander sinnvoll zu kommunzieren und zu netzwerken, während du noch übst, wie du pointiert formulierst …

 

Willst du in dieser Phase tatsächlich Abertausende von Menschen erreichen? Willst du, dass jedes deiner Twitter-Experimente für die halbe Twitter-Welt sichtbar ist?

 

Klingt es da nicht entspannter, zusammen mit deinen Followern zu wachsen? Schritt für Schritt das zu lernen, was das soziale Netzwerk ausmacht und was es zu beachten gilt? Dich im Twittern zu üben, verschiedene Planungstools zu testen, bis du dann nach einiger Zeit (und um einiges Wissen reicher!) zu den Twitter-Profis gehörst und ein größeres Publikum erreichst?

 

Newsletter

Wie – da verschickst du schon seit vier Wochen deinen Newsletter und hast immer noch eine Handvoll E-Mail-Abonnenten? Egal, was du machst – die Webseitenbesucher scheinen sich nicht die Bohne für deinen Newsletter zu interessieren. Und Rückmeldung auf deine Mails erhältst du erst recht nicht?

 

Stell dir das mal vor: In dem Moment, in dem du ein E-Mail-Optin einrichtest, tragen sich Zehntausende von Lesern ein, die es kaum abwarten können, von dir zu hören. Sie öffnen deine Mails und klicken auf die Links. Und wenn du eine Frage stellst, erhältst du unglaublich viele Antworten. Klingt großartig?

 

Überleg nochmal genauer: Du startest mit deinem E-Mail-Marketing, ohne auch nur jemals vorher einen Newsletter verfasst zu haben. Du hast keine Ahnung, wie Mailchimp funktioniert, du musst erst noch sämtliche Funktionen kennenlernen. Du weißt nicht, worauf es bei guten Newslettern überhaupt ankommt. Du bist noch unsicher, was du in deinen E-Mails schreiben sollst, wie du eine Beziehung zu deinen Lesern aufbaust, wie du sie ansprichst. Welche Details kannst du in Newslettern überhaupt verraten, welche solltest du tunlichst nicht ansprechen? In welchem Rhythmus soll der Newsletter überhaupt verschickt werden?

 

Willst du in dieser Phase tatsächlich Abertausende erreichen? Willst du, dass deine ersten grottigen Mails von zigtausend Menschen gelesen werden? Willst du deine E-Mail-Marketing-Erfahrungen wirklich vor solch einem großen Publikum sammeln?

 

Klingt es da nicht entspannter, zusammen mit deinen Newsletter-Abonnenten zu wachsen? Woche für Woche und Newsletter für Newsletter mehr zu lernen und besser zu schreiben? Sich Zeit zu nehmen, deine Leser kennenzulernen, herauszufinden, wie du ihnen helfen kannst, und sich mit ihnen zu verbinden … um dann 30 Newsletter später (und um viele Erfahrungen reicher!) eine größere Anzahl von Lesern mit deinen E-Mails zu begeistern?

 

Business

Wie? Da bist du schon seit vier Wochen mit deinem Blog online und hast immer noch kein eigenes digitales Produkt gelauncht? Du hast weder ein Webinar noch ein E-Book produziert, und deine eigene Mastermind-Gruppe hast du auch noch nicht auf die Beine gestellt?

 

Stell dir das mal vor: Sobald du mit deinem Blog startest, bringst du ein digitales Produkt auf den Markt. Aus deinem Blog wird über Nacht ein Blog Business und du wirst von einer Bloggerin zur Unternehmerin. Klingt großartig?

 

Überleg nochmal genauer: Du produzierst ein digitales Produkt, ohne genau zu wissen, was deine Zielgruppe braucht. Du hast keine Ahnung, welches Problem deine Leser haben und wie viel Geld sie für die Lösung ausgeben würden. Mit deinem Blog erreichst du noch wenige Menschen, und die Leser, die deinen Blog besuchen, haben – aufgrund der kurzen Zeit – noch kaum Vertrauen zu dir gefasst.

 

Willst du in dieser Phase tatsächlich ein digitales Produkt launchen? Wer sollte dein Produkt überhaupt kaufen?

 

Klingt es da nicht entspannter, dir mit der Entwicklung deines ersten digitalen Produkts Zeit zu lassen? Ganz in Ruhe zu lernen, zu testen, zu wachsen … die Bedürfnisse deiner Leser kennenzulernen, herauszufinden, für welches Produkt sie überhaupt Geld bezahlen würden … bis du dann nach einiger Zeit (und um viel Wissen reicher!) ein großartiges, perfekt auf die Wünsche deiner Zielgruppe zugeschnittenes, digitales Produkt in die digitale Welt entlässt?

 

Stopp.

 

Warum hast du es nur so eilig? Wo willst du denn hin?

 

Du musst nicht über Nacht erfolgreich werden!

Du musst nicht über Nacht zehntausend Follower haben!

Du musst nicht über Nacht fünfstellige Beträge verdienen!

 

Du hast alle Zeit der Welt!

 

Lass dich nicht von anderen Bloggern stressen und entscheide dich …

 

… für mehr Herzensprojekte!

… für mehr organisches Wachstum!

… für mehr Bauchgefühl und Intuition!

… für mehr Zeit und Raum fürs Lernen und Wachsen!

 

Wer ist dabei? 😉

8 Blogs, die du für dein Online Business kennen solltest

8 Blogs, die du für dein Online Business kennen solltest

Ist es nicht großartig, dass gerade immer mehr Frauen mit ihrem eigenen Online Business loslegen und die Business-Welt rocken? Ich kann jedenfalls nicht genug von all den tollen „Fempreneurs“ da draußen bekommen. 🙂

 

Heute möchte ich dir acht Blogs vorstellen, die du unbedingt kennen solltest, wenn du mit einem Online Business durchstarten willst.

Online Business

Falls du es mit deinem Online Business ernst meinst, solltest du unbedingt auf Melyssa Griffins Blog vorbeischauen. Melyssa hilft Entrepreneuren und Bloggern dabei, ein profitables Blog Business aufzubauen. Ihre Tipps und Strategien sind einfach Gold wert. Egal, ob du ein digitales Produkt erstellen oder die Zahl deiner E-Mail-Abonnenten vergrößern willst – bei Melyssa bist du definitiv an der richtigen Adresse!
Themen: Online Business, Social Media, Marketing

Erfolg

Auf deinem Weg zum Erfolg gibt es eine Abkürzung – und sie heißt Karin Wess. Karin ist sich sicher, dass Erfolg eine bewusste Entscheidung ist. Als Erfolgscoach trainiert sie deshalb deinen Ich-kann-alles-schaffen-Muskel oder zeigt dir, warum ein erfolgreiches Business kein Flirt ist. Wenn dich ihr Blog nicht zum Durchstarten motiviert, dann wird es niemand schaffen.😉
Themen: Erfolg, Business, Mindset

Mindset

Falls du für den Start deines Business einen „liebevollen Arschtritt“ brauchst, kannst du dich gerne an Carina wenden.😃 Auf ihrem Blog um180grad redet sie Tacheles und zeigt, wie wir uns bei unseren Plänen oft selbst im Wege stehen. Carina hat ein unglaubliches Gespür für verborgene Ängste und negative Glaubenssätze und wird dir mit Sicherheit das ein oder andere Aha-Erlebnis bescheren!
Themen: Mindset, Business, digitales Nomadentum

Webdesign 

Daniela Retzl hat eine Schwäche für schöne Webseiten.
Dass genau diese Schwäche auch ihre große Stärke ist, stellt sie auf ihrer eigenen Webseite unter Beweis. Auf Miss Webdesign bloggt Daniela über alles, was du wissen musst, wenn du selbst einen Blog betreiben willst. Ob Backup erstellen oder Google Fonts in WordPress einbinden – Daniela schafft es immer wieder, die komplexesten Sachverhalte in einfachen Worten darzustellen. Überzeug dich am besten selbst von ihrer Expertise!
Themen: Webdesign, WordPress, SEO

Design

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat den schönsten Blog im ganzen Land? Das wird wohl die liebe Anna Wassmer sein!

 

Der Blog der Neu-Berlinerin ist ein echter Hingucker. Zudem klärt Anna alle Design-Fragen, die frau bei ihrem Online Business so haben kann. Neugierig geworden? Dann schau schnell nach, was ein Brand Board ist oder wie du die verschiedenen Grafik-Dateiformate richtig anwendest.
Themen: Design, Branding, Social Media

Instagram

Stephanie Gilbert ist DIE Fachfrau für Instagram. Auf ihrem Blog Small Talk Social verrät sie dir, wie du eine Prop Box erstellst oder was du auf Instagram überhaupt posten kannst. Schau dir auch unbedingt ihren durchgestylten Instagram-Feed an. Diese Frau hat einfach Klasse!
Themen: Social Media, Marketing, Instagram

Social Media

Das Social-Media-Multitalent ist Anne Häusler von Blogchicks. Auch sie ist eine wahre Instagram-Expertin (gerade hat sie die Instagram-Challenge #MeettheBloggerDe veranstaltet), weiß aber auch bestens über Pinterest Bescheid. Ob Pinterest Rich Pins einrichten oder ein umwerfendes Instagram-Profil erstellen – bei Anne wird dir definitiv weitergeholfen.
Themen: Social Media, Bloggen, Fotografie

Marketing

Wie du deine Dienstleistung oder dein Produkt vermarktest, lernst du am besten bei Sandra Holze. Auf ihrem Blog weiht sie dich in ihre Marketing-Geheimnisse ein und gibt dir Tipps für dein E-Mail-Marketing oder wie du die ersten 1000 Facebook-Fans bekommst.
Übrigens: Sandra bietet regelmäßig kostenlose Webinare zu den Themen Bloggen, E-Mail-Marketing oder Facebook an und sie sind immer wieder klasse!
Themen: E-Mail-Marketing, Facebook, Bloggen
Kennst du noch mehr tolle Blogs von Frauen? Lass uns unten weiterquatschen!
Wie ich ultraproduktiv geworden bin (und wie du es mir nachmachen kannst)

Wie ich ultraproduktiv geworden bin (und wie du es mir nachmachen kannst)

Ich kenne sie noch gut … die unproduktiven Phasen.

Tage, an denen ich lustlos und unkonzentriert vor mich hin arbeitete, alle zwei Minuten die E-Mails checkte oder die Facebook-App öffnete. Tage, an denen die To-do-Liste länger wurde anstatt kürzer, und ich abends den Eindruck hatte, gar nichts, ja wirklich gar nichts richtig geschafft zu haben …

Doch diese Tage gehören für mich der Vergangenheit an. Zum Glück. Denn vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich eine Methode gefunden, wie ich ultraproduktiv arbeite. Ja, ich arbeite zur Zeit so effektiv und effizient, dass ich mir selbst ein wenig Angst mache.😃

Und heute möchte ich dich in mein Produktivitätsgeheimnis einweihen. Neugierig geworden? Dann los!

Effektivität vs. Effizienz

Bevor wir uns meinem Produktivitätsgeheimnis widmen, solltest du dir erst eine wichtige Unterscheidung klar machen, die mir selbst die längste Zeit meines Lebens unklar war: die Unterscheidung zwischen Effektivität und Effizienz.

Das Verständnis dieser beiden Begriffe ist essenziell, um produktiver arbeiten zu können. Ja, meine eigene Produktivitätskurve ist erst dann rapide in die Höhe gegangen, nachdem ich diese Unterscheidung wirklich verinnerlicht hatte.

Stell dir vor, du willst einen Baum fällen. Du bist dann effektiv, wenn du dein Ziel, den Baum zu fällen, erreichst. Ja, Effektivität bedeutet wirklich nichts anderes als das. Es ist völlig egal, wie lange du dafür benötigst und wie groß der Aufwand und die Ressourcen sind, die du verbrauchst – solange du wirksam bist, d.h. deinem Ziel immer ein Stückchen näher kommst, bist du auch als effektiv zu bezeichnen.

Vielleicht merkst du jetzt schon, dass Effektivität nicht alles sein kann. Du kannst nämlich effektiv sein und dabei ziemlich blöde vorgehen. Wenn du den Baum zum Beispiel mit einer Nagelfeile fällst, bist du auch effektiv – nur wird das Fällen höchstwahrscheinlich 20 Jahre dauern … Und hier kommt die Effizienz ins Spiel. Denn du willst ja dein Ziel nicht bloß irgendwann und irgendwie erreichen, sondern so smart und schnell wie möglich. Du willst den Aufwand und die Kosten so gering wie möglich halten und so wenige Ressourcen wie möglich verbrauchen. Mit anderen Worten: Du willst nicht nur effektiv, sondern auch effizient sein.

Wenn du produktiver arbeiten möchtest, muss du deshalb sowohl an deiner Effektivität als auch an deiner Effizienz ansetzen. Du brauchst also nicht (noch) mehr oder (noch) härter zu arbeiten, sondern nur smarter.

Und diesen smarten Weg habe ich für mich gefunden. Es ist ein Weg, mit dem ich

  • strategischer auf meine Ziele hinarbeite
  • meine Ziele schneller und und mit weniger Aufwand erreiche
  • und dabei fokussiert und konzentriert arbeite

5 Prinzipien

Mein Produktivitätsgeheimnis ist eine Kombination aus 5 Prinzipien.

Jedes einzelne dieser Prinzipien ist bereits bekannt und erprobt. Jedes einzelne dieser Prinzipien macht dich bereits um einiges produktiver. Doch erst in ihrer Kombination kommt es zu dieser unglaublichen Produktivätssteigerung, von der ich nicht ahnte, dass sie möglich ist.

Das Beste daran ist: Du kannst diese Kombination bereits heute übernehmen und für deine Ziele anwenden.

Legen wir nun endlich los.
 

1. The one thing

Das erste, was ich gemacht habe, ist mich von meinen To-do-Listen zu verabschieden. Und das war kein leichter Schritt. Wie habe ich es geliebt, Dinge von meiner To-do-Liste zu streichen oder Häkchen in Checklisten zu setzen! Doch jetzt führe ich (nahezu) keine To-do-Listen mehr und schaffe um einiges mehr. Wie das geht? Ganz einfach.

Es war eine Erkenntnis, die ich dem Buch „The one thing“ von Gary Keller verdanke:

Eine To-do-Liste ist einfach eine Auflistung der Dinge, die „noch zu tun“ sind. Nicht mehr und nicht weniger. Oben steht das, was mir zuerst eingefallen ist, und unten das, was mir zuletzt eingefallen ist. Wenn ich meine Zeit damit verbringe, To-do-Listen abzuarbeiten, habe ich am Ende des Tages vielleicht eine To-do-Liste abgearbeitet, aber meinem (großen) Ziel bin ich damit nicht näher gekommen.

Denn wenn ich ein bestimmtes Ziel erreichen möchte, bringt mir eine qualitativ ungeordnete To-do-Liste nichts.

Ein Beispiel
Für das erste halbe Jahr meines Blogs habe ich mir das Ziel gesetzt, 1000 E-Mail-Abonnenten zu bekommen. Welche Schritte sind notwendig, um das Ziel zu erreichen?

Mein altes Ich hätte sich eine meterlange To-do-Liste angelegt und notiert …

  • Influencer identifizieren
  • Influencer kontaktieren
  • Gastartikel schreiben
  • Thema für Freebie überlegen
  • Recherche für Freebie
  • Freebie produzieren
  • Landingpage für Freebie erstellen
  • Newsletterstrategie überlegen
  • Newsletter schreiben
  • in Mailchimp einarbeiten
  • Auf Social-Media-Kanälen präsent sein
  • ….

Wenn dein Tag auch nur 24 Stunden hat, ahnst du vielleicht, dass selbst der produktivste Mensch der Welt ziemlich beeindruckt von dieser To-do-Liste wäre. Schon beim bloßen Anblick stellt sich bei mir sofort ein Gefühl der Überforderung und der Abneigung ein. Wo soll ich bloß anfangen?

Mein neues Ich geht so vor: Anstatt mich gleich „in die Arbeit zu stürzen“, überlege ich, welche Handlung am wichtigsten ist.

„Aber halt“, denkst du dir vielleicht, „es sind doch viele Schritte notwendig, bis du 1000 E-Mail-Abonnenten erreichst.“ Ja, das stimmt. Es sind viele Dinge notwendig, um das Ziel „1000 E-Mail-Abonnenten“ zu erreichen, aber diese Schritte sind nicht zur selben Zeit gleich wichtig.

Die Herausforderung besteht darin, die Handlung zu identifizieren, die jetzt am wichtigsten ist, um deinem Ziel näher zu kommen. Ich wiederhole: Jetzt. In diesem Moment.

Hast du dieses „one thing“ identifiziert, wird diese Handlung für eine bestimmte Zeit deine Priorität sein. Ob für einen Tag, eine Woche oder einen Monat heißt das:

  • Du beginnst deinen Morgen mit deinem „one thing“. (Und ja: Du checkst nicht als erstes deine Mails oder deinen Twitter-Account. Du suchst nicht nach neuen Rezepten für Schokoladenkuchen …)
  • Den Großteil deiner Zeit widmest du deinem „one thing“.
  • Im Zweifel entscheidest du dich für dein „one thing“ …

Um nochmal zu meinem Beispiel zurückzukommen: Nach einigem Überlegen war mir für mein Ziel, 1000 E-Mail-Abonnenten zu bekommen, klar, dass „ein Freebie erstellen“ Priorität haben muss. Ohne überzeugendes Freebie machen Gastartikel nur halb so viel Sinn. Ohne Freebie sind E-Mail-Optins nicht sehr effektiv. Deshalb konnte nur das Freebie mein „one thing“ werden.

 

2. Das Parkinsonsche Gesetz

Mit dieser Erkenntnis ist bereits eine Meeeenge geschafft. Ja, ehrlich gesagt, ist es gar nicht so leicht, die – für den Moment – unwichtigen Handlungen zu eliminieren, bis nur noch die – für den Moment – wichtigste übrig bleibt. Das braucht strategisches Nachdenken und etwas Übung.

Hast du dein „one thing“ identifiziert, kannst du dir schonmal auf die Schulter klopfen. Du hast damit schon einiges für deine Effektivität getan! Doch wie du noch weißt, reicht Effektivität alleine nicht aus, um deine Ziele zu erreichen. Schließlich hast du sicherlich keine Lust, zehn Jahre deines Lebens deinem „one thing“ zu widmen. Nun geht es darum, zusätzlich deine Effizienz zu erhöhen. Und hier kommt das Parkinsonsche Gesetz ins Spiel.

Das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass die Arbeit sich in dem Maße ausdehnt, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht. Mit anderen Worten: Je mehr Zeit du dir gibst, um dein Ziel zu erreichen, desto länger benötigst du dafür auch.

Für dieses Phänomen gibt es eine ganz einfache Lösung: Begrenze deine Zeit.

Denke also nicht: „Ich mach jetzt einfach mal … Mal sehen, wie schnell ich fertig bin … Ich hab’s ja nicht eilig …“ Sondern setze dir ein ganz konkretes Datum als Deadline.

Ich plane gerne noch einen Puffer ein, setze mir aber grundsätzlich die Deadline so knapp wie nur möglich.

 

3. Das Pareto-Prinzip

Jetzt geht es darum, dass du diese Frist auch einhältst. Und das gelingt dir mit dem Pareto-Prinzip am besten. Das Pareto-Prinzip besagt, dass 80% der Ergebnisse mit 20% des Gesamtaufwands erreicht werden. Für die restlichen 20% der Ergebnisse brauchst du hingegen 80% des Gesamtaufwands.

Mit anderen Worten: Perfektionismus kostet dich Zeit. Viel Zeit.

Wenn es dir darum geht, deine Deadline einzuhalten (und damit effizient zu sein), solltest du aufhören, perfekte Ergebnisse liefern zu wollen. Done is better than perfect.

Behalte deshalb immer das große Bild im Auge und verschwende deine Zeit nicht damit, zehn verschiedene Pinktöne für deine Buttons oder zwanzig Schriftarten für deinen Text auszuprobieren …

 

4. Batching

Fassen wir nochmal zusammen:

  • Du hast dein „one thing“ identifiziert, um dein Ziel zu erreichen.
  • Du hast dir eine (knappe) Deadline gesetzt.
  • Du hast deinen Perfektionismus über Bord geworfen und gehst nach dem 80/20-Prinzip vor.

Jetzt kümmern wir uns darum, dass du deinen Aufwand möglichst gering hältst, d.h. nur so wenig Zeit wie nur möglich verbrauchst. Und das geht am besten mit der sogenannten Batching-Methode.

Der Begriff „Batching“ kommt von „to batch“ und bedeutet übersetzt „stapeln“. Hinter der Batching-Methode steht die Erkenntnis, dass wir Dinge viel schneller erledigen, wenn wir sie „schubweise verarbeiten“. So ist es beispielsweise um einiges effizienter, den Social-Media-Content für mehrere Wochen vorzuplanen, anstatt sich jeden einzelnen Morgen aufs Neue etwas zu überlegen. Oder sich eine Datenbank an relevanten Fotos anzulegen, anstatt bei jedem Blogartikel aufs Neue auf die Suche zu gehen.

Je mehr Aufgaben du am Tag zu erledigen planst, desto öfter musst du dich in diese Aufgaben reindenken. Das kostet jedesmal Zeit und nagt an deiner Effizienz. Deshalb ist es eine gute Idee, sich über einen längeren Zeitraum mit nur einer Aufgabe zu beschäftigen.

 

5. Störungen eliminieren

Vor etwa zehn Jahren haben Wissenschaftler der Uni London etwas Interessantes festgestellt: Der IQ eines Menschen wird durch den permanenten Eingang elektronischer Nachrichten stärker belastet als durch Kiffen. Mit anderen Worten: Wenn du nicht stoned arbeitest (wovon ich jetzt mal stark ausgehe 😉), dann solltest du es erst recht nicht mit einem ständig geöffneten Posteingang tun! Gleiches gilt natürlich für sämtliche Messengerdienste und Pushbenachrichtigung deiner sozialen Netzwerke. Stell. Sie. Ab.

Bis zu zehn IQ-Punkte verlierst du, wenn du vor dem Hintergrund der Plings und Plongs deiner elektronischen Nachrichten arbeitest! Von der Konzentration und dem Fokus auf dein „one thing“ ganz zu schweigen.

Wenn du nicht zufällig als Arzt in einer Notaufnahme tätig bist, musst du nicht permanent erreichbar sein. In den meisten Fällen reicht es vollkommen, ein bis zweimal am Tag die Mails zu checken.

Ach ja: Falls du – so wie ich – hin und wieder abends deinen Laptop nur zuklappst, anstatt ihn runterzufahren, denk daran, abends dein Mailprogram zu schließen sowie sämtlich Facebook-/Twitter-/Pinterest-Browsertabs. Dann wirst du am nächsten Morgen, wenn du dich vor deinen Laptop setzt, gar nicht erst in Versuchung geführt. 😉

 

Wie ich ultraproduktiv geworden bin – ein Fazit

Du musst nicht härter arbeiten, um deine Ziele zu erreichen, sondern nur smarter. Der smarte Weg setzt sowohl an der Effektivität als auch an der Effizienz an.

Um effektiver zu arbeiten, musst du dein „one thing“ finden. Jeden Tag oder jede Woche aufs Neue fragst du dich, was jetzt am wichtigsten ist, um dein Ziel zu erreichen. So wirst du viel wirksamer auf dein Ziel hinarbeiten.

Um effizienter zu werden, setzt du dir für die Erreichung deines Ziels eine (knappe) Deadline und gehst nach der 80/20-Methode vor. Wenn du die Aufgaben auch noch stapelweise abarbeitest, d.h. gleiche Dinge in einem Rutsch erledigst, und Störungen konsequent eliminierst, gibt es für dich schon bald kein Halten mehr. 😃

Lass uns in den Kommentaren weiterquatschen!