Mach! Es! Jetzt! 10 Tipps gegen Aufschieberitis

Mach! Es! Jetzt! 10 Tipps gegen Aufschieberitis

Manchmal, wenn ich dringend meine Plugins updaten sollte, schreibe ich einen Blogartikel über Prokrastination. Klingt seltsam? Das ist es auch.
 
Und doch bin ich mir sicher, dass du das auch kennst: Aufgaben auf später vertagen. Wieder mal die Snooze-Taste drücken. Einen Termin im Kalender per Drag & Drop auf den nächsten Tag schieben …

Aufschieberitis beschreibt das weit verbreitete Phänomen, notwendige Aufgaben auf den letzten Drücker zu erledigen oder wichtige Entscheidungen auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Dabei ist Aufschieberitis nicht an sich gut oder schlecht. Produktivitätsgurus müssen jetzt stark sein, aber Aufschieberitis kann durchaus auch Vorteile haben. So soll (moderates) Aufschieben sich z.B. positiv auf Kreativität auswirken.
 
Zum Problem wird Aufschieberitis dann, wenn ein Leidensdruck hinzukommt, und genau dann spricht man streng genommen erst von Prokrastination.
 
In diesem Artikel möchte ich dir 10 Tipps geben, mit denen du der Aufschieberitis oder Prokrastination oder wie auch immer du es nennst, wenn du nix gebacken bekommst, ein für alle Mal ein Schnippchen schlägst.
 
Legen wir am besten gleich los.😉
 
 

10 Strategien gegen Aufschieberitis

 

#1 Der 5-Minuten-Trick für unangenehme Aufgaben

Bei Thomas Mangold entdeckt und für extrem hilfreich befunden. Manchmal, wenn ich so gar keine Lust auf eine Aufgabe habe, sage ich mir:
 

„Ich mache es nur fünf Minuten.“

 
Dieser Satz hilft mir, mit der Aufgabe überhaupt erst anzufangen. Denn hey – fünf Minuten hören sich verdammt kurz an. Und breche ich mir einen Zacken aus der Krone, wenn ich mich fünf Minuten mit etwas beschäftige? Nein.
 
Der Trick ist, dass es bei diesen fünf Minuten eigentlich nie bleibt. Ist die Starthürde erstmal genommen, bringe ich diese Aufgabe meist auch zu Ende. In der Regel merke ich es noch nicht einmal, wenn die fünf Minuten um sind. 😉
 
 

#2 Die SMART-Formel für abstrakte Ziele

Manchmal schieben wir eine Aufgabe auf, weil wir gar nicht wissen, wo wir anfangen sollen. Das sind meist Ziele, die viel zu groß, viel zu vage und abstrakt formuliert sind. Wenn du noch ein Blogger-Frischling bist, ist vermutlich selbst das Ziel „einen Blogartikel veröffentlichen“ noch zu weit gefasst.
 
Solch großen Ziele brichst du deshalb am besten auf kleinere SMARTe Aufgaben runter. Die SMART-Formel kommt aus dem Projektmanagement und besagt, dass deine Aufgabe
 
Spezifisch
Messbar
Ansprechend
Realistisch und
Terminiert

 
sein sollte, damit du sie auch tatsächlich umsetzten kannst.
 
So wird der Vorsatz „einen Blogartikel veröffentlichen“ in kleine, konkrete Häppchen umgewandelt wie:
 
Am Montag möchte ich
• das Thema für den Blogartikel festlegen
• zehn Blogartikel zu dem Thema querlesen
• Struktur meines Textes erstellen
 
Am Dienstag möche ich
• 1000 Wörter schreiben
• die Beitragsgrafik erstellen
 
Am Mittwoch möchte ich
• …
 
Klingt doch schon gleich viel machbarer, oder? 😃
 
Ein ähnlicher Ansatz geht übrigens davon aus, dass deine Aufgabe AROMA haben sollte.
 
Sie muss
 
Aussagefähig
Realistisch
Objektiv
Messbar und
Annehmbar

 
sein.
 
Aroma. 😂 😂 😂
(Entschuldigung.)
 
 

#3 Automatisieren für unliebsame, wiederkehrende Aufgaben

Wer sagt eigentlich, dass du immer alles selbst erledigen musst?
 
Unliebsame Aufgaben, die regelmäßig anfallen und dich jedes Mal aufs Neue viel Überwindung kosten, sind gute Kanditaten fürs Automatisieren. Deine Zeit ist doch viel zu wertvoll für Aufgaben, die dir graue Haare bereiten und die genauso gut auch ein Plugin oder Tool erledigen könnte.
 
Backups zum Beispiel lassen sich perfekt durch ein Plugin automatisieren. Was freue ich mich immer auf die Mail, die mir mitteilt, dass alles gesichert ist!😉
 
 

#4 Kalendereinträge für besonders wichtige Aufgaben

Manchmal reicht es schon, besonders wichtige Aufgaben in den Kalender einzutragen und sich daran erinnern zu lassen.
 
Funktioniert natürlich nicht, wenn jede einzelne Aufgabe in den Kalender eingetragen wird, sondern diese Strategie wirklich nur für besonders wichtige Aufgaben reserviert bleibt.
 
 

#5 Versuchungen eliminieren für alle Arten von Aufgaben

Jedes Mal, wenn du eigentlich eine wichtige Aufgabe erledigen solltest, machst du stattdessen …?
 
Wenn du deinen wunden Punkt kennst, kannst du gezielt gegenwirken und die entsprechende Störung eliminieren. Schalte dein Smartphone in den Flugmodus, trenne deinen Computer mit dem WLAN, schließe Posteingänge oder deinstalliere gleich die Apps, die dich in Versuchung führen.
 
 

#6 Batching für gleichartige Aufgaben

Das Schwierigste ist für dich das Anfangen – bist du aber erstmal dabei, gibt es für dich kein Halten mehr? Dann bist du die perfekte Kanditatin fürs Batching.
 
Batching heißt, dass du gleiche Aufgaben in einem Rutsch erledigst.
 
Anstatt dich also jede Woche aufs Neue mit viel Anstregnung dazu zu motivieren, einen neuen Artikel für deinen Blog zu schreiben, reservierst du dir zwei, drei Tage und schreibst die nächsten vier Blogartikel in einem Rutsch. So nutzt du deinen Flow optimal aus und hast die nächsten Wochen den Kopf frei für andere Dinge.
 
 

#7 Tiny habits für langfristige Ziele

Ein spannender Ansatz gegen Aufschieberitis ist das Konzept der Tiny Habits, das BJ Fogg entwickelt hat. Es eignet sich vor allem für langfristige, eher einschüchternde Ziele wie „gesünder leben“ oder „mehr Sport“ machen. Oder auch „einen Roman schreiben“.
 
Fogg geht davon aus, dass der Schlüssel, große Ziele zu erreichen, nicht so sehr in unserer fehlenden Motivation liegt, sondern viel mehr in unseren Gewohnheiten. Deshalb empfiehlt er, große Ziele auf mehrere kleine Gewohnheiten runterzubrechen – und zwar so lächerlich klein, dass es für uns kaum Mühe bereitet, sie umzusetzen:
 
„Jedes Mal, wenn ich aufs Klo gehe, mache ich danach einen Sit-up.“, „Jedes Mal, wenn ich die Spülmaschine ausräume, nehme ich meine Vitamine.“, „Jedes Mal, wenn ich einen Newsletter lese, schreibe ich zwei Sätze für meinen Roman.“, „Jedes Mal, wenn ich …, räume ich einen Gegenstand auf meinem Schreibtisch auf.“ oder kurz:
 

„Jedes mal, wenn ich [Trigger], mache ich [neue Gewohnheit].“

 
Entscheidend bei dem Konzept der Tiny Habits sind also drei Schritte:
• dein großes, einschüchterndes Ziel in Mini-Gewohnheiten runterbrechen
• die neue Mini-Gewohnheit mit einer Handlung zu verbinden, die du sowieso schon täglich ausübst
• das „Feiern“ nach jeder erfolgreichen Wiederholung („Hey, das war großartig!“) – mein Lieblingsteil 😂
 
Hast du eine Gewohnheit etabliert (das dauert etwa vier Wochen), kannst du noch eine Schippe drauflegen, und zwei Sit-ups machen oder vier Sätze für deinen Roman schreiben. 😉
 
 

#8 Eat the frog für unangenehme Aufgaben

Apropos Gewohnheiten: Für manche Aufgaben ist unsere Motivation eigentlich niemals hoch genug, oder? Da hilft nur das von Mark Twain inspirierte Ritual „Eat the frog“.
 

Mache es dir deshalb zur Gewohnheit, deinen Arbeitstag mit einer unangenehmen Aufgabe zu beginnen – und zwar täglich. Hast du bereits einen Stapel Rechnungen bezahlt, mit einem nervigen Menschen telefoniert oder ein Dokument für deine Steuererklärung zusammengesucht, kann dir keiner mehr was. (Und der Tag kann dann eigentlich nur noch besser werden.😉)
 
 

#9 Die „One Thing“-Methode für langfristige Ziele

Ich mag den Eat the Frog übrigens nicht so gerne. Lieber beginne ich meinen Arbeitstag mit meinem One Thing. Die „One Thing“-Methode von Gary Keller ist eine Strategie für große, langfristige Ziele, die man gerne so vor sich herschiebt.
 

„Ich will endlich ein Buch schreiben.“

 
oder
 

„Ich will mich in Photoshop einarbeiten.“

 
Bei der „One Thing“-Methode geht es darum, die wichtigste Aufgabe zu identifizieren, die dich deinem Ziel näher bringt, und den Tag konsequent mit dieser Aufgabe zu beginnen. So kommst du deinem Ziel täglich ein kleines bisschen näher.
 
Mein „One Thing“ ist übrigens, jeden Tag 500 Wörter zu schreiben (egal was). Das hilft mir nicht nur, produktiv zu sein und Schreibblockaden vorzubeugen. Mit dieser Methode habe ich tatsächlich auch ein langfristiges Ziel erreicht und mein erstes digitales Produkt erstellt.
 
 

#10 Monats- oder Jahreszeitenwechsel für selten anfallende Aufgaben

Monats- oder Jahreszeitenwechsel sind ein guter Trigger, um eher selten anfallende Aufgaben zu erledigen oder sich den Aufgaben zu widmen, die im Alltag eher liegenblieben.
 
Am letzten Tag jeden Monats ist bei mir beispielsweise ein umfassendes Update aller Plugins und des Themes fällig. (Ok, öfter wäre sicherlich noch besser.) Am ersten jeden Monats erstelle ich die Blogstatistiken für den letzten Monat und notiere Sitzungen, Besucher, Newsletter-Abonnenten und Social-Media-Follower. Am Anfang eines jeden Vierteljahres werden die nächsten 90 Tage geplant.
 
Ebenfalls eine gute Idee: den Frühling für einen umfangreichen Frühjahrsputz auf dem Blog nutzen, so wie es beispielsweise Daniela von Misswebdesign macht.
 
 
Und zum Schluss bleibt mir selbstverständlich nur eine einzig mögliche Frage: Leidest du auch dann und wann an Aufschieberitis oder haben deine Ziele schon AROMA?😉
 

5 Videos für mehr Inspiration (für Blogger, Entrepreneure und andere Kreative)

5 Videos für mehr Inspiration (für Blogger, Entrepreneure und andere Kreative)

Weißt du, wie ich meine Inspirations-Motivations-Produktivitäts-Durchhänger am liebsten bekämpfe?

Mit TED-Talks.

Jetzt mal ernsthaft: Diese kurzen, informativen, rhetorisch genialen, mal unglaublich lustigen, mal nachdenklich stimmenden Vorträge sind einfach ideal für die Mittagspause zwischendurch oder das Binge-Watching am Abend.

Sie sind der perfekte letzter Anschubser und Tritt in den Allerwertesten.

Fünf meiner absoluten Lieblings-Inspirations-Videos (darunter vier der besagten TED-Talks) zum Durchstarten habe ich nun in einem Blogartikel vereint.

 

1. Do you dare to dream?

 
Wagst du es zu träumen? Was etwas esoterisch daherkommt, ist in Wirklichkeit ein tolles Video über Komfortzonen.
 
Du weißt schon … dieser Bereich des Lebens, in dem wir es uns alle so mit Keksen und Decke gemütlich gemacht haben, und den wir nur ausnahmsweise mal verlassen. (Meistens, weil wir es müssen – und nicht, weil wir es selbst unbedingt wollen.)
 
Wenn du schon immer mal tiefer in das Konzept der „Komfortzone“ eintauchen wolltest, hier ist deine Chance. In diesem kurzen, informativen Video erfährst du, was Komfortzonen ausmacht und warum du sie unbedingt verlassen solltest, um deine Ziele zu erreichen.
 
Take-away-Message: „What you don’t decide, others will decide for you.“
 
Perfekt für: Durchstarterinnen, die Ängste und Zweifel plagen („Was, wenn etwas schiefgeht?“, „Was, wenn ich mich lächerlich mache?“, „Was werden die Leute sagen, wenn …?“)

2. Start with why

 

Dieser TED-Talk von Simon Sinek ist der Klassiker für Entrepreneure schlechthin.

Falls dieses Video tatsächlich bisher an dir vorbeigangen sein soll, solltest du es dir unbedingt anschauen. Falls du es bereits kennst, schadet ein zweiter Durchgang keinesfalls.😉 Ich kann jedenfalls gar nicht mehr zählen, wie oft ich dieses Video gesehen habe.

 

Worum es geht? Um nichts Geringeres als den Schlüssel zum Erfolg. Simon Sinek hat nämlich herausgefunden, dass inspirierende, erfolgreiche Menschen und Unternehmen – sei es nun Apple oder Martin Luther King – auf eine ganz bestimmte Art und Weise kommunizieren: Sie beginnen mit ihrem „Warum“.

 

Take-away-Message: „People don’t buy what you do, they buy why you do it.“

 

Perfekt für: Durchstarterinnen mit einer Vision

3. Inside the mind of a master procrastinator

 

Tim Urban ist der Profi unter den Prokrastinierern.

 

Statt sich seiner Master-Thesis zu widmen, verbringt er seine Zeit viel lieber damit, sich YouTube-Videos von Justin Biebers Mutter anzugucken oder bei Google Earth ein Gefühl für Indien zu bekommen, um dann drei Tage vor der Deadline eine 90-seitige wissenschaftliche Arbeit aus dem Ärmel zu schütteln.

 

Doch so lustig der TED-Talk beginnt, so bitterernst wird es dann zum Schluss: Dann nämlich, wenn Tim Urban beschreibt, wie jeder von uns sein persönliches Glück prokrastiniert. Und der „Lebenskalender“, den er in der letzten Minute seines Vortrags präsentiert, lässt einen nachdenklich zurück.

 

Take-away-Message: „Everyone ist procrastinating on something in life.“

 

Perfekt für: Durchstarterinnen, die die Erfüllung ihrer Träume gewohnheitsmäßig auf später verschieben

4. The Power of Introverts

 

Dieser TED-Talk wurde bereits über 5 Millionen mal auf YouTube angeguckt – zurecht.

 

Was Susan Cain in ihrer ruhigen, unaufgeregten Art beweist, ist, dass du keine Rampensau sein musst, um kreativ, produktiv und erfolgreich zu sein. Ganz im Gegenteil: Introvertierte Menschen sind gegenüber Extrovertierten sogar im Vorteil, weil sie für sich sein können – eine der Bedingungen für geniale Einfälle, ausgeklügelte Ideen und einzigartige Lösungen.

 

Wenn du noch mit deiner Introversion haderst, ist das der richtige TED-Talk für dich.

 

Take-away-Message: „When it comes to creativity and to leadership we need introverts.“

 

Perfekt für: Introvertierte Durchstarterinnen, die noch etwas Zuspruch benötigen

5. The happy secret to better work

 

Das Beste hab ich mir zum Schluss aufgehoben.

Dieses Video ist der wahrscheinlich witzigste TED-Talk aller Zeiten. Das liegt nicht zuletzt an dem grandiosen Shawn Achor, der geschickt den Bogen von einem Baby-Einhorn über gefakte Statistiken und seinem Schwager Bobo zur Formel für Glück und Erfolg spannt.

 

Laut Shawn Achor geht die Formel „Wenn ich härter arbeite, werde ich erfolgreich. Und wenn ich erfolgreicher werde, werde ich glücklich.“ nicht auf.

 

Wie Glück und Erfolg stattdessen zusammenhängen?

 

Schau dir das Video an! Es könnte deine Sicht der Dinge revolutionieren.😉

 

Take-away-Message: „Not the reality shapes us, but the lens through which our brain views the world shapes our reality.“

 

Perfekt für: Durchstarterinnen, die erfolgreich UND glücklich mit ihrem Online Business werden wollen
Welche TED-Talks, die frau unbedingt gesehen haben muss, habe ich vergessen?
Ich freue mich wie immer auf deinen Kommentar!
Slow grow, slow blog, slow work – warum du bei deinem Online Business auf Langsamkeit setzen solltest

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Wie? Da hast du deinen Blog bereits vor vier Wochen gelauncht, aber er zieht kaum noch Leser an? Deine Blogartikel bekommen kaum Resonanz und werden nur ein, zwei Mal – wenn überhaupt! – geteilt?

 

Stell dir das mal vor: Du fängst an zu bloggen und hast bereits mehrere Tausend Leser, die deine Blogartikel zuverlässig kommentieren und sie auf den sozialen Netzwerken verbreiten. Klingt großartig?

 

Überleg noch mal genauer: Du startest mit deinem Blog und … weißt noch nicht, wie du richtig gute Überschriften schreibst. Du weißt nicht, wie die Beitragsbilder sein müssen, damit sie auf den sozialen Netzwerken die optimale Aufmerksamkeit erhalten. Du hast noch nicht „deine Stimme“ gefunden. Dein Themenspektrum ist möglicherweise noch zu weit. Du bist nicht gut genug positioniert. Du willst noch so einiges über WordPress lernen und Plugins testen. Du willst erfahren, wie deine Blogbeiträge struktiert sein müssen, damit sie Spannung erzeugen. Und deine Sidebar … Ja, die wolltest du ja auch noch dringend einrichten.

 

Willst du in dieser Phase wirklich bereits von einem großen Publikum gelesen werden? Willst du, dass jedes deiner Experimente, jedes deiner „Trial and Error“ von mehreren Tausenden Menschen verfolgt wird?

 

Klingt es da nicht entspannter, zusammen mit deinen Bloglesern zu wachsen? Schritt für Schritt das zu lernen, was deine Leser beschäftigt und was du ihnen geben kannst. … Dinge auszuprobieren und Formate zu testen, während nur eine überschaubare Anzahl von Menschen dir über die Schulter guckt … bis du dann nach einiger Zeit (und um viele Erfahrungen reicher!) ein größeres Publikum erreichst?

 

Social Media

Wie? Da bist du schon vier Wochen auf Twitter und hast immer noch 50 Follower? Deine Tweets erhalten kaum Interaktionen und die Accounts, die dir folgen, sind meist nur auf ein Follow-Back aus?

 

Stell dir das mal vor: Du richtest deinen Twitter-Account ein und sofort reißen sich 10 000 „echte“ Menschen darum, deine Follower zu werden. Sie faven, retweeten und replyen, was das Zeug hält und deine Tweets haben eine Reichweite von … naja, zumindest unvorstellbar vielen Menschen.☺️ Klingt großartig?

 

Überleg noch mal genauer: Du startest mit einem Social-Media-Kanal, den du bestenfalls vorher privat benutzt hast. Du weißt noch nicht genau, wem du folgen und was du faven oder retweeten sollst. Du kennst nicht den Unterschied zwischen einem Retweet und einem Zitat, und dass du in deinen Tweets andere Accounts taggen könntest, kommt dir erst nach einiger Zeit in den Sinn.

Du weißt noch nicht genau, was, wann und wie du am besten twitterst, und findest noch heraus, wie das mit den „unausgesprochen Regeln“ so geht. Du beobachtest, wie die Twitter-User es schaffen, in 140 Zeichen miteinander sinnvoll zu kommunzieren und zu netzwerken, während du noch übst, wie du pointiert formulierst …

 

Willst du in dieser Phase tatsächlich Abertausende von Menschen erreichen? Willst du, dass jedes deiner Twitter-Experimente für die halbe Twitter-Welt sichtbar ist?

 

Klingt es da nicht entspannter, zusammen mit deinen Followern zu wachsen? Schritt für Schritt das zu lernen, was das soziale Netzwerk ausmacht und was es zu beachten gilt? Dich im Twittern zu üben, verschiedene Planungstools zu testen, bis du dann nach einiger Zeit (und um einiges Wissen reicher!) zu den Twitter-Profis gehörst und ein größeres Publikum erreichst?

 

Newsletter

Wie – da verschickst du schon seit vier Wochen deinen Newsletter und hast immer noch eine Handvoll E-Mail-Abonnenten? Egal, was du machst – die Webseitenbesucher scheinen sich nicht die Bohne für deinen Newsletter zu interessieren. Und Rückmeldung auf deine Mails erhältst du erst recht nicht?

 

Stell dir das mal vor: In dem Moment, in dem du ein E-Mail-Optin einrichtest, tragen sich Zehntausende von Lesern ein, die es kaum abwarten können, von dir zu hören. Sie öffnen deine Mails und klicken auf die Links. Und wenn du eine Frage stellst, erhältst du unglaublich viele Antworten. Klingt großartig?

 

Überleg nochmal genauer: Du startest mit deinem E-Mail-Marketing, ohne auch nur jemals vorher einen Newsletter verfasst zu haben. Du hast keine Ahnung, wie Mailchimp funktioniert, du musst erst noch sämtliche Funktionen kennenlernen. Du weißt nicht, worauf es bei guten Newslettern überhaupt ankommt. Du bist noch unsicher, was du in deinen E-Mails schreiben sollst, wie du eine Beziehung zu deinen Lesern aufbaust, wie du sie ansprichst. Welche Details kannst du in Newslettern überhaupt verraten, welche solltest du tunlichst nicht ansprechen? In welchem Rhythmus soll der Newsletter überhaupt verschickt werden?

 

Willst du in dieser Phase tatsächlich Abertausende erreichen? Willst du, dass deine ersten grottigen Mails von zigtausend Menschen gelesen werden? Willst du deine E-Mail-Marketing-Erfahrungen wirklich vor solch einem großen Publikum sammeln?

 

Klingt es da nicht entspannter, zusammen mit deinen Newsletter-Abonnenten zu wachsen? Woche für Woche und Newsletter für Newsletter mehr zu lernen und besser zu schreiben? Sich Zeit zu nehmen, deine Leser kennenzulernen, herauszufinden, wie du ihnen helfen kannst, und sich mit ihnen zu verbinden … um dann 30 Newsletter später (und um viele Erfahrungen reicher!) eine größere Anzahl von Lesern mit deinen E-Mails zu begeistern?

 

Business

Wie? Da bist du schon seit vier Wochen mit deinem Blog online und hast immer noch kein eigenes digitales Produkt gelauncht? Du hast weder ein Webinar noch ein E-Book produziert, und deine eigene Mastermind-Gruppe hast du auch noch nicht auf die Beine gestellt?

 

Stell dir das mal vor: Sobald du mit deinem Blog startest, bringst du ein digitales Produkt auf den Markt. Aus deinem Blog wird über Nacht ein Blog Business und du wirst von einer Bloggerin zur Unternehmerin. Klingt großartig?

 

Überleg nochmal genauer: Du produzierst ein digitales Produkt, ohne genau zu wissen, was deine Zielgruppe braucht. Du hast keine Ahnung, welches Problem deine Leser haben und wie viel Geld sie für die Lösung ausgeben würden. Mit deinem Blog erreichst du noch wenige Menschen, und die Leser, die deinen Blog besuchen, haben – aufgrund der kurzen Zeit – noch kaum Vertrauen zu dir gefasst.

 

Willst du in dieser Phase tatsächlich ein digitales Produkt launchen? Wer sollte dein Produkt überhaupt kaufen?

 

Klingt es da nicht entspannter, dir mit der Entwicklung deines ersten digitalen Produkts Zeit zu lassen? Ganz in Ruhe zu lernen, zu testen, zu wachsen … die Bedürfnisse deiner Leser kennenzulernen, herauszufinden, für welches Produkt sie überhaupt Geld bezahlen würden … bis du dann nach einiger Zeit (und um viel Wissen reicher!) ein großartiges, perfekt auf die Wünsche deiner Zielgruppe zugeschnittenes, digitales Produkt in die digitale Welt entlässt?

 

Stopp.

 

Warum hast du es nur so eilig? Wo willst du denn hin?

 

Du musst nicht über Nacht erfolgreich werden!

Du musst nicht über Nacht zehntausend Follower haben!

Du musst nicht über Nacht fünfstellige Beträge verdienen!

 

Du hast alle Zeit der Welt!

 

Lass dich nicht von anderen Bloggern stressen und entscheide dich …

 

… für mehr Herzensprojekte!

… für mehr organisches Wachstum!

… für mehr Bauchgefühl und Intuition!

… für mehr Zeit und Raum fürs Lernen und Wachsen!

 

Wer ist dabei? 😉

23 Zitate, die dich zum Durchstarten inspirieren werden – Teil 2

23 Zitate, die dich zum Durchstarten inspirieren werden – Teil 2

Ja, ja, ich gebe es ja schon zu: Ich ein Inspirationszitatjunkie.😃

Ich sammle Zitate wie andere Leute Briefmarken. (Obwohl … sammeln Menschen überhaupt noch Briefmarken?!)

Nachdem ich vor zwei Wochen damit gestartet bin, gibt es heute nun den zweiten Teil meiner Lieblingsinspirationszitate.

Don't look back, you're not going that way

„Don’t look back. You’re not going that way.“ • Unbekannt

You always have a choice

„You always have a choice.“ • Unbekannt

No one is you and that is your power

„No one is you and that is your power“ • Unbekannt

Be bold or italic, never regular.

„Be bold or italic never regular.“ • Unbekannt

Be the best version of you

„Be the best version of you.“ • Unbekannt

If you are lucky enough to be different, don't ever change

„If you’re lucky enough to be different, don’t ever change.“ • Unbekannt

Making mistakes is better than faking perfections

„Making mistakes is better than faking perfections.“ • Unbekannt

In order to be irreplaceable, one must always be different

„In order to be irreplaceable, one must always be different.“ • Unbekannt

Above all be the heroine_2

„Above all, be the heroine of your life, not the victim.“ • Nora Ephron

Stop acting so small, you are the universe_rumi

„Stop acting so small. You are the universe in ecstatic motion.“ • Rumi

Create a life that feels good on the inside, not one that just looks good on the outside

„Create a life that feels good on the inside not one that just looks good on the outside.“ • Unbekannt

Enjoy the little things

„Enjoy the little things.“ • Unbekannt

Find something you like and do it forever

„Find something you like and do it forever.“ • Unbekannt

Instead of planning when your next vacation is, maybe you should setup a life you don't need to escape from

„Instead of wondering when your next vacation is, maybe you should set up a life you don’t need to escape from.“ • Seth Godin

When nothing goes right, go left

„When nothing goes right … go left.“ • Unbekannt

Carpe that fucking diem

„Carpe that fucking diem“ • Unbekannt

It's only by saying no that you can concenrate on the things that are really important

„It’s only by saying ‚no‘ that you can concentrate on the things that are really important.“ • Steve Jobs

Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit reif ist

„Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit reif ist.“ • Unbekannt

Your life unfolds in proportion to your courage

„Your life unfolds in proportion to your courage.“ • Unbekannt

If it's both terrifying and amazing then you should definitely pursue it_erada

„If it’s both terrifying and amazing then you should definitely pursue it.“ • Erada

May your choices reflect your hopes not your fears

„May your choices reflect your hopes, not your fears.“ • Nelson Mandela

If your dreams don't scare you they are not big enough

„If your dreams don’t scare you they’re not big enough.“ • Unbekannt

You mustn't be afraid to dream a little bigger, darling_Inception

„You musn’t be afraid to dream a little bigger, darling.“ • Inception

Jetzt bist du an der Reihe! Verrate mir deinen Inspirationszitat-Liebling in deinem Kommentar!

50+ Ideen für mehr Inspiration (für Blogger, Autoren und andere Kreative)

50+ Ideen für mehr Inspiration (für Blogger, Autoren und andere Kreative)

Wenn du hoffst, dass dir dieser Artikel zeigen wird, wie du trotz knapp werdender Deadline einen hochwertigen Text aufs Papier bringst – dann kannst du jetzt aufhören zu lesen.

So ein Blogpost wird das hier nicht.

Inspiration ist nämlich kein beliebiger Lifehack, den du praktischerweise einsetzen kannst, wenn du eine Deadline verpennst.

Inspiration ist eine Lebenseinstellung.

Es geht nicht darum, auf Knopfdruck ein Maximum an Inspiration zu erhalten, sondern darum, gar nicht erst aus der Inspiration zu kommen …

Und das ist gar nicht so schwer, wie sich das anhören mag.

Inspiration ist kein Hexenwerk. Inspiration ist ein zartes Pflänzchen, das täglich gehegt und gepflegt werden muss. Und zwar von dir allein.

Jeden einzelnen Tag kannst du etwas dafür tun, damit du inspiriert bleibst. Da jede Kleinigkeit zählt, habe ich für dich über fünfzig „Kleinigkeiten“ gesammelt …

Bist du bereit? Also los!

1. Umgebe dich mit inspirierenden Menschen

Wusstest du, dass du der Durchschnitt der 5 Menschen bist, mit denen du dich am meisten umgibst? Du hast es selbst in der Hand, ob du deine Zeit an nörgelnde Mitmenschen verschwendest oder sie mit Menschen verbringst, die dieselben Ziele verfolgen wie du. Egal, ob es sich um dein Offline- oder Online-Leben handelt – wähle mit Bedacht.

2. Benutze die richtigen Tools

Du liest einen tollen Blogpost. Du stolperst über eine griffige Formulierung. Du liest nur einen Satz und dir kommt DIE Idee … Was nützen dir die tollsten Ideen, wenn du keine optimale Methode hast, um deine Geistesblitze schnell zu notieren? Wenn du dieses Problem hast, dann solltest du dir dringend Evernote oder Trello zulegen (sie sind kostenlos!). Damit kannst du sowohl vom PC als auch vom Handy aus deine Ideen verwalten.

3. Lese Erfolgsgeschichten

Es gibt doch nichts Inspirierenderes als Menschen, die schon geschafft haben, wovon du noch träumst. Sie zeigen dir, dass es möglich ist. Dass der Weg, den du einschlagen möchtest, kein einsam-verlassener Trampelpfad ist, sondern bereits auserkundschaftet wurde. Halte Ausschau nach den Erfolgsgeschichten. Lese inspiriernde Bücher, schaue inspirierende Filme. Das motiviert.

4. Lasse deine Gedanken mal ruhen

Wann lässt du deine Gedanken eigentlich mal ruhen? Wenn du immer nur Informationen konsumierst und Wissen anhäufst, platzt dein Kopf irgendwann. Schließe deine Augen für zehn Minuten. Gehe laufen. Oder schaue einfach aus dem Fenster hinaus. Lasse deine Gedanken ruhen, fließen. Schau deinen Gedanken beim Tanzen zu. Vielleicht bildet sich dabei ein ungewöhnliches Gedankenpaar?

5. Lerne täglich etwas Neues

Blogs, Bücher, Kurse, Webinare, Podcasts … Mache es dir zur Gewohnheit, jeden Tag etwas dazuzulernen. Und wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Höre ein Podcast während einer Autofahrt, statt dich vom Radioprogramm berieseln zu lassen. Lese ein E-Book, während du im Wartezimmer auf den Arzt wartest, statt in der Klatschpresse zu wühlen. Ob du dir fünfzehn Minuten deines Tages dafür reservierst, Schwedisch zu lernen, zwanzig Minuten Gitarre spielst oder endlich mal ausprobierst, wie du Pasta selber machst. Hauptsache ist: Du lernst etwas. Verabschiede dich von dem Gedanken, dass nur die Schule fürs Lernen zuständig ist. Menschen lernen lebenslang. Vor allem, wenn sie kreativ sein wollen …

6. Entdecke die Ästhetin in dir

Umgib dich mit schönen Dingen. Du musst nicht Design studiert haben, um Schönheit in allem zu finden. Du musst nur lernen, sie zu sehen. In einem Gemälde zum Beispiel. Oder in einem Stuhl. In einer besonders schönen Teekanne. In einem Herbstspaziergang im Wald. In einer Blume, in einem Blatt oder in Wolken. Sammle schöne Wörter wie andere Leute Briefmarken. Notiere dir eindrucksvolle Phrasen.

7. Werde kreativ auf Twitter

Dass Twitter eine hervorragende Social-Media-Strategie ist, ist inzwischen jedem klar. Doch auch abseits von Marketing hat Twitter wahnsinnig viel Inspiration zu bieten: Nachdenkliches, Witziges, Kitschiges, Kritisches, Alltägliches, Satirisches. Die tollsten Sprachspiele, albernsten Witze und die verrücktesten Hashtags.
Lege dir doch mal einen privaten Twitteraccount an (du kannst auch anonym bleiben) und tob dich aus. Setze mal die Marketing-Brille ab und schau dir Twitter durch die Inspirationsbrille an. Spiele ein bisschen mit Worten und plaudere mit netten Menschen. Es macht wirklich Spaß! Du kannst nur gewinnen.

8. Lüfte dein Gehirn

Dein Gehirn braucht Frischluft – und zwar täglich. Wenn du dich ständig in deinen vier Wänden vergräbst, tust du dir keinen großen Gefallen. Geh raus! In die Natur. In den Wald. Geh spazieren oder laufen. Hauptsache, du lässt dein Gehirn etwas atmen.

9. Höre Musik

Täglich. Lass dich nicht bloß vom Radio berieseln, sondern höre Musik ganz bewusst. Gehe auf Entdeckungsreise durch die Musikgeschichte. Stöbere in verschiedenen Genres. Höre auf den Text. Suche Wortspiele und Metaphern. Bestimme die Instrumente. Für jede Stimmung gibt es irgendwo die passenden Songs … Auch für Inspiration. 😉

10. Gehe zu Fuß

Du musst nicht weit verreisen, um Neues zu entdecken. Lasse mal das Auto stehen und gehe zu Fuß. Schlendern. Flandrieren. Lustwandeln. Ohne Eile. Ohne Ziel. Wann haben wir das eigentlich verlernt?

11. Sei interessiert

Rede nicht nur, höre den Menschen auch mal zu. Wer immer redet, gibt nur das wieder, was er schon weiß. Nur wer zuhört, kann auch etwas Neues lernen.

12. Mache mehr Pausen

Mache eine kleine Pause. Und dann noch eine. 😉 Wer immer nur vor dem Bildschirm sitzt, ohne sich zu erholen, wird nicht lange durchhalten. Spätestens im Mittagstief ist es dann vorbei mit der Konzentration. Kennst du die 50/10-Regel? Nach dieser Produktivitätsregel arbeitest du 50 Minuten und machst anschließend 10 Minuten Pause. Wenn du dir erst dann Pausen genehmigst, wenn du sie brauchst, ist es bereits zu spät. Das Geheimnis ist, sich erst gar nicht ausgelaugt zu fühlen.

13. Denke nicht in Problemen, denke in Lösungen

Kennst du NIPSILD? „NIPSILD“ steht für „Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken“ und funktioniert wie ein Schalter in deinem Gehirn. Statt sich immer wieder frustriert in deinen Problemen zu suhlen, fokussiere dich doch mal auf kreative Lösungsstrategien für deine Probleme. Merkst du, wie du sofort ins Tun kommst …?

14. Lege dir ein Swipe File an

Du musst nicht das Rad neu erfinden. Vor allem, wenn du schreibst, kannst du auf jede Menge Vorlagen zurückgreifen. Z.B. Überschriften, von denen man weiß, dass sie funktionieren. Oder Blogthemen, die erwiesenermaßen Leser anziehen. Lege dir ein Swipe File mit den besten Vorlagen an (am besten digital) und „blätter“ sie immer wieder durch.

15. Geh ans Wasser

Wasser ist magisch. Wasser ist mächtig. Ist es nur Zufall, dass die besten Ideen am Meer kommen … wenn du den Wellen zuhörst? Wahrscheinlich nicht. Wo sonst kommst du so zur Ruhe? Wo sonst kannst du so abschalten und dich fokussieren? Nirgends. Bei mir muss es oft noch nicht einmal das Meer sein. Wenn gar nichts mehr geht, bewirkt eine heiße Dusche manchmal Wunder.

16. Hole dir Feedback

Anstatt zu warten, bis dein Text oder dein Produkt zu hundert Prozent perfekt ist – trau dich schon früh an die Öffentlichkeit. Zeig es einem Freund. Stelle es online. Frage in einer Facebook-Gruppe nach Meinungen. Und arbeite damit.

17. Gehe mit Zettel und Stift ins Bett

Trage immer und überall ein Notizbuch mit dir dabei. Lege einen Zettel neben deinen PC, damit du dir einzelne Gedankenfetzen gleich notieren kannst. Manchmal lege ich mir sogar Zettel und Stift ans Bett. Man weiß ja nie, wann einen die Muse küsst … 😉

18. Reflektiere

Reflektiere und evaluiere das, was du erreicht hast. Wie ist das letzte Jahr verlaufen? Wie das letzte Webinar? Wie kam das E-Book bei den Lesern an? Reflektiere, aber …

19. Zerdenke deine Ideen nicht

… lasse dann los. Es hilft dir nicht, wenn du das, was nicht gut gelaufen ist, immer wieder aufs Neue durchkaust und überanalysierst. Ziehe irgendwann auch mal die Grenze (spätestens dann, wenn du merkst, dass dir das Nachdenken darüber nicht mehr gut tut).

20. Experimentiere mit verschiedenen Schreibtechniken

Dass du beim Schreiben nicht in den Flow kommst, kann auch einfach ein „technisches“ Problem sein. Hast du schonmal mit verschiedenen Schreibtechniken experimentiert? Kennst du die Pomodoro-Technik? Hast du mal versucht, deinen Text in ein Diktiergerät zu sprechen, anstatt zu schreiben?

21. Vernetz dich mit Gleichgesinnten

Es gibt so viele Menschen, denen es genauso geht wie dir. Menschen, die sich gerade in der gleichen Lebensphase befinden. Menschen, die vor ähnlichen Hindernissen stehen. Ob online oder offline. Schließt euch zusammen.

22. Lerne, deinem Bauchgefühl zu vertrauen

So oder doch anders? Die besten Entscheidungen trifft immer noch der Bauch.

23. Vergiss Zeitmanagement

Naja – zumindest ein bisschen.😉 Wer alles bis auf die kleinste Minute durchtaktet, kann auch kreative Prozesse unterbinden. Inspiration kennt meistens keine Uhr. Sie kann morgens unter der Dusche, beim Mittagessen oder mitten in der Nacht kommen. Reize kreative Phasen bis ins Letzte aus und lass den Zeitplan mal Zeitplan sein. Im Zweifel entscheide ich mich immer für das Schreiben.

24. Sei nicht so streng mit dir

Empathisch sein – das kannst du auch dir selbst gegenüber. Vor allem wenn es mal nicht so gut läuft und es unproduktive Phasen gibt, brauchst du Verständnis statt Selbstkritik. Du tust alles, was in deiner Macht steht. Du gibst dein Bestes. Geh mit dir so um, wie du mit deinem Partner oder einem lieben Freund umgehen würdest. Mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis.

25. Eat the frog first

Belaste dein Hirn den gesamten Tag nicht mit unnötigen Dingen und erledige dringende, wichtige oder unliebsame Aufgaben nach dem Aufstehen. Gleich als allererstes. Die dringende Mail, die unbezahlte Rechnung, das längst fällige Workout – mache das, was dir im Nacken sitzt, zuerst. So hast später den Kopf frei für die kreativen Dinge des Lebens …

26. Inspiration ist überall

Suche Inspiration in allem! Es kann die Freundin sein, die das Essen so hübsch anrichtet … Der Bruder, der ein Regal aus Weinkisten baut … Dein Sohn, der etwas Lustiges sagt … Inspiration beschränkt sich nicht nur auf dein Business. Inspiration ist eine Lebenseinstellung. Gehe mit offenen Augen durch die Welt. Jeder Duft, jedes Wort, jede Begegnung hat das Potential, dich zu inspirieren. Es ist alles da. Du brauchst nicht mehr zu suchen. Du musst nur anfangen, es zu sehen … Inspiration ist überall!

27. Atme

An manchen Tagen ist es völlig ok, wenn du nur atmest. Wirklich.

28. Akzeptiere die Inkubationszeit

Nach jeder Inspirationsphase kommt die Inkubationsphase. Das ist die Zeit, in der deine Idee erstmal sacken muss. Gönne ihr diese Pause. Lasse sie ruhen. Lasse sie reifen. Deine Idee braucht das! (Die Inkubation ist die wichtigste Phase im kreativen Prozess!)

29. Lerne die Regeln

…, um sie zu brechen. Wie ein Profi.😉

30. Ruhe in dir

Als Solopreneurin wirst du immer auf andere warten müssen. Auf Leser, die deine Artikel kommentieren sollen. Auf Kunden, die sich nicht zwischen dir und einem anderen Anbieter entscheiden können. In der Ruhe liegt die Kraft. An diesem Sprichtwort ist eine Menge dran.

31. Visualisiere mehr

Was möchtest du erreichen? Welchen Text möchtest du schreiben? Planen alleine reicht nicht aus. Du musst dich die Dinge machen sehen und die Gefühle dabei spüren. Erst dann wirst du es auch umsetzen.

32. Entdecke dein Warum

Mache dir jeden Morgen bewusst, warum du aufgestanden bist. Was ist es, was dich antreibt? Was ist es, was dich bewegt? Warum setzt du dich jetzt an den Schreibtisch? Warum willst du den Text schreiben?

33. Träume viel

Wenn du das nächste Mal auf den Bus wartest oder im Wartezimmer des Arztes sitzt – lasse doch dein Handy in der Tasche und träume ein bisschen. Lasse die Augen auf und deine Gedanken in die Ferne schweifen. In alle Richtungen. Nach links und rechts und wieder zurück. Vielleicht finden sie ja so einen ganz neuen Weg?

34. Träume groß

Träume nicht von der Mittelmäßigkeit. Träume nicht vom Durchschnitt. Wenn du dich noch nicht einmal traust, groß zu träumen – wie willst du dann Großartiges erreichen?

35. Just do it

Wenn du zeichnen willst, dann zeichne. Wenn du schreiben willst, dann schreibe. Wenn du bloggen willst, dann setzt dich, verdammt nochmal, an den PC und fang an! Überlege nicht soviel. Rede nicht so viel. Just. Do. It. Warte nicht auf die Muse, sondern fang einfach an. Schreib einfach. Irgendwas.

36. Übe täglich

Egal, was du erreichen möchtest: Du kannst jeden Tag etwas dafür tun. Wenn du besser schreiben möchtest, dann schreibe täglich. Schreibe jeden Tag nur 250 Wörter. Aber mache es. Jeden. Verdammten. Tag. Es geht nicht so sehr darum, ins Schreiben „reinzukommen“. Versuche durch tägliches Üben gar nicht erst aus dem Schreiben herauszukommen.

37. Sorge gut für dich

Schlafmangel, Hunger und Durst sind keine guten Voraussetzungen für kreatives Arbeiten. Bevor du geistige Höchstleistungen erbringen kannst, müssen zumindest deine körperlichen Grundbedürfnisse erfüllt sein: Nahrung und Wasser. Bewegung und Schlaf.

38. Vertraue in deine Fähigkeiten

Ja, manchmal läuft es nicht so gut. Ja, manchmal ist der Geist träge. Ja, manchmal gehen die Stunden vorbei, ohne dass ein zusammenhängender Satz auf deinem Bildschirm steht. Lerne diese Durststrecken zu akzeptieren. Wenn du bei jedem schlechten Tag an dir zweifelst, wirst du es schwer haben. Du kannst dir und deinen Fähigkeiten zu hundert Prozent vertrauen. Du schaffst das!

39. Feier dich mal

Warum muss es eigentlich immer nur der Geburtstag sein? Du kannst jedes (noch so vermeintlich kleine) Erfolgserlebnis gebührend feiern! Du hast den ersten Kundenkontakt über den Blog generiert? Wie großartig bist du denn, bitte?! Wenn das kein Grund zum Feiern ist! 😉

40. „Morning Pages“

Beginne den Tag mit den sogenannten „Morning Pages“. „Morning Pages“ sind drei Seiten Text, die du gleich nach dem Aufwachen schreibst. Schreibe alles nieder, was dir gleich nach dem Aufwachen durch den Kopf geht. Der Streit, der dir noch von gestern nachhängt … Das Telefonat, das du gleich führen musst … Oh, Müsli ist alle … Dass du müde bist … Dass du draußen die Vögel zwitschern hörst und sicherlich bald Frühling wird … Es muss kein Kunstwerk werden. Du musst dir die „Morning Pages“ noch nicht einmal mehr durchlesen. Wichtig ist nur, dass du deinen Kopf leerst.

41. Räume deinen Arbeitsplatz auf

Post-its hier. To-do-Listen da. Laptop. Drei Ordner. Fussel auf dem Laptop … Flasche. Stifte. Alte Zeitung. Alter Kaffee. Was für ein Durcheinander! Für klare Gedanken brauchst du einen klaren Blick. Beseitige deshalb alles, was dich an deinem Arbeitsplatz stört.

42. Verändere deinen Arbeitsplatz

Mach öfter mal was Neues. Stell deinen Tisch an die andere Seite des Raumes, zum Fenster hin oder vom Fenster weg. Stell dir frische Blumen auf den Tisch oder räume die Vase weg, wenn dich der Blumenduft stört. Häng dir ein motiverenden Spruch über deinen Tisch oder die witzigen Schnappschüsse von deinen Freunden wieder ab, weil sie dich immer wieder ablenken. Verändere irgendwas. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Das wirkt oft Wunder.

43. Such dir einen anderen Arbeitsplatz

Arbeitest du immer von daheim aus? Was ist, wenn du deinen Arbeitsplatz mal ins Café verlegst? Oder in den Park? Oder an den Fluss? Oder in den Wald?

44. Eleminiere Störungen

Wenn es permanent klingelt und vibriert, machst du es der Inspiration unnötig schwer. Stelle deshalb in besonders wichtigen Phasen Pushbenachrichtungen aus und dein Handy auf lautlos. Schließe das Mailprogramm und die Social-Media-Tabs im Browser. Inspiration braucht Raum. Inspiration braucht Zeit. Genönne sie ihr.

45. Riskier was

Geh nicht immer auf Nummer sicher, sondern auch mal ein Risiko ein. Schreibe einen Blogpost, der völlig aus der Reihe fällt.

46. Mache Skizzen

Leonardo Da Vinci hat es gemacht. Thomas Edison hat es gemacht. Bill Gates auch. Die Rede ist vom Skizzieren. Wenn du eher der visuelle Typ bist, können Skizzen großartige Unterstützung beim Nachdenken oder Brainstormen bieten.

47. Hör auf, dich zu beschweren

Das Wetter. Die Politik. Dein Gewicht. Zu viel zu tun. Zu wenig Zeit. Keine Aufträge. Keine Lust. Zu müde. Zu hungrig. Kein Bock. Änder das, was dich stört, oder akzeptiere es. Wie willst du kreativ sein, wenn du deine gesamte Energie auf das Meckern verschwendest?

48. Sei dankbar

Im Alltag verliert man schnell das Wesentliche schnell aus dem Blick. All die tausend Dinge, die wir jeden Tag für selbstverständlich nehmen: Gesundheit, Familie, Frieden. All die „Kleinigkeiten“, die wir gar nicht mehr würdigen: wärmende Sonnenstrahlen, herzliches Kinderlachen, gutes Essen … Ist es nur Zufall, dass viele kreative Menschen es sich zur täglichen Routine gemacht haben, aufzuschreiben, wofür sie dankbar sind? Ich denke, nicht. Wofür bist du dankbar?

49. Stell dich deinen Ängsten

Mache jeden Tag etwas, was dir Angst macht. Es muss nicht gleich der Fallschirmsprung aus dem Flugzeug sein. Auch „Kleinigkeiten“, die dich Überwindung kosten, zählen. Einen großen Hund streicheln. Jemanden dir Unbekanntes ansprechen. Lass dir nur nicht das Leben von deinen Ängsten diktieren.

50. Tagebuch schreiben

Ob früh morgens als „Morning Papers“, als „Erfolgstagebuch“ oder abends vor dem Einschlafen: Tagebuch schreiben ist eine großartige Möglichkeit, seinen Kopf von überschüssigen Gedanken zu befreien, zu reflektieren und neue Klarheit zu finden.

51. Think positive

Sei positiv. Anderen Menschen gegenüber, genauso wie mit dir selbst. Wenn dir der Begriff „self fulfilling prophecy“ etwas sagt, dann weißt du, dass bereits die Gedanken entscheidend für den Ausgang einer Situation sein können. Aus „Das schaffe ich doch nie …“ wird in der Regel genau das: ein Scheitern.

52. Verändere etwas

Bist du noch derselbe Mensch wie vor zwei Jahren, ja? Wie wäre es dann mit einer kleinen Veränderung? Eine andere Schreibtechnik, eine neue Morgen-Routine … Es gibt so viele „challenges“ oder „tiny habits“, die du ausprobieren könntest. Du musst dich nicht gleich komplett neu erfinden. Hauptsache ist, du erweiterst deinen Horizont.

53. Genieße die Stille

Suche die Stille und genieße sie. Stille ist ein wahrer Inspirations-Booster. 😃

Und last but not least:

54. Plane im Voraus

Inspiration gibt es nicht auf Knopfdruck. Wer sich einen Tag vor der Deadline an einen Text setzt, wartet oft vergeblich auf die Muse. Gute Blogartikel brauchen mindestens drei Tage. Eher mehr. Sehr gut werden Texte, wenn du ihnen die Zeit zum Reifen lässt, die sie brauchen. Umfassende Recherchearbeiten … Einen Gedanken ruhen lassen … Eine Nacht über eine These schlafen … Einen Standpunkt von verschiedenen Seiten betrachten … Das, was gute Texte ausmacht, braucht einfach Zeit. Wenn du noch keinen Redaktionsplan hast, der mindestens vier Wochen in die Zukunft reicht, dann solltest du das schleunigst nachholen.

Wie sorgst du für deine tägliche Dosis Inspiration?

Erzähle es mir in deinem Kommentar!

Warum du das Bloggen hasst (und wie du das ändern kannst)

Warum du das Bloggen hasst (und wie du das ändern kannst)

Eigentlich schreibst du gerne. Eigentlich schreibst du gut – zumindest hast du schon das ein oder andere Kompliment für deine Texte bekommen. Und dennoch quälst du dich Woche für Woche für deinen nächsten Blogpost.

Immer wieder zählst du, wie viele Wörter du noch brauchst, um über die magische Grenze von 1000 Wörtern zu kommen. Achthunderneunundsiebzig. Nur noch einhunderteinundzwazig Wörter bis zur Tausend – fast geschafft!

Ein Blogpost von mehr als 2000 Wörtern – das wäre zu schön, um wahr zu sein!

Es ist seltsam. Da kennst du sämtliche Artikel, die zum Thema Bloggen veröffentlicht wurden. Du weißt, wie du verlockende Überschriften schreibst, eine vernünftige Call-to-Action einbindest. Du hast eine Swipe File, in der du Inspiration gesammelt hast, die dir bis zum Jahr 2085 reicht.

Und dennoch gehört das Bloggen eindeutig nicht zu deinen Lieblingsbeschäftigungen. So gar nicht. Du würdest sogar so weit gehen zu behaupten, dass du es … ja: hasst!

Woran liegt das bloß?

Nun, die Kurzversion lautet: an deinem Mindset.

Willst du es genauer wissen? Okay, dann nenne ich dir jetzt vier Gründe, warum du das Bloggen hasst, und mit welchen Mindset-Hacks du das auf der Stelle ändern kannst.

1. Du vergleichst dich mit anderen.

Don't compare your beginning to someone else's middle

Oft ist es nur ein Satz. Ein einziger Satz, der ausreicht, um dich ins Zweifeln zu bringen.

Heute liest du zum Beispiel von einem Blogger, der wöchentlich drei bis vier Blogposts veröffentlicht und bist latent geschockt. Drei bis vier Blogposts? Du schaffst mit Mühe und Not einen! Und selbst diesen presst du geradezu aus dir heraus.

Frustriert klappst du deinen Laptop zusammen und starrst aus dem Fenster. Was läuft bei dir bloß schief?

Nun, die Diagnose ist eindeutig: Du leidest an Vergleicheritis. Vergleichteritis ist eine tückische, ansteckende Krankheit, die das Hirn des Bloggers befällt und in 98% der Fälle zum langsamen, aber sicheren Tod des Blogs führt. Meist ist die Bloggerkarriere schneller vorbei, als der Blogger „SEO“ sagen kann.

Denn wer kann sich schon mit all den tollen Fischen da draußen im Teich messen? Du sicher nicht. Die anderen haben das viel schönere Blogdesign, die spannenderen Themen, die aufregendere Schreibe, die höheren Preise, die besseren Testimonials …

Was kannst du den Menschen bieten? Gar nichts … Noch nicht einmal 3–4 Blogposts pro Woche …

Das Problem ist nicht nur, dass du dich mit anderen Bloggern vergleichst.

Das Problem ist, dass du deinen Anfang mit dem Höhepunkt ihres Erfolges vergleichst.

Du vergisst, dass die Menschen, die dich inspirieren und zu denen du aufsiehst, sich bereits in der Mitte oder gar auf dem Höhepunkt ihres Erfolges befinden.

Du bist nicht auf dem Höhepunkt deines Erfolges, sondern erst am Anfang.

Und wer am Anfang steht, braucht nicht bereits alles übers Bloggen, Marketing und Webdesign zu wissen, sondern sollte vor allem eine einzige Fähigkeit mitbringen: die Bereitschaft, Neues zu lernen.

Denn – surprise, surprise – auch die tollen Hechte da draußen haben mal als kleine Fische angefangen. Auch sie hatten zu Beginn einen Blog, der kaum Leser anlockte. Auch sie hatten ein Goodie, das keiner haben wollte. Auch sie hatten ein Design, das ihnen im Nachhinein die Fußnägel hochrollen lässt.

Nur sind diese Anfänge meistens gar nicht mehr sichtbar. Das langweilige Webdesign ist einem modernen Theme gewichen. Die langatmige Schreibe hat sich weiterentwickelt. Und über die Jahre hat sich ein treuer Tribe entwickelt, der zuverlässig jeden Blogpost kommentiert.

Wie sind sie dahin gekommen?

Sie haben gelernt. Sie haben gelesen und getestest und sie haben sich nicht davor gescheut, Dinge auszuprobieren …

Was uns bereits zum zweiten Grund bringt, warum du das Bloggen hasst.

2. Du willst keinen „Fehler“ machen.

I haven't failed, I have just found 10.000 ways that don't work

Wir haben keine „Fehler“kultur.

Siehst du, wie ich das Wort „Fehler“ in Anführungsstriche gesetzt habe?

Ich habe das gemacht, weil ich der Überzeugung bin, dass du dieses Wort für immer aus deinem Wortschatz verbannen solltest.

Erinnerst du dich? Schon in der Schule war es immer furchtbar schlimm, einen „Fehler“ zu machen … „Fehler“ waren gleichbedeutend mit einer schlechteren Note und wer will schon freiwillig schlechte Noten haben?

Wenn es Eines gibt, was alle Menschen in der Schule gelernt haben, dann, dass wir mit unseren Antworten möglichst auf Nummer sicher gehen sollten.

Also haben wir brav das runtergebetet, was die Lehrer von uns hören wollten … und unsere guten Noten einkassiert. Ich war zumindest so. So hatte ich vielleicht ein sehr gutes Abi in der Tasche, aber Eines hatte ich dadurch auf jeden Fall nicht: Kreativität.

Denn die Angst, Fehler zu machen, hat für dich als Bloggerin einen entscheidenen Nachteil: Sie bremst deine Kreativität.

Wenn du immer auf Nummer sicher gehst, bleibst du Durchschnitt. Du lernst nichts dazu. Du verbesserst dich nicht. Du findest keine neuen Lösungsmöglichkeiten.

Das „Auf Nummer sicher gehen“-Mindset ist großartig, um eine Eins in Religion zu bekommen, aber äußerst hinderlich, wenn du als Bloggerin durchstarten möchtest.

Kreativ sein kannst du nämlich nur dann, wenn du den sicheren Weg verlässt, wenn du etwas Neues ausprobierst und auch mal ein gewisses Risiko eingehst.

Und wenn der neue Weg nicht funktioniert, dann hast du keinen „Fehler“ gemacht, sondern herausgefunden, wie es nicht geht. So what?!

Deshalb: Verbanne das Wort „Fehler“ so schnell wie möglich aus deinem Wortschatz!

3. Du hast Angst.

Replace fear of the unknown with curiosity

Du hast Angst.
Du hast Angst, dass dein Plan nicht funktioniert.
Du hast Angst, dass du dich mit deinen Blogbeiträgen blamierst.
Du hast Angst, dass sich ein anderer Blogger von dir auf den Schlips getreten fühlt.
Du hast Angst, der großen weiten Welt zu verkünden: „Hallo, du da draußen! Hier bin ich. Schau her, was ich für dich tun kann!“

Manchmal ist der Mensch immer noch ein Steinzeitwesen. Insbesondere dann, wenn er Angst hat. Bei Angst kommen immer noch die alten Reaktionsmuster zum Tragen, die – du ahnst es vielleicht – eher unpraktisch sind, wenn du erfolgreich bloggen willst.

Fight or Flight

Eine Reaktionsmöglichkeit bei Angst ist zu kämpfen. Also beißt du die Zähne zusammen und kämpfst dich durch einen Artikel nach dem anderen. Nach dem Motto „Augen zu und durch“ bringst du Woche für Woche das Bloggen irgendwie hinter dich. (Und das merkt auch der Leser. Denn Artikel, die „hinter sich gebracht“ wurden, liest niemand so gerne.)

Vielleicht bist du aber auch auf der Flucht. Auf einmal hört sich alles verlockender an als Bloggen.

Kloputzen? Yeah, baby!

Und wolltest du nicht schon immer mal eine zwölfstöckige Geburtstorte für deine Cousine dritten Grades backen? Immer her damit!

Du machst alles andere, nur nicht das, was eigentlich ansteht: das Bloggen.

Dabei ist nur eine kleine Änderung deines Mindsets von Nöten, damit du entspannt bloggen kannst: Ersetze deine Angst durch Neugierde.

Ja, statt dir vor jedem Blogbeitrag die Fingernägel abzukauen, sei doch einfach mal neugierig!

Neugierig darauf, was passiert, wenn du auf „veröffentlichen“ klickst.
Neugierig darauf, wie dein neuer Beitrag bei den anderen ankommen wird.
Neugierig darauf, wer kommentiert.
Neugierig darauf, welchen Stein dein Beitrag ins Rollen bringt.
Neugierig darauf, welche Türen sich dadurch für dich öffnen und welche schließen werden.
Neugierig darauf, welche neuen Kunden durch den Beitrag zu dir finden und wer gehen wird.
Neugierig darauf, welche neuen Aufträge du durch den Beitrag generieren wirst.

Egal, wie sehr du dich verrückt machst – die Reaktionen der anderen Menschen entziehen sich völlig deiner Kontrolle. Dann kannst du es auch eh entspannt angehen lassen und einfach neugierig sein, findest du nicht?

4. Du bist nicht authentisch.

No one is you and that is your power

Du bloggst über SEO, weil es alle gerade so machen. Du schreibst über Inbound Marketing, weil es der neueste Hype ist. Du dümpelst auf Facebook rum, weil es von dort den meisten Traffic geben soll und … weil frau es halt so macht. Du recherchierst Themen, die dich nicht wirklich interessieren. Weil du denkst, dass du es machen musst. Weil du sonst nicht mitreden kannst. Oder den Anschluss verpasst.

Du verstellst dich. Du bist nicht du, wenn du bloggst. Du spürst, dass dir Bloggen so keine Freude macht, dass es eine Qual für dich ist. Jede Woche aufs Neue.

Und sollte Bloggen nicht eigentlich Spaß machen? (Ja, sollte es!) Dieses halbherzige Geblogge mit angezogener Handbremse … Wie lange du das wohl noch durchhalten kannst? (Wahrscheinlich nicht lange.)

So wichtig es ist, up to date zu sein – wer jedem Trend hinterherläuft, verpasst schnell das Wesentliche: sich selbst.

Authentizität ist wichtiger als ein hippes Thema oder ein bestimmter Social-Media-Kanal.

Mut zur Lücke

Du musst nicht über jedes Thema bloggen, nur weil es gerade hip ist.
Du musst nicht auf jedem Social-Media-Kanal präsent sein, nur weil es von dort den meisten Traffic gibt.

Du. Musst. Gar. Nichts.

Bleib du selbst und schreibe darüber, was dir am Herzen liegt.
Schreibe darüber, wozu du was zu Sagen hast.
Schreibe darüber, was du kannst.

Lieber zwei leidenschaftlich geschriebene Blogartikel pro Monat als jede Woche zwei halbherzige.
Lieber zwei überzeugende Social-Media-Profile als vier, in die du kaum Zeit investierst, weil du sie hasst.

Anstatt den neuesten Trends hinterherzujagen, geh lieber auf die Suche nach deiner inneren Stimme. Finde heraus …,
– was dich wirklich interessiert
– was dich antreibt
– was du zu sagen hast
– was du denkst, noch bevor du es niederschreibst.

Bevor du einen Blogartikel schreibst, stelle dir folgende Fragen: Bringt mich das Thema meinem (großen) Ziel näher? Festigt es meine Rolle als Expertin für meinen Bereich? Habe ich dazu überhaupt etwas Gehaltvolles zu sagen?

Nein? Dann lass es bleiben … oder wunder dich zumindest nicht, dass du das Bloggen so anstrengend findest. 😉

Warum du das Bloggen hasst – ein Fazit

Wenn du dich Woche für Woche durch deinen Blogartikel quälst, muss das nicht immer an deinen Bloggerkünsten liegen. Das richtige Mindset ist mindestens genauso entscheidend wie deine Schreibfähigkeiten.

Was ist das ideale Mindset füs Bloggen?
Wenn du gerne bloggen möchtest, solltest du
– aufhören, dich mit anderen zu vergleichen (insbesondere deinen ANFANG mit ihrer MITTE) und stattdessen
– authentisch bleiben
– das Wort „Fehler“ aus deinem Wortschatz verbannen, stattdessen mehr experimentieren und auch mal ein Risiko eingehen
– Angst durch Neugierde ersetzen

Hast du dich in einem der vier Punkte wiedererkannt? Verrat es mir jetzt in deinem Kommentar!