Blogartikel promoten – 18 Ideen (+ gratis Checkliste)

Blogartikel promoten – 18 Ideen (+ gratis Checkliste)

Wenn du einen Blogartikel veröffentlicht hast, fängt die eigentliche Arbeit erst an!

 

Schließlich möchtest du, dass dein sorgsam produzierter Blogartikel gelesen und weiterverbreitet wird.

 

Mindestens genauso lange, wie du in die Produktion deines Contents steckst, solltest du deshalb fürs Marketing einplanen.

 

Brauchst du also 10 Stunden, um deinen Blogartikel zu konzipieren, recherchieren, schreiben, überarbeiten und in WordPress einzupflegen, solltest du auch 10 Stunden in die Promotion desselben investieren.

 

Ein anderer Ansatz geht sogar von dem Verhältnis 80/20 aus. Sprich: Bei 10 Stunden, die du für die Produktion deines Blogartikels brauchst, sollten 40 Stunden in die Promotion gehen.

 

40 Stunden!

 

Klingt abgedreht?

 

Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, deinen Blogartikel an die Frau zu bringen! Heute möchte ich dir 18 Strategien vorstellen, wie du mehr Aufmerksamkeit für deinen Blogartikel generierst.

 

 
 

Blogartikel promoten – Diese 18 Strategien solltest du nutzen

 

E-MAIL

 

#1 Newsletter schreiben

Okay, die erste Strategie ist ein No-Brainer. Wenn du bereits eine E-Mail-Liste dein Eigen nennst, dann weißt du, wie der Hase läuft: Du haust in die Tasten und benachrichtigst deine interessierten Abonnenten, dass du einen neuen Beitrag publiziert hast. (Wenn du noch keine E-Mail-Liste hast, dann ist es aber jetzt höchste Eisenbahn!)

 

Mit E-Mail-Providern wie z.B. Mailchimp kannst du E-Mails Jahre (!) im Voraus planen. Somit gibt es keine Entschuldigung, den Newsletter für den Blogartikel, der nächste Woche erscheint, nicht bereits heute zu schreiben. Am besten jetzt.😉

 

Übrigens: Völlig egal, wie groß deine E-Mail-Liste ist, sag deinen Newsletter-Abonnenten auf jeden Fall Bescheid, sobald ein neuer Beitrag von dir rausgeht. Selbst, wenn gerade mal Mama, Tante Gerda und dein Verlobter auf der Liste stehen – schreib diese E-Mail.

 

Zum einen musst du fürs E-Mail-Marketing eine gewisse Routine entwickeln. Da ist es gut, sich an diesen wöchentlichen Newsletter-schreib-Rhythmus zu gewöhnen … Zum anderen gehört Newsletterschreiben zu den Fähigkeiten, die du durch gezielte Übung trainierst. Somit gibt es quasi nichts Besseres als vor kleinem Publikum zu üben, üben, üben …

 

#2 E-Mail-Signatur anpassen

Insbesondere, wenn du mit Kunden zusammenarbeitest und täglich Dutzende E-Mails verschickst, bietet es sich an, deinen aktuellen Blogartikel in deine E-Mail-Signatur aufzunehmen.

 

Wenn du in der Woche auch nur fünfzig Menschen via E-Mail erreichst, lohnt sich der Aufwand von 30 Sekunden allemal!

 
 

SOCIAL MEDIA

 

#3 In deinen sozialen Netzwerken Bescheid geben

Dass du den neuen Blogartikel mit deinen Followern auf den sozialen Netzwerken teilst, versteht sich mittlerweile zum Glück von selbst. Doch wusstest du, dass du auf einigen sozialen Netzwerken deinen Artikel mehr als nur einmal teilen solltest, um die Aufmerksamkeit zu bekommen, die dein Blogartikel verdient?

 

Twitter

Twitter ist ein kurzlebiges soziales Netzwerk. Hier macht es durchaus Sinn, deinen Blogartikel am Veröffentlichungstag 2–3 Mal zu verlinken sowie einen Tag später, dann nochmal eine Woche später usw. Teste verschiedene Wochentage und Uhrzeiten, um den für dich optimalen Zeitpunkt zu ermitteln.

 

Pinterest

Auch auf Pinterest solltest du deinen Blogartikel mehr als nur einmal pinnen.
Zunächst pinnst du deinen aktuellen Blogartikel auf die Pinnwand, die den Namen deines Blogs trägt. Einige Tage später dann auf weitere passende Boards.

 

Wenn ich zum Beispiel einen Blogartikel über Twitter veröffentliche, pinne ich ihn zunächst auf das Board „Pinkbiz • Blog“, einige Tage später repinne ich ihn auf auf das Board „Social Media“. Wiederum einige Tage später auf meine „Twitter“-Pinnwand. So bleibt der Pin immer im Umlauf.

 

Pinterest Strategie Coaching
 

Instagram

Anders sieht es bei Instagram aus. Hier kannst du schnell zu viel des Guten tun.
Bei Instagram reicht es vollkommen, einmal auf den neuen Blogartikel zu verweisen, um den Feed deiner Follower nicht unnötig zu blockieren.

 

Automatisierungen

Am effektivsten ist es übrigens, das Teilen deines aktuellen Blogartikel mit Hootsuite, Buffer & Co. zu automatisieren. So brauchst du nicht jeden Tag aufs Neue daran zu denken.

 

#4 Verschiede Social-Media-Kanäle bedienen

Du sagst kurz auf Facebook Bescheid und das war’s? So einfach ist es leider nicht.

 

Nicht jede von uns ist Twitterfan oder Facebook-Junkie.

 

Um deinen Blogartikel optimal zu promoten, solltest du deshalb auf Dauer verschiedene Social-Media-Kanäle bedienen und nicht bloß auf ein Netzwerk setzen.

 

#5 Zeitversetzt posten

Dein Blogartikel erscheint Montag, 7 Uhr. Also sagst du gleich 7:15 Uhr auf Twitter, Facebook und Instagram Bescheid und pinnst deinen Artikel auf Pinterest?

 

Yikes.

 

Sinnvoller ist es, deinen Blogartikel zeitversetzt zu promoten. Sag morgens und abends auf Twitter Bescheid, mittags auf Facebook, nachmittags auf Instagram. Oder strecke die Promotion sogar auf mehrere Tage.

 

So stellst du sicher, dass du das Maximum an Menschen erreichst.

 

#6 Interagieren

Deinen aktuellen Blogartikel auf Twitter & Co. zu teilen ist gut, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Nur deine Follower werden auf deinen aktuellen Blogartikel aufmerksam.

 

Doch wie machst du die Menschen, die dir (noch) nicht folgen, auf deine Blogartikel aufmerksam?

 

Ganz einfach: Indem du mit ihnen interagierst. Fave, like, repinne, teile, retweete und kommentiere ihre Beiträge, was das Zeug hält – vor allem an dem Tag, an dem du deinen Blogartikel promotest. Die ein oder andere wird auf dein Profil klicken, auf deinen Beitrag aufmerksam werden und ihn vielleicht auf ihren Kanälen weiterverbreiten.

 

#7 Aktuellen Blogartikel ans Twitterprofil oder die Facebookseite heften

Das setzt natürlich voraus, dass sie deinen aktuellen Blogartikel schnell finden.😉 Mache es ihnen deshalb besonders leicht und hefte deinen aktuellen Blogartikel an dein Profil.

 

#8 Link in der Instagram-Bio ändern

Analog kannst du den Link in der Instagram-Bio anpassen und einfach deinen aktuellen Blogartikel verlinken! Wenn du ihn zusätzlich mit beispielsweise Bitly kürzt, kannst du nachverfolgen, wie viele Userinnen auf den Link geklickt haben.

 

#9 Alte Blogartikel teilen

Schon bald ist aus deinem aktuellen Blogartikel nur noch Schnee von gestern, für den sich niemand mehr so recht interessiert – richtig? Falsch!

 

Der überwiegende Teil der Klicks, Shares und Empfehlungen kommt nicht immer am Veröffentlichungstag, sondern erst mit der Zeit.

 

Teile deinen Blogartikel deshalb immer und immer wieder in deinen sozialen Netzwerken. Du wirst sehen: Das lohnt sich!😉

 
 

BLOG

 

#10 Kommentare beantworten

Jemand hat deinen Blogartikel gelesen und kommentiert! YAY!

 

Das ist die Chance für dich, die Beziehung zu deinen Lesern zu vertiefen.

 

Anstatt dich jetzt in deinem stillen Kämmerlein zu freuen, kannst du deiner Freude auch in einem Kommentar freien Lauf lassen.😉
 
Wenn es passt, kannst du in deiner Antwort auch eine Frage stellen oder auch einen deiner älteren Blogposts verweisen.

 

Aus zufriedenen Lesern werden schon bald treue Fans, die deine Blogartikel gerne weiterverbreiten. Jeder beantwortete Kommentar ist deshalb eine Investition in die Zukunft.

 

#11 Ansprechende Share Buttons benutzen

Mache es deinen Lesern einfach, deine Artikel zu teilen, und verwende Share Buttons.

 

Fixe Share Buttons, die auch beim Scrollen auf ihrem Platz bleiben, sind hier von Vorteil. (So können die Leser den Artikel auch mitten im Text problemlos teilen und müssen nicht erst nach oben scrollen.) Ansonsten kannst du jeweils zu Beginn und am Ende deines Blogartikels Share Buttons anbringen.

 

#12 Call to Action einfügen

Hoffe nicht nur darauf, dass deine Leser deinen Blogartikel mit ihrem Netzwerk teilen, bitte sie explizit.

 

Beende deinen Blogartikel mit einem entsprechenden Call to Action: „Wenn dir der Artikel gefallen hat, so teile ihn doch bitte mit deinem Netzwerk.“

 

#13 (Langfristig) auf SEO setzen

Für maximale Aufmerksamkeit solltest du nicht nur kurz-, sondern auch langfristig denken. Irgendwann wird ein nicht zu verachtender Teil deiner Leser über die Google-Suche auf deine Beiträge stoßen. Deshalb solltest du zumindest SEO-Basics beachten.

 

Easy peasy geht das übrigens mit dem Plugin namens „Yoast SEO“. Das funktioniert wie der Thermomix und sagt dir bei jedem Blogartikel, was du zu tun hast.😉

 

Falls du noch mehr Nachhilfe in Sachen SEO brauchst, dann schau mal bei Daniela von Misswebdesign vorbei. Sie hat eine hilfreiche Anleitung für SEO-tastische Blogartikel veröffentlicht.

 

#14 Interne Verlinkungen verwenden

Mache es dir zur Regel, mindestens einen deiner alten Blogartikel in einem aktuellen Blogartikel zu verlinken.

 

Wieso solltest du mit der Promotion eines Blogposts aufhören, nur weil dieser einige Wochen oder Monate alt ist? Du kannst an passenden Stellen jederzeit auf deine älteren Beiträge verweisen. Nur zu! Auch ältere Beiträge werden gerne geteilt.

 

Schöner Nebeneffekt: Interne Verlinkungen sind ein mächtiges SEO-Werkzeug und gut für dein Suchmaschinenranking (—> siehe #13).

 

#15 Ein „Related Post“-Plugin benutzen

Einen ähnlichen Effekt (freilich ohne die SEO-Vorteile) hat ein „Related Post“-Plugin.

 

Dieses Plugin bewirkt, dass am Ende eines Blogartikels thematisch ähnliche Artikel angezeigt werden. Damit bringst du deinen Lesern auch ältere Blogartikel wieder auf den Schirm und erhöhst die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiterverbreitet werden.

 

#16 Auf beliebte Beiträge im Footer oder in der Sidebar verweisen

Alternativ (oder ergänzend) dazu kannst du in deinem Footer oder in der Sidebar ein Widget verwenden, um die aktuellsten oder beliebtesten deiner Beiträge anzeigen zu lassen.

 

NETZWERK

 

#17 Verlinkte Blogger benachrichten

Du hast einen lesenswerten Artikel einer anderen Bloggerin in deinem eigenen Blogartikel verlinkt? Prima! Sag ihr am besten gleich Bescheid. Die meisten bevorzugen es, direkt von dir erfahren, dass du sie zitiert hast – und nicht erst über sieben Ecken.
 
Du kannst sie auf den entsprechenden Kanälen taggen oder ihnen eine private Nachricht zukommen lassen. Hauptsache, du gibst ihnen Bescheid.
 
Viele Bloggerinnen teilen einen Artikel, in dem sie verlinkt sind, gerne auch in ihren Netzwerken. Eine klassische Win-win-Situation.
 
 

#18 Auf anderen Blogs kommentieren

Und noch einmal Kommentare. Diesmal aber nicht auf deinem eigenen Blog, sondern auf dem deiner Blog-Kolleginnen. Auch hier kannst du, sofern es passt (!), einen deiner Artikel verlinken.
 
 

Blogartikel promoten – Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten, mehr Aufmerksamkeit für deinen Blogartikel zu generieren. Du kannst via E-Mail promoten, Social Media zu Hilfe nehmen, entsprechende Maßnahmen auf deinem Blog ergreifen oder dein Netzwerk einspannen.
 
 
Welche Strategien nutzt du, um deine Blogartikel zu promoten?
Lass uns unten weiterquatschen.
 
 
Hat dir der Artikel gefallen? Dann lade dir doch alle 18 Strategien als PDF-Datei runter.
 

 
 

Blogartikel überarbeiten (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Blogartikel überarbeiten (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Du hast es geschafft. Nach mehreren Stunden oder sogar Tagen harter Denk- und Schreibarbeit ist dein Blogpost fertig. Endlich!

 

Wenn du auch zu den Bloggerinnen gehörst, die nun sofort auf „Veröffentlichen“ klicken und die Überabeitungsphase überspringen, dann aufgepasst: Heute möchte ich dir zeigen,
  • warum du deine Blogartikel unbedingt gründlich überarbeiten solltest, bevor du sie mit der ganzen Welt teilst, und
  • wie du das systematisch in 5 einfachen Schritten angehst

Warum du deine Blogartikel überarbeiten solltest 

 

1. Professionalität

Versteh mich nicht falsch. Es geht nicht darum, perfekt zu sein. Niemand ist perfekt. Ein vergessenes Komma oder ein Buchstabendreher sind kein Weltuntergang. Ehrlich.

 

Wenn du aber jede Woche aufs Neue unstrukturierte, unleserliche Texte veröffentlichst, bei denen es vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so wimmelt, wirkst du nicht sehr professionell. Punkt. Letzten Endes schadet dir das Bloggen so mehr, als dass es dir nützt. Wer professionell auftreten möchte, braucht professionelle Texte. Dazu musst du deine Blogartikel gründlich überarbeiten. Daran führt kein Weg vorbei.

 

2. Leserfreundlichkeit

Willst du deine Leser dauerhaft auf deinem Blog halten, musst du ihnen ein so angenehmes Leseerlebnis wie nur möglich bieten. Frustrierte Leser kommen nicht wieder. In der Überarbeitungsphase kannst du deinen fertigen Blogartikel noch leserfreundlicher gestalten und nachträglich mehr Absätze einfügen oder lange Sätze zu kürzeren umformulieren.

 

3. SEO-Optimierung

Auch wenn du für deine Leser schreibst – du solltest auf jeden Fall sichergehen, dass Google dich zumindest nicht hasst. Schließlich sollen deine Blogartikel gefunden werden. Die Überarbeitungsphase eignet sich hervorragend, um Über- und Zwischenüberschriften zu optimieren oder nachträglich die Anzahl der Keywords anzupassen.

 

Überzeugt? Dann lass uns jetzt angucken, wie du das Überarbeiten systematisch angehst. Diese 5 einfachen Überarbeitungsschritte kannst du auf jeden Blogartikel anwenden:

Blogartikel überarbeiten – Schritt für Schritt

 

1. Distanz

Bevor du dich nun motiviert in die Überarbeitung deines Blogartikel stürzst, brauchst du Abstand. Denn wenn du (lange) an einem Text schreibst, stellt sich die sogenannte Betriebsblindheit ein: Du wirst „blind“ für deinen eigenen Text und nimmst einen nicht nachvollziehbaren Gedankengang, vergessene Wörter oder Buchstabendreher nicht mehr wahr. Ein mehrtägiger Abstand kann da wahre Wunder bewirken.

 

Idealerweise lässt du deinen Text deshalb einige Tage ruhen, um dich mit einem „frischen Blick“ ans Werk zu setzen. Wenn du deine Texte mehrere Wochen im Voraus planst (was ich dir dringend empfehle!), sollte das kein Problem sein. Solltest du aber knapp dran sein, sind zwei, drei Stunden Pause vor dem Überarbeiten natürlich besser als nichts.

 

2. Struktur

Hast du etwas Abstand von deinem Text bekommen, geht es nun darum, deinen Blogartikel leserfreundlicher zu gestalten.

 

Mehr Absätze

Schau dir deinen Text genau an. Ist er in sinnvolle Absätze gegliedert oder besteht er nur aus einem undefinierten Textblock, der keine oder zumindest kaum einzelne Absätze hat?
Textwüsten sind aus zwei Gründen problematisch:
  • Niemand mag sie lesen. Insbesondere nicht deine Leser, die nur wenig Zeit und Geduld mitbringen, wenn sie auf deinen Blogartikel klicken.
  • Selbst wenn du den besten Blogartikel aller Zeiten schreibst – du machst es deinen Lesern unnötig schwer, deinem Gedankengang zu folgen. Die Augen brauchen beim Lesen Orientierung und viel weiße Fläche. (Und das klappt nun mal am besten mit Absätzen.)
Wenn du also willst, dass deine Leser deinen Blogartikel gerne lesen und deinen Gedankengang nachvollziehen, solltest du unbedingt mehr Absätze in deinen Text reinbringen.

 

Faustregel: Pro Absatz ein Gedanke. 

 

Achte nur darauf, dass ein Absatz überwiegend aus mehr als bloß einem Satz besteht. Ein in tausend Absätze zerrissener Text wird meist genauso ungern gelesen wie ein völlig ungegliederter.

 

Zwischenüberschriften

Nachdem du sichergestellt hast, dass dein Blogartikel in sinnvolle Absätze gegliedert ist, ist es Zeit, sich deinen Zwischenüberschriften zu widmen.

 

Zwischenüberschriften haben zwei Funktionen. Zum einen verleihen sie jedem Text mehr Struktur. Damit erhöhen sie den Lesefluss und erleichtern deinen Lesern das Scannen deines Artikels. (Viele überfliegen zum Beispiel Blogartikel, indem sie sich von Zwischenüberschrift zu Zwischenüberschrift hangeln.)

 

Zum anderen kannst du in Zwischenüberschriften gezielt deine Keywords platzieren. Auch wenn du keine große SEO-Expertin bist – dein Keyword in ein, zwei Zwischenüberschriften aufzunehmen, ist eine Sache von einer Minute.

 

Wie bei Absätzen gilt auch bei Zwischenüberschriften: das richtige Maß ist entscheidend. Idealerweise fügst du nach 250–500 Wörtern eine Zwischenüberschrift ein.

 

Aufzählungen

Aufzählungen solltest du unbedingt nummerieren oder mit sogenannten „Bullet Points“ versehen (das sind diese runden Punkte, die vor jedem Eintrag stehen). Schließlich ist
  • das
  • dies
  • und jenes
übersichtlicher als das, dies und jenes.

 

Aber auch Google findet es gut, von Zeit zu Zeit auf eine Aufzählung zu stoßen.

 

3. Plauderton

Wenn du deine unübersichtliche Textwüste zu einem gut strukturierten Text mit Zwischenüberschriften und Aufzählungen überarbeitet hast, ist schon viel geschafft! Noch besser ist es allerdings, wenn du zusätzlich im Plauderton schreibst.

 

Der Plauderton ist etwas, womit sich viele Bloggerinnen zu Beginn schwer tun, was sich aber unbedingt zu üben lohnt: Ein Plauderton ist nicht nur angenehmer zu lesen, sondern macht dich unverwechselbar und hebt dich von anderen Blogs in deiner Nische ab (denn hey, es ist dein Plauderton!).

 

Im Plauderton zu schreiben heißt nicht, dass du so schreibst, wie du sprichst (Ganz im Gegenteil – wer möchte schon einen Text mit abgehakten, ungrammatischen Sätzen?), sondern dass du so schreibst, dass der Text nicht geschrieben klingt.

 

Das gelingt dir folgendermaßen:

 

Punkte statt Komma

Niemand spricht in komplizierten Schachtelsätzen. Und niemand liest gerne Sätze, die sich über mehrere Zeilen strecken. Wenn du im Plauderton schreiben möchtest, solltest du deshalb unbedingt deinen Satzbau „entkomplizieren“.

 

Faustregel: Wenn sich ein Satz über mehr als drei Zeilen streckt, ist er zu lang. 

 

Gehe deshalb vor dem Veröffentlichen noch einmal durch den Text und suche dir die langen Übeltäter heraus. Versuche, bei jedem Satz, der länger als drei Zeilen lang ist, mindestens ein Komma durch einen Punkt zu ersetzen.

 

Kürzere Sätze lassen sich nicht nur besser lesen, sondern haben auch einen zweiten enormen Vorteil: Wer kürzere Sätze schreibt, kann weniger Kommafehler machen. 😉

 

Einfache Sprache statt Fachchinesisch

Benutzt du komplizierte Fachbegriffe, um die Leser von deiner Expertise zu überzeugen? Ganz schlechte Idee. Eine komplizierte Sprache zeigt deinen Lesern nur eins: dass du dich geschwollen ausdrücken kannst.

 

Willst du deine Leser wirklich beeindrucken, solltest so schreiben, dass du verstanden wirst. Verwende deshalb nur Begriffe, die auch deine Zielgruppe verwenden würde, und streiche komplizierte Fachbegriffe. Schonungslos.

 

Leser einbinden

Wenn du mit jemandem plauderst, dann sprichst du mit ihm. Deshalb solltest du deine Leser in deine Text einbinden und sie direkt ansprechen.
  • Das häufigste Wort deines Blogartikels sollte das Wörtchen „du“ sein und nicht etwa „ich“. Mache den Test und untersuche mit der Suchfunktion, welches Personalpronomen du in deinem Text öfter verwendet hast – „du“ oder „ich“?
  • Mache, wo es passt, aus einem Artikel ein Possessivpronomen („ein Blog“ —> „dein Blog“)
  • Verwende statt unpersönlichen Pronomen wie „man“ oder „viele“ lieber „du“ („Viele wissen nicht, wie …“ —> „Du weißt nicht, wie …“)
  • Stelle deinen Lesern hin und wieder eine Frage.
  • Verwende ab und an ein Emoji

 

Sprachregeln brechen (hin und wieder zumindest 😉) 

Im Plauderton zu schreiben, heißt auch, mal Fünfe gerade sein zu lassen. Ich bin großer Fan davon, Sprachregeln nicht immer allzu ernst zu nehmen und hin und wieder
  • unvollständige Sätze („Falsch gedacht!“, „Endlich!“)
  • Ausrufe („YAY!“, „Puh!“, „Hey“ etc.)
  • Satzanfänge mit „und“ oder „oder“ („Und das ist es auch.“)
zu verwenden.

 

Diese „Regelbrüche“ machen deinen Text lebendiger und leichter zu lesen. Keine Angst: Du musst mit deinen Blogartikeln ja nicht deine strenge Deutschlehrerin überzeugen, sondern deine Leser.
 

 

4. Sprache

Hast du in deinem Artikel für die nötige Struktur und den entsprechenden Plauderton gesorgt, solltest du deine Sprache etwas aufpolieren. Keine Angst, du musst keine ausgebildete Lektorin sein, um deine Blogartikel zu überarbeiten!

 

Überflüssiges eliminieren 

Zunächst solltest du das, was du geschrieben hast, darauf überprüfen, ob du es wirklich brauchst. Schnapp dir deshalb deinen (virtuellen) Rotstift und eliminiere:
  • Wortwiederholungen
  • Füllwörter („einfach großartig“ —> „großartig“)
  • unnötige Verneinungen („Das ist nicht schwer.“ —> „Das ist leicht.“)
  • Mitgemeintes („qualitativ hochwertig“ —> „hochwertig“; „Fähigkeit, etwas tun zu können“ —> „Fähigkeit, etwas zu tun“)
Faustregel: Jedes Wort, jeder Satz, jeder Absatz deines Blogartikels sollte eine Funktion haben. 

 

Falls du am Anfang noch unsicher bist, kannst du auf verschiedene Textanalyse-Tools zurückgreifen, zum Beispiel das der Wortliga.

 

Zweifelsfälle prüfen

Klein- oder Großschreibung? Zusammen oder getrennt? Noch nie war es so einfach, sprachliche Zweifelsfälle zu überprüfen. Umso erstaunter bin ich immer wieder, wie wenige Menschen davon Gebrauch machen.

 

Dabei ist geht es so schnell: Tippe in die Suchmaschine einfach die beiden in Frage kommenden Varianten ein („Reflektion Reflexion“) und … voilà! … dir wird die richtige Schreibweise auf dem Silbertablett serviert!
Quellen wie Duden.de oder korrekturen.de sollten dabei deine ersten Anlaufstellen sein.

 

5. Formalia

Prima! Du hast es gleich geschafft! Bevor du nun auf „veröffentlichen“ drückst, solltest du dir noch einmal die Beitragsvorschau angucken (nein, die Korrektur im Dashboard reicht nicht aus!) und überprüfen, ob
  • alle Links funktionieren
  • die Abstände, Absätze, Leerzeichen so sind, wie du sie haben möchtest
  • die Aufzählungen stimmen („1, 2, 3, 5, 7“ wäre blöd.)

 

Und jeeeeetzt … schick deinen Text raus in die Welt! 😃

 

Überarbeitest du deine Blogartikel auch immer gründlich? Lass uns unten weiterquatschen!
Content Repurposing – 5 Ideen für deine Zitatsammlung

Content Repurposing – 5 Ideen für deine Zitatsammlung

Ich kenn dich doch.

Auch du hast sicherlich irgendwo ein Board oder einen Folder mit deinen Lieblingszitaten angelegt. Hab ich Recht?😃

Das ist ja auch smart. Ob Bloggen, Sport, Ernährung oder Fashion … Zitate passen einfach zu jedem Business-Modell.

Das richtige Zitat zur richtigen Zeit am richtigen Ort von den richtigen Rezipienten gelesen, kann eine Menge bewirken: von Identifikation über Motivation und Inspiration bis hin zur Neugierde, welche Person sich hinter der Zitatsammlung verbirgt.

An dem konkreten Beispiel „Inspirationszitate“ möchte ich dir heute zeigen,

  • wie du deinen Inspirations-Content optimal wiederverwendest (Stichwort: Content Repurposing)
  • ihn auf mehren Social-Media-Kanälen effektiv teilst und dazu noch
  • mit der sogenannten Batching-Methode smart und effizient arbeitest (und damit also so wenig Zeit und Ressourcen wie nur möglich verwendest)

Los geht’s!

Schau dir deine bereits bestehende Zitatsammlung an und suche die Zitate heraus, die zu deinem Business oder deinem Blog passen. Wenn du Personal Trainer bist, brauchst du Motivations- bzw. Sportzitate, wenn du Foodblogger bist, sind Zitate über Ernährung die erste Wahl. Wenn du schreibst, Zitate übers Schreiben … Du verstehst, worauf ich hinaus will?

In meinem Fall sollten alle Zitate unter dem Motto „Anfangen“ bzw. „Durchstarten“ stehen. Zum einen richte ich mich an Frauen, die als Solopreneurin durchstarten möchten. Zum anderen hat das Motto auch perfekt zu meinem eigenen Blogstart gepasst. (Zum dritten haben mir die Zitate auch selbst als Motivation gedient. 😉)

Und ich wurde fündig: Rund 50 Zitate aus meiner Sammlung konnte ich thematisch für meinen Blog verwenden.
Aufwand: ca. 1 Stunde

Nun geht es darum, die Zitate grafisch aufzuhübschen. Jedes Zitat benötigt einen passenden Hintergrund und sollte zudem mit deiner Website-URL versehen werden (sodass jemand, der dieses Zitat liest, auch auf deine Website verwiesen wird).

Wenn du grafisch nicht so bewandert bist, wird wahrscheinich Canva deine erste Wahl sein. Hier hast du ein riesiges Repertoire an Bildern, Schriften, Rahmen und Icons, die du für deine Grafiken kostenlos verwenden kannst. Dazu ist die Bedienung easy und intuitiv.

So sehen die Zitate aus, nachdem sie mit Canva grafisch bearbeitet wurden:

When nothing is sure everything is possible | www.pinkbiz.de

Aufwand: 4 Stunden
Nutzen: 50 grafisch aufbereitete Zitate, die SOFORT verwendet werden können

Lass uns nun darüber reden, wie du diese Zitate für dein Content-Marketing verwenden kannst.

Content Repurposing #1: Zitate auf Pinterest pinnen

Ich war neu und brauchte das Board.😃

Mal im Ernst: 50 grafisch aufgehübschte Zitate schreien einfach ganz, ganz laut nach Pinterest. Also habe ich mir ein nigelnagelneues Pinterest-Board mit dem Namen „Pinkbiz • Zitate“ angelegt und jedes Zitat als einzelnen Pin hochgeladen. Optimal ist es übrigens, abends (gegen 20 Uhr) und am Wochenende zu pinnen.

So sieht das Board aus:

Pinterest Board | www.pinkbiz.de

Aufwand: insgesamt ca. 2 Stunden
Nutzen: Bereits kurze Zeit nach dem Pinnen begannen Nutzerinnen, die Zitate zu repinnen und auf meiner Website vorbeizuschauen.

Content Repurposing #2: Zitate bei Twitter posten

Doch Zitate sind nicht nur für Pinterest, sondern auch für Twitter hervorragend als Content geeignet. Natürlich willst du deine Follower nicht jeden Tag mit zehn Zitaten überladen. Etwa zweimal pro Woche sind Zitate als Content-Strategie ideal.

Über mein Scheduling-Tool (ich benutze Hootsuite) habe ich eine Automatisierung für Zitate eingestellt. Jetzt wird in den nächsten sechs Monaten jeden Mittwoch und jeden Samstag ein Zitat geteilt.

So sieht das Ganze dann auf Twitter aus:

Pinkbiz auf Twitter | www.pinkbiz.de

Aufwand: ca. 1 Stunde
Nutzen: Für das nächste halbe Jahr habe ich meine Beiträge für den Bereich „Inspiration“ vorgeplant.

Content Repurposing Idee #3: Blogartikel schreiben

Erst wollte ich meine Lieblingsinspirationszitate zu einem Mega-Listpost zusammenfassen. Doch dann entschied ich mich dafür, die rund 50 Zitate zu zwei Listposts zu verwurschteln („23 Zitate, die dich zum Durchstarten inspirieren werden – Teil 1“ und „23 Zitate, die dich zum Durchstarten inspirieren werden – Teil 2“). „23“ ist nicht nur eine meiner Lieblingszahlen und der Geburstag meines Bruders (Hallo Bruderherz! 😃), sondern laut Statistik auch die Zahl der Wahl für Listposts.

Übrigens: „Blogposts schreiben“ kann man das Ganze nicht nennen. Das Einpflegen und Uploaden der dazugehörigen Bilder in WordPress hat länger gedauert, als die wenigen einleitenden Worte zu schreiben.

Aufwand: ca. 2 Stunden
Nutzen: 2 Listposts, für die ich kaum Zeit aufwenden musste

Content Repurposing Idee #4: Blogartikel über „Content Repurposing“ schreiben

Jetzt wird es ein bisschen verrückt: Nicht nur haben die Inspirationszitate zwei Blogartikel abgegeben (für den dritten Teil sammle ich bereits wieder *hust*), ein ganzes Board bei Pinterest gefüllt und als Inspirationscontent für ein halbes Jahr bei Twitter fungiert, nein: In diesem Augenblick blogge ich zusätzlich darüber, wie ich Content Repurposing mit Inspirationszitaten betreibe.😉

Die Vorteile liegen auf der Hand: Viel Recherche muss ich für diesen Artikel nicht mehr betreiben. Da jeder einzelne Schritt noch präsent ist, kann ich diesen Artikel nahezu „runterschreiben“. Dieser dritte Blogartikel entsteht quasi im Turbogang.

Aufwand: ca. 2 Stunden
Nutzen: Ein neuer Blogartikel. In! Zwei! Stunden!

Content Repurposing #5: Im Newsletter verwenden

Zu dem ein oder anderen Zitat habe ich mehr zu sagen als nur die Quelle. Deshalb ist der Plan, einige Zitate in der Zukunft als Aufhänger für meinen wöchentlichen Newsletter zu verwenden.

Fazit: 12 Stunden. 3 Blogartikel. 1 Pinterestboard. 1/2 Jahr Inspirationscontent für Twitter. Und die Möglichkeit, die Zitate in Zukunft als Aufhänger für Newsletter oder andere Blogposts zu verwenden. Keine schlechte Ausbeute, wenn du mich fragst. 😃

Wie recyclest du deinen Content? Sag es mir in deinem Kommentar!

Bloggen mit Evernote

Bloggen mit Evernote

Wenn du regelmäßig bloggen und dabei effektiv und effizient arbeiten willst, brauchst du einen Plan. Ein System.

Ich bin davon überzeugt, dass es nicht das perfekte System rund um die Blogorganisation gibt. Aber es gibt ein System, das für dich perfekt ist.

Heute möchte ich dir zeigen, wie ich meine Blogartikel mit Evernote recherchiere, schreibe und verwalte. Es ist mein perfektes System, weil ich damit effektiv und effizient arbeite. Vielleicht ist es ja auch für dich das Richtige.

Was ist Evernote?

Wenn du schon länger bloggst, dann kennst du es sicherlich. Ansonsten kommt jetzt eine kleine Einführung in dieses großartige und so einfach zu bedienende Tool.

Evernote ist nichts Geringeres als „dein virtuelles Gedächtnis“. So wird die Anwendung zumindest auf der Evernote-Website beworben, und aus meiner Sicht ist das keine Übertreibung. Egal, was du in deinem „virtuellen Gedächtnis“ festhalten möchtest, mit diesem großartigen Tool ist es (meist) kein Problem. 😃

Wie funktioniert Evernote?

Dabei funktioniert Evernote denkbar einfach: Es gibt Notizen, Notizbücher und Notizbuchstapel.

Nehmen wir an, du bist eine Foodbloggerin. Zuerst legst du dir ein Notizbuch an, das du beispielsweise „Pasta“ nennst.

In diesem Notizbuch kannst du jetzt beliebig viele Notizen anlegen, zum Beispiel für jedes Pastagericht eine Notiz, also: „Spaghetti Bolognese“, „Pasta Napoli“, „Penne mit mediterranem Gemüse“ etc. In diesen Notizen kannst du dir das Rezept mit dem zugehörigen Bild speichern.

Natürlich kannst du dir auch beliebig viele Notizbücher anlegen, neben „Pasta“ zum Beispiel auch „Reisgerichte“, „Kartoffelgerichte“ etc.

Thematisch gleiche Notizbücher fasst du in einem sogenannten Notizbuchstapel zusammen. So würden die Notizbücher „Pasta“, „Reisgerichte“ und „Kartoffelgerichte“ beispielsweise den Notizbuchstapel „Hauptspeisen“ ergeben.

Eine andere Möglichkeit ist, mit Schlagworten, sogenannten Tags, zu arbeiten. Hier legst du beispielsweise das Notizbuch „Hauptspeisen“ an, wo du ALLE Notizen zum Thema Hauptspeisen sammelst. Jede Notiz kannst du jetzt mit entsprechendem Tag (also „Pasta“, „Reisgerichte“, „Kartoffelgerichte“) versehen und anschließend gezielt nach diesem Tag suchen. Mit dieser Variante hast du weniger Notizbücher und Notizbuchstapel. Ich finde aber die erste Variante übersichtlicher.

Warum ist Evernote fürs Bloggen so praktisch?

  • Informationen sammeln: Du kannst in Evernote Ideen und Inspiration für deine Blogartikel sammeln und deine Rechercheergebnisse festhalten. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob es sich um Links handelt, Bilder oder Texte. Du kannst sogar Artikel aus dem Internet „ausschneiden“ und sie speichern.
  • Informationen ordnen: Du kannst mit Evernote nicht nur alles, was dir wichtig ist, sammeln, sondern – was vielleicht noch wichtiger ist – auch ganz leicht wiederfinden. Egal ob du jetzt mit den Schlagworten arbeitest oder mit Notizen, Notizbüchern und Notizbuchstapeln.
  • Schreiben: Du kannst in Evernote hervorragend Texte schreiben und in deine Texte mühelos Bilder einfügen. (Wenn du wie ich früher deine Texte mit Word geschrieben hast, weißt du das sicherlich zu schätzen …)
  • Organisieren: Du kannst mit Evernote wunderbar organisiert bleiben, weil du Checklisten und Tabellen einfügen und so To-Do-Listen anlegen oder Redaktionspläne erstellen kannst.
  • Überall verfügbar: Du kannst Evernote im Browser und als App am PC oder Smartphone benutzen. Damit kannst du jederzeit und überall auf deine Notizen zugreifen und sie ergänzen. Auch unterwegs.

Wie ich meine Blogartikel mit Evernote verwalte

Nun aber Butter bei die Fische. So verwalte ich meine Blogartikel mit Evernote:
 

Fünf Notizbücher

Ich habe mir fünf Notizbücher angelegt:

  • A. Blog-Ideen
  • B. Blogartikel (in Arbeit)
  • C. Blogartikel (geschrieben)
  • D. Blogartikel (veröffentlicht)
  • E. Redaktionspläne

Diese fünf Notizbücher habe ich zu dem Notizbuchstapel „Pinkbiz-Blog“ zusammengefasst. Wie du siehst, habe ich damit alles, was den Inhalt des Pinkbiz-Blogs betrifft, gleich im Blick:

Bloggen mit Evernote | www.pinkbiz.de
 

1. Notizbuch: A. Blog-Ideen

In dem Notizbuch „A. Blog-Ideen“ sammle ich, wie es der Name sagt, die Ideen für meine Blogartikel.

Jede Idee bekommt eine eigene Notiz. So hieß die Notiz zu diesem Blogpost beispielsweise „Wie ich meine Blogartikel mit Evernote verwalte“. In diese Notiz habe ich die ersten Ideen zu diesem Blogpost festgehalten und gebrainstormt, Screenshots eingefügt, Rechercheergebnisse (Informationen, Bilder und Links) gesammelt und schließlich die Struktur des Blogartikels angelegt.

Wie du siehst, ist diese Art, die Ideen für Blogartikel festzuhalten, für mich recht produktiv. Über hundert Ideen warten nur darauf, zu Blogartikel verarbeitet zu werden.
 

2. Notizbuch: B. Blogartikel (in Arbeit)

Wenn aus der ersten Idee ein ausgereiftes Text-Konzept wird, verschiebe ich die Notiz in das Notizbuch „B. Blogartikel (in Arbeit)“.

In diesem Notizbuch befinden sich also die Blog-Ideen, die bereits umfassend reflektiert, recherchiert und strukturiert wurden, kurz: Ideen, die bereit sind, geschrieben zu werden.

Ideal ist es aus meiner Sicht, an zwei bis vier Blogartikeln parallel zu schreiben. Warum? Immer wenn ich beim Schreiben ins Stocken komme und mich dabei ertappe, alle fünf Minuten Twitter oder Pinterest checken zu wollen, weiß ich, dass ich einfach nicht ganz bei der Sache bin. Anstatt ins Motivationsloch zu fallen, gehe ich einfach zum nächsten Blogartikel in diesem Ordner über und arbeite daran weiter.
 

3. Notizbuch: C. Blogartikel (geschrieben)

Wenn ein Blogartikel fertig geschrieben ist, verschiebe ich ihn in den Ordner „C. Blogartikel (geschrieben)“. Hier darf sich der Text ein paar Tage ausruhen und seinen verdienten Schönheitsschlaf halten. 😃 Mit einem frischen Blick überarbeite ich diesen Text noch einmal, überprüfe ihn auf Stringenz und Plausibilität und lese ihn schließlich Korrektur. (Es ist unglaublich, wie viele Schusselfehler frau entdeckt, wenn sie den Text für einige Tage in Ruhe lässt!)

Wenn sich in diesem Ordner drei bis vier fertige Texte angesammelt haben, pflege ich die Texte – in einem Rutsch – in WordPress ein und lege ein Veröffentlichungsdatum fest.
 

4. Notizbuch: D. Blogartikel (veröffentlicht)

Veröffentlichte Texte werden nun in den Ordner „D. Blogartikel (veröffentlicht)“ verschoben und so archiviert.
 

5. Notizbuch: E. Redaktionspläne

In dem Notizbuch „Redaktionspläne“ wird jeder Monat in einer separaten Notiz geplant. Für jeden veröffentlichten Blogartikel lege ich in dieser Notiz das Veröffentlichungsdatum und das Posten auf meinen Social-Media-Kanälen fest. Dazu lege ich eine Checkliste an, in der ich jeden notwendigen Schritt rund ums Schreiben, Veröffentlichen und Promoten abhake. Am Tag des Bloglaunchs beispielsweise habe ich drei Blogartikel auf einmal veröffentlicht. Dank Redaktionsplan habe ich so immer den Überblick behalten:

Bloggen mit Evernote | www.pinkbiz.de

Von der Idee über das Text-Konzept bis zum fertigen Blogartikel – aus meiner Sicht ist Evernote perfekt fürs Bloggen. Wie sind Menschen früher bloß ohne dieses mächtige Tool ausgekommen? 😃

Wie ist es mit dir? Bist du auch großer Evernote-Fan oder benutzt du ein anderes Tool für deine Blogplanung?

Wie du deine Blogartikel noch schneller schreiben kannst

Wie du deine Blogartikel noch schneller schreiben kannst

Das Geheimnis, Blogartikel noch schneller zu schreiben, ist, dir richtig viel Zeit zu lassen. Klingt nach einem Widerspruch? Ist es aber nicht.

Lass mich dir heute erklären, warum.

Viele Blogger setzen sich mit einer eher vagen Idee vor den Bildschirm und wundern sich dann, warum es nicht fließt. Doch zum Schreibfluss kommt es nur dann, wenn du drei bestimmte Phasen des kreativen Prozesses durchlaufen hast:

  • Inspiration
  • Inkubation
  • Illumination

 

Die einzelnen Phasen des kreativen Prozesses dauern ihre Zeit und lassen sich nicht wirklich überspringen oder beschleunigen. Wenn du morgen einen großartigen, richtig guten Blogbeitrag veröffentlichen möchtest, aber keine Ahnung hast, worüber du bloggen sollst: vergiss es. Ohne Inspiration, Inkubation und Illumination geht das garantiert in die Hose. Deshalb brauchst du auf dem Weg zu deinem Blogartikel Zeit. (Und deshalb solltest du deine Blogbeiträge auch unbedingt Wochen im Voraus planen!) Inspiration funktioniert eben nicht auf Knopfdruck.

Doch der Witz bei der Sache ist: Wenn du dich auf diese drei Phasen, die nebenbei, dazu meist noch unbewusst und völlig ohne geistige Anstrengung verlaufen, einlässt, ist das eigentliche Schreiben deines Blogbeitrags eine Sache von zwei, drei Stunden. Nicht mehr.

Hast du Lust, Blogartikel noch schneller schreiben zu können? Dann kommt hier eine kleine Einführung in die Theorie des kreativen Denkens[1].

1. Inspiration: Sei ständig auf Themensuche

Gehe mit offenen Augen und offenen Ohren durch die Welt. Notiere deine Ideen an ein und demselben Ort. Ich nutze dafür das Tool Evernote. Darin habe ich ein Notizbuch mit „Blog-Ideen“ erstellt und lege mir für jede Idee eine neue Notiz an, in der ich Gedanken, Links, passende Bilder, Begriffe, Ideen zur Struktur etc. aufschreibe.

Das Beste an der Inspirationsphase ist: Du wirst netto nicht viel Zeit darauf verwenden. Fünf Minuten hier. Zwei Minuten da. Manchmal speicherst du dir nur schnell einen Link oder ein Zitat ab, ein andermal notierst du ziemlich konkrete Gedanken für ein Unterkapitel.

2. Inkubation: Geh mit deiner Idee schwanger

Viele machen den Fehler, sofort anzufangen zu schreiben, sobald sie eine vage Idee für einen Blogbeitrag haben. Das ist meistens nicht sehr effektiv. Auch wenn die Worte zunächst gerade so aus dir raussprudeln, irgendwann versiegt die Quelle und du starrst auf ein weißes Blatt Papier. Du starrst und starrst und beschließt, dass es für heute reicht mit dem Schreiben. Das ist auf Dauer ziemlich frustrierend. (Ich weiß das so genau, weil ich das früher auch so gemacht habe.)

Der Grund für diese Art der Schreibblockade ist schnell erklärt: Jede Idee benötigt eine gewisse Inkubationszeit. Eine Zeit zum Reifen.

Gehe daher mit deiner Idee eine Zeit lang schwanger und assoziiere wild. Spiele ein bisschen mit deinen Gedanken und nach und nach wird das Dokument wachsen und gedeihen. Die Struktur deines Blogartikels wird sich herauskristallisieren und die Zwischenüberschriften werden stehen. Andere Dinge wirst du wieder streichen.

Manchmal beschäftigt sich dein Gehirn in dieser Inkubationszeit sogar mit völlig anderen Themen, und auch das ist absolut ok so. Deine Idee wandert ins Unterbewusste und nicht selten vergisst du sie sogar wieder.

Diese Inkubationszeit ist wahrscheinlich die wichtigste Phase in deinem kreativen Prozess. Gleichzeitig ist es manchmal ganz schön schwer, sie auszuhalten, weil sie in der Regel länger als zwei Tage dauert.

Manche Texte brauchen Wochen, Monate oder gar Jahre zum Reifen! Und wer wartet schon gerne? Wichtig ist aber, der eigenen Kreativität zu vertrauen. Der Inkubationsprozess lässt sich eh nicht beschleunigen. Die Alternative ist trostlos auf ein weißes Blatt Papier zu starren und das willst du sicherlich noch weniger.

Wie lange die Inkubationszeit nun genau dauert, willst du wissen? Ganz einfach: so lange wie nötig.

3. Illumination: Du hast einen Geistesblitz

Wenn du eine Idee eine Zeit lang mit dir trägst, mit ihr schwanger gehst, sie aus verschiedenen Perspektiven betrachtest und dein unter Punkt eins (Inspiration) angelegtes Dokument hin und wieder ergänzt, passiert höchstwahrscheinlich Folgendes:

Ganz zufällig stolperst du über einen ganz anderen Artikel, Blogbeitrag, ein Zitat oder Bild und plötzlich weißt du ganz genau, wie dein Blogartikel auszusehen hat. Der Text, der einige Zeit in dir geschlummert hat, bricht geradezu aus dir heraus. Es ist gespenstisch, wie du schnell das Ding runterschreibst. (Die nötigen Informationen, Ideen, Zitate, Bilder und die Struktur mit passenden Zwischenüberschriften hast du ja schon in der Inspirationsphase gesammelt!)

Dieser Geistesblitz, dieses Aha-Erlebnis, dieser geniale Heureka-Moment passiert dann und nur dann, wenn du der Inspiration und der Inkubation die nötige Zeit lässt. Deshalb solltest du diese zwei Phasen auf keinen Fall beschleunigen.

4. Elaboration: Lass es fließen!

Wie gesagt: Das eigentliche Schreiben ist jetzt nur noch eine Sache von zwei, drei Stunden. Mehr nicht. Nach deinem Geistesblitz setzt du dich vor den Bildschirm und lässt es fließen. Ja, es ist wirklich so leicht.

Viele haben gute Erfahrungen mit der Pomodoro-Technik gemacht, aber vielleicht hast du für dich ein anderes System. Viele Wege führen nach Rom. Mit entsprechender Inspirations- und Inkubationszeit spielt die Schreibtechnik meiner Erfahrung nach eine eher untergeordnete Rolle.

Wie du deine Blogartikel noch schneller schreiben kannst: Planung ist alles

Du siehst: Wenn du dir beim Bloggen genügend Zeit und Raum für Inspiration und Inkubation deiner Ideen lässt, brauchst du nie wieder vor einem weißen Blatt Papier zu sitzen, sondern kannst deine Blogartikel noch schneller schreiben als bisher. Im Turbogang sozusagen.😃

Deshalb ist es so entscheidend, dass du das Bloggen planst. Ein Redaktionsplan, der auch genügend Zeit für die Inkubation deiner Ideen lässt, hilft dir dabei. Im Idealfall setzt du dich an deine Blogartikel mehrere Wochen vor dem geplanten Veröffentlichungsdatum und rockst das Ding. 😃

Wie ist es bei dir? Lässt du deinen Blogartikeln die nötige Inkubationszeit?

 

 

 

 

[1] Die Grundlagen dafür haben Hermann von Helmholtz (1884), Henri Poincaré (1908) und Graham Wallas gelegt.

Warum du das Bloggen hasst (und wie du das ändern kannst)

Warum du das Bloggen hasst (und wie du das ändern kannst)

Eigentlich schreibst du gerne. Eigentlich schreibst du gut – zumindest hast du schon das ein oder andere Kompliment für deine Texte bekommen. Und dennoch quälst du dich Woche für Woche für deinen nächsten Blogpost.

Immer wieder zählst du, wie viele Wörter du noch brauchst, um über die magische Grenze von 1000 Wörtern zu kommen. Achthunderneunundsiebzig. Nur noch einhunderteinundzwazig Wörter bis zur Tausend – fast geschafft!

Ein Blogpost von mehr als 2000 Wörtern – das wäre zu schön, um wahr zu sein!

Es ist seltsam. Da kennst du sämtliche Artikel, die zum Thema Bloggen veröffentlicht wurden. Du weißt, wie du verlockende Überschriften schreibst, eine vernünftige Call-to-Action einbindest. Du hast eine Swipe File, in der du Inspiration gesammelt hast, die dir bis zum Jahr 2085 reicht.

Und dennoch gehört das Bloggen eindeutig nicht zu deinen Lieblingsbeschäftigungen. So gar nicht. Du würdest sogar so weit gehen zu behaupten, dass du es … ja: hasst!

Woran liegt das bloß?

Nun, die Kurzversion lautet: an deinem Mindset.

Willst du es genauer wissen? Okay, dann nenne ich dir jetzt vier Gründe, warum du das Bloggen hasst, und mit welchen Mindset-Hacks du das auf der Stelle ändern kannst.

1. Du vergleichst dich mit anderen.

Don't compare your beginning to someone else's middle

Oft ist es nur ein Satz. Ein einziger Satz, der ausreicht, um dich ins Zweifeln zu bringen.

Heute liest du zum Beispiel von einem Blogger, der wöchentlich drei bis vier Blogposts veröffentlicht und bist latent geschockt. Drei bis vier Blogposts? Du schaffst mit Mühe und Not einen! Und selbst diesen presst du geradezu aus dir heraus.

Frustriert klappst du deinen Laptop zusammen und starrst aus dem Fenster. Was läuft bei dir bloß schief?

Nun, die Diagnose ist eindeutig: Du leidest an Vergleicheritis. Vergleichteritis ist eine tückische, ansteckende Krankheit, die das Hirn des Bloggers befällt und in 98% der Fälle zum langsamen, aber sicheren Tod des Blogs führt. Meist ist die Bloggerkarriere schneller vorbei, als der Blogger „SEO“ sagen kann.

Denn wer kann sich schon mit all den tollen Fischen da draußen im Teich messen? Du sicher nicht. Die anderen haben das viel schönere Blogdesign, die spannenderen Themen, die aufregendere Schreibe, die höheren Preise, die besseren Testimonials …

Was kannst du den Menschen bieten? Gar nichts … Noch nicht einmal 3–4 Blogposts pro Woche …

Das Problem ist nicht nur, dass du dich mit anderen Bloggern vergleichst.

Das Problem ist, dass du deinen Anfang mit dem Höhepunkt ihres Erfolges vergleichst.

Du vergisst, dass die Menschen, die dich inspirieren und zu denen du aufsiehst, sich bereits in der Mitte oder gar auf dem Höhepunkt ihres Erfolges befinden.

Du bist nicht auf dem Höhepunkt deines Erfolges, sondern erst am Anfang.

Und wer am Anfang steht, braucht nicht bereits alles übers Bloggen, Marketing und Webdesign zu wissen, sondern sollte vor allem eine einzige Fähigkeit mitbringen: die Bereitschaft, Neues zu lernen.

Denn – surprise, surprise – auch die tollen Hechte da draußen haben mal als kleine Fische angefangen. Auch sie hatten zu Beginn einen Blog, der kaum Leser anlockte. Auch sie hatten ein Goodie, das keiner haben wollte. Auch sie hatten ein Design, das ihnen im Nachhinein die Fußnägel hochrollen lässt.

Nur sind diese Anfänge meistens gar nicht mehr sichtbar. Das langweilige Webdesign ist einem modernen Theme gewichen. Die langatmige Schreibe hat sich weiterentwickelt. Und über die Jahre hat sich ein treuer Tribe entwickelt, der zuverlässig jeden Blogpost kommentiert.

Wie sind sie dahin gekommen?

Sie haben gelernt. Sie haben gelesen und getestest und sie haben sich nicht davor gescheut, Dinge auszuprobieren …

Was uns bereits zum zweiten Grund bringt, warum du das Bloggen hasst.

2. Du willst keinen „Fehler“ machen.

I haven't failed, I have just found 10.000 ways that don't work

Wir haben keine „Fehler“kultur.

Siehst du, wie ich das Wort „Fehler“ in Anführungsstriche gesetzt habe?

Ich habe das gemacht, weil ich der Überzeugung bin, dass du dieses Wort für immer aus deinem Wortschatz verbannen solltest.

Erinnerst du dich? Schon in der Schule war es immer furchtbar schlimm, einen „Fehler“ zu machen … „Fehler“ waren gleichbedeutend mit einer schlechteren Note und wer will schon freiwillig schlechte Noten haben?

Wenn es Eines gibt, was alle Menschen in der Schule gelernt haben, dann, dass wir mit unseren Antworten möglichst auf Nummer sicher gehen sollten.

Also haben wir brav das runtergebetet, was die Lehrer von uns hören wollten … und unsere guten Noten einkassiert. Ich war zumindest so. So hatte ich vielleicht ein sehr gutes Abi in der Tasche, aber Eines hatte ich dadurch auf jeden Fall nicht: Kreativität.

Denn die Angst, Fehler zu machen, hat für dich als Bloggerin einen entscheidenen Nachteil: Sie bremst deine Kreativität.

Wenn du immer auf Nummer sicher gehst, bleibst du Durchschnitt. Du lernst nichts dazu. Du verbesserst dich nicht. Du findest keine neuen Lösungsmöglichkeiten.

Das „Auf Nummer sicher gehen“-Mindset ist großartig, um eine Eins in Religion zu bekommen, aber äußerst hinderlich, wenn du als Bloggerin durchstarten möchtest.

Kreativ sein kannst du nämlich nur dann, wenn du den sicheren Weg verlässt, wenn du etwas Neues ausprobierst und auch mal ein gewisses Risiko eingehst.

Und wenn der neue Weg nicht funktioniert, dann hast du keinen „Fehler“ gemacht, sondern herausgefunden, wie es nicht geht. So what?!

Deshalb: Verbanne das Wort „Fehler“ so schnell wie möglich aus deinem Wortschatz!

3. Du hast Angst.

Replace fear of the unknown with curiosity

Du hast Angst.
Du hast Angst, dass dein Plan nicht funktioniert.
Du hast Angst, dass du dich mit deinen Blogbeiträgen blamierst.
Du hast Angst, dass sich ein anderer Blogger von dir auf den Schlips getreten fühlt.
Du hast Angst, der großen weiten Welt zu verkünden: „Hallo, du da draußen! Hier bin ich. Schau her, was ich für dich tun kann!“

Manchmal ist der Mensch immer noch ein Steinzeitwesen. Insbesondere dann, wenn er Angst hat. Bei Angst kommen immer noch die alten Reaktionsmuster zum Tragen, die – du ahnst es vielleicht – eher unpraktisch sind, wenn du erfolgreich bloggen willst.

Fight or Flight

Eine Reaktionsmöglichkeit bei Angst ist zu kämpfen. Also beißt du die Zähne zusammen und kämpfst dich durch einen Artikel nach dem anderen. Nach dem Motto „Augen zu und durch“ bringst du Woche für Woche das Bloggen irgendwie hinter dich. (Und das merkt auch der Leser. Denn Artikel, die „hinter sich gebracht“ wurden, liest niemand so gerne.)

Vielleicht bist du aber auch auf der Flucht. Auf einmal hört sich alles verlockender an als Bloggen.

Kloputzen? Yeah, baby!

Und wolltest du nicht schon immer mal eine zwölfstöckige Geburtstorte für deine Cousine dritten Grades backen? Immer her damit!

Du machst alles andere, nur nicht das, was eigentlich ansteht: das Bloggen.

Dabei ist nur eine kleine Änderung deines Mindsets von Nöten, damit du entspannt bloggen kannst: Ersetze deine Angst durch Neugierde.

Ja, statt dir vor jedem Blogbeitrag die Fingernägel abzukauen, sei doch einfach mal neugierig!

Neugierig darauf, was passiert, wenn du auf „veröffentlichen“ klickst.
Neugierig darauf, wie dein neuer Beitrag bei den anderen ankommen wird.
Neugierig darauf, wer kommentiert.
Neugierig darauf, welchen Stein dein Beitrag ins Rollen bringt.
Neugierig darauf, welche Türen sich dadurch für dich öffnen und welche schließen werden.
Neugierig darauf, welche neuen Kunden durch den Beitrag zu dir finden und wer gehen wird.
Neugierig darauf, welche neuen Aufträge du durch den Beitrag generieren wirst.

Egal, wie sehr du dich verrückt machst – die Reaktionen der anderen Menschen entziehen sich völlig deiner Kontrolle. Dann kannst du es auch eh entspannt angehen lassen und einfach neugierig sein, findest du nicht?

4. Du bist nicht authentisch.

No one is you and that is your power

Du bloggst über SEO, weil es alle gerade so machen. Du schreibst über Inbound Marketing, weil es der neueste Hype ist. Du dümpelst auf Facebook rum, weil es von dort den meisten Traffic geben soll und … weil frau es halt so macht. Du recherchierst Themen, die dich nicht wirklich interessieren. Weil du denkst, dass du es machen musst. Weil du sonst nicht mitreden kannst. Oder den Anschluss verpasst.

Du verstellst dich. Du bist nicht du, wenn du bloggst. Du spürst, dass dir Bloggen so keine Freude macht, dass es eine Qual für dich ist. Jede Woche aufs Neue.

Und sollte Bloggen nicht eigentlich Spaß machen? (Ja, sollte es!) Dieses halbherzige Geblogge mit angezogener Handbremse … Wie lange du das wohl noch durchhalten kannst? (Wahrscheinlich nicht lange.)

So wichtig es ist, up to date zu sein – wer jedem Trend hinterherläuft, verpasst schnell das Wesentliche: sich selbst.

Authentizität ist wichtiger als ein hippes Thema oder ein bestimmter Social-Media-Kanal.

Mut zur Lücke

Du musst nicht über jedes Thema bloggen, nur weil es gerade hip ist.
Du musst nicht auf jedem Social-Media-Kanal präsent sein, nur weil es von dort den meisten Traffic gibt.

Du. Musst. Gar. Nichts.

Bleib du selbst und schreibe darüber, was dir am Herzen liegt.
Schreibe darüber, wozu du was zu Sagen hast.
Schreibe darüber, was du kannst.

Lieber zwei leidenschaftlich geschriebene Blogartikel pro Monat als jede Woche zwei halbherzige.
Lieber zwei überzeugende Social-Media-Profile als vier, in die du kaum Zeit investierst, weil du sie hasst.

Anstatt den neuesten Trends hinterherzujagen, geh lieber auf die Suche nach deiner inneren Stimme. Finde heraus …,
– was dich wirklich interessiert
– was dich antreibt
– was du zu sagen hast
– was du denkst, noch bevor du es niederschreibst.

Bevor du einen Blogartikel schreibst, stelle dir folgende Fragen: Bringt mich das Thema meinem (großen) Ziel näher? Festigt es meine Rolle als Expertin für meinen Bereich? Habe ich dazu überhaupt etwas Gehaltvolles zu sagen?

Nein? Dann lass es bleiben … oder wunder dich zumindest nicht, dass du das Bloggen so anstrengend findest. 😉

Warum du das Bloggen hasst – ein Fazit

Wenn du dich Woche für Woche durch deinen Blogartikel quälst, muss das nicht immer an deinen Bloggerkünsten liegen. Das richtige Mindset ist mindestens genauso entscheidend wie deine Schreibfähigkeiten.

Was ist das ideale Mindset füs Bloggen?
Wenn du gerne bloggen möchtest, solltest du
– aufhören, dich mit anderen zu vergleichen (insbesondere deinen ANFANG mit ihrer MITTE) und stattdessen
– authentisch bleiben
– das Wort „Fehler“ aus deinem Wortschatz verbannen, stattdessen mehr experimentieren und auch mal ein Risiko eingehen
– Angst durch Neugierde ersetzen

Hast du dich in einem der vier Punkte wiedererkannt? Verrat es mir jetzt in deinem Kommentar!