Morgen. Später. Irgendwann. Nächste Woche. Nächsten Monat. Nächstes Jahr.

Egal, was du dir vornimmst – heute ist irgendwie immer unpassend.

Das ist mit dem täglichen Sport und gesunder Ernährung genauso wie mit großen Lebensträumen.

Der Plan ist das Eine, die Umsetzung schon etwas ganz anderes.

Insbesondere wenn es um den langgehegten Wunsch nach einem Online Business geht, neigen Menschen dazu, es sich zu gemütlich zu machen in ihren Träumen. Auf dem Sofa, bei Kerzenschein malen sie sich aus, wie das Leben sein könnte ohne ihren Nine-to-five-Job … Diese Freiheit. Die Flexiblität. Diese Selbstbestimmung. Irgendwann, sagen sie sich, starte ich mit meinem eigenen Online Business durch! Dann pusten sie die Kerzen aus und gehen schlafen. Schließlich klingelt morgen früh um halb sechs bereits der Wecker. Gute Nacht, Träume!

Der Mensch ist schon ein merkwürdiges Wesen. Da bleibt er lieber unzufrieden und frustriert in seinem langweiligen Hamsterrad-Job, anstatt sein Lebensglück endlich mal selbst in die Hand zu nehmen. Ist eben ziemlich bequem auf dem Sofa. Außerdem ist es ja auch gar nicht so leicht als Solopreneurin. Wenn es leicht wäre, würde es ja jede machen, oder?

Und schon ist es da: das stabile Netz aus Entschuldigungen, Taktiken und Ausreden, warum man heute lieber nicht durchstartet, sondern … vielleicht morgen. Oder übermogen. Oder nächsten September.

Kommt dir das bekannt vor? Dann lass uns etwas dagegen tun.

Und zwar jetzt! Nicht morgen. Nicht nächsten Dienstag. Sondern heute. Sofort.

Du brauchst nur fünf Minuten, um die fünf hartnäckigsten Ausreden, die dich von deinem Start als Solopreneurin abhalten, unter die Lupe zu nehmen.

Los geht’s!

 

Ausrede Nummer 1: Du hast keine Ahnung von Marketing

Inbound Marketing. Social Media Marketing. E-Mail-Marketing. Content Marketing. Influencer Marketing … Da wird es dir ja ganz schwindelig bei dem ganzen Fachjargon! Was zum Kuckuck soll denn bloß „Influencer Marketing“ sein?

Von Marketing hast du einfach keine Ahnung! Du hast zwar einen privaten Facebook- oder Twitter-Account, um mit deinen Freunden zu kommunizieren. Aber die sozialen Netzwerke zu nutzen, um dein Online Business zu vermarkten? Das hört sich nach etwas an, worin du nur scheitern kannst …

Nein, bevor du durchstarten kannst, muss du dir dringend mehr Wissen aneignen! Fachliteratur besorgen. Die einschlägigen Blogs studieren. Vielleicht brauchst du sogar eine richtige Fortbildung bei … irgendwem halt (musst du noch recherchieren!).

Schade. Aber leider nichts zu machen. Vielleicht gehst du nächsten Monat dein Online Business an. Oder übernächsten. Wenn du mehr über Marketing weißt, versteht sich. Heute – mit dem jetztigen Wissensstand – kannst du eh nichts tun.

Learning by doing

Dumm nur, dass du das beste Wissen über Marketing vor allem auf einem Weg erlangst: übers Ausprobieren. Du kannst noch so viel lesen und dich fortbilden – die wertvollsten Erfahrungen über die Vermarktung deines Blogs sammelst du, indem du loslegst. Jetzt sofort!

Der Plan, irgendwann „genug“ zu wissen, um loslegen zu können, ist bereits zum Scheitern verurteilt. „Genug“ wissen – so etwas gibt es bei Bloggern einfach nicht. Schon allein durch die Tatsache, dass Tag für Tag neues Wissen in die Welt gebloggt wird, müssen erfolgreiche Blogger Tag für Tag etwas Neues lernen, wenn sie mit den Erneurerungen Schritt halten möchten.

Egal, wie viel du weißt: Es gibt immer etwas, was du noch lernen könntest. Jeden einzelnen Tag. Ist das nicht großartig?

Du musst keine Marketing-Expertin werden, um zu bloggen. Aber du musst mit deinem Blog starten, um irgendwann eine Marketing-Expertin zu werden.

Anfangen kannst du jetzt. Optimieren und automatisieren kannst du deine Marketing-Aktvitäten später.

Alles, was du für die Vermarktung deines Blogs brauchst, kannst du dir selbst aneignen. Du wolltest schon immer wissen, wie Twitter funktioniert? Super! Dann googel „Twitter für Anfänger“ und leg los! Ohne Fortbildung. Ohne Fachliteratur. Einfach so – und zwar jetzt!

 

Ausrede Nummer 2: Du hast kein professionelles Foto von dir

Du liebst sie. Diese schicken Websites mit den ultraprofessionellen Portraitfotos. Da stöberst du ein bisschen nichtsahnend im Web und plötzlich wirst du auf einem Blog von dem unwiderstehlichsten Lachen begrüßt.

Himmelarschundzwirn. Ist die Bloggerin gut in Szene gesetzt, denkst du dir. Das Licht. Die Pose. Das Make-up.

Das. Sieht. Gut. Aus.

Dieser netten Dame würdest du selbst einen alten Kartoffelsack abkaufen, verdammt.

Professionelle Fotos machen eben ganz schön was her.

Professionelle Fotos sind wie die Sahnehaube auf deinem Eisbecher. Ach, was. Sie sind die Kirsche auf der Sahnehaube deines Eisbechers.

Für viele Blogger ist das professionelle Foto ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Element eines guten Blogs.

Und sie haben ja Recht. Professionelle Bilder lassen jeden Blog noch professioneller erscheinen. Da gibt es nichts daran zu rütteln. Aber … (Ja, es gibt ein großer Aber!)

Dass du keine professionelle Fotos von dir hast, kann eine hervorragende Ausrede sein, das Durchstarten deines Online Business auf später zu vertragen.

Später, wenn du mal etwas abgenommen hast und etwas schlanker aussiehst auf den Fotos …

Später, wenn du mal mehr Zeit hast, um nach guten Fotografen in deiner Nähe zu recherchieren …

Später, wenn du überhaupt mal das Geld hast, in einen richtigen Profi zu investieren …

Dumm nur, dass aus später meistens nie wird. Sogar bei Fotos.

Wer nicht durchstartet, weil er keine schönen Fotos für seine Website hat, kann es nicht besonders ernst meinen mit seinem Traum. Dabei sind professionelle Fotos für den Start deines Blogs doch gar nicht nötig. Bevor du gar nicht erst durchstartest, weil du kein schönes Bild von dir hast, fotografier selbst oder frag einen Freund.

Lieber ein schönes Selfie in der Sidebar als gar keinen Blog. Findest du nicht?

 

Ausrede Nr. 3: Du hast kein Startkapital

Natürlich. Für deinen Blog kannst du eine Menge Geld ausgeben.

Du kannst einen Webdesigner beauftragen, der dir einen schönen Blog bastelt.

Einen professionellen Fotografen, der die ansprechendsten Fotos von dir schießt.

Eine Lektorin, die deine Blogartikel Korrektur liest.

Einen Social-Media-Berater, der dich geschickt mit Gleichgesinnten vernetzt …

Es gibt heutzutage nichts, was du nicht outsorcen könntest, und das finde ich großartig! Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen. Wer kann schon eine eierlegende Wollmilchsau sein?

Und während es toll ist, theoretisch für alles einen Profi engagieren zu können, ist es gleichzeitig auch gefährlich.

Wenn du nur mit begrenzten finanziellen Mittel durchstarten kannst oder willst, kann das fehlende Startkapital auch eine willkommene Ausrede sein, deinen Start auf später zu vertagen.

Später, wenn du das Geld hast, um dir ein schickes Webdesign leisten zu können …

Irgenwann, wenn du einen Profi-Fotografen bezahlen kannst …

Nächsten Monat, wenn du recherchiert hast, wie viel ein Lektorat eigentlich kostet …

Hör auf damit!

Du brauchst rund hundert Euro für ein gutes WordPress-Theme. Für alles andere musst du (zu Beginn) keinen Cent ausgeben.

Starte jetzt, optimiere später.

Du vergisst, dass du deinen Blog optimieren kannst, nachdem du gestartet bist. Sobald du Geld über deinen Blog generierst, kannst du einen Teil darauf verwenden, deinen Internetauftritt verbessern zu lassen. Systematisch. Schritt für Schritt.

Jetzt, in diesem Augenblick, musst du nur loslegen!

 

Ausrede Nr. 4: Du hast keine Ahnung von Technik

Das ist sie. Meine ganz persönliche Ausrede.😉

Viele Jahre meines Lebens habe ich nicht gewusst, wie ich auf meinem PC eine Datei installiere, einen Screenshot mache oder ein Update ausführe.

Dass ich mal ganz alleine WordPress bediene, hätte ich mir nicht im Traum ausmalen können.😉

Was ist passiert? Tutorials sind passiert.

Nahezu jede (technische) Frage, nahezu jedes (technische) Problem, hat bereits jemand vor dir gehabt. Doch nicht nur das: Nahezu jede (technische) Frage wurde bereits beantwortet und nahezu jedes (technische) Problem gelöst. Und zwar in Tutorials.

Das Wichtigste ist, dass du jetzt startest. Perfektion ist hier fehl am Platz. Professionalisieren lassen kannst du deinen Blog auch später noch.

Was ist dein größtes Hindernis bei deinem Blog?

Googel. Ein. Tutorial!

 

Ausrede Nr. 5: Dich kennt niemand

Du bist unsichtbar … So scheint es dir zumindest.

Alle anderen Blogger haben Tausende Follower und Gefällt-mir-Angaben, mehr als hundert begeisterte Kommentare unter jedem Blogartikel und fünfstellige Newsletter-Abonennten.

Ihre Tweets werden gefavt und retweetet. Ihre Facebook-Posts gelikt und geteilt. (Äh, ja, der Duden empfiehlt tatsächlich „gelikt“.😉)

Dich kennt niemand.

Wer sollte deine Blogartikel überhaupt lesen, geschweige denn kommentieren und teilen? Wer sollte dir bei Twitter folgen und dich auf Facebook liken?

Genau: niemand.

Also lässt du es vorsichtshalber bleiben. Ohne Kontakte kann das Ganze doch eh nichts werden, oder?

Anfangen – sichtbar werden – Kontakte knüpfen – Beziehungen pflegen – Fans gewinnen

Dumm nur, dass du dabei eine klitzekleine Sache vergisst: Anfangen ist etwas anderes als sichtbar werden. Es ist etwas anderes als Kontakte knüpfen, Beziehungen pflegen oder Fans gewinnen.

Anfangen kannst du jetzt, in genau diesem Augenblick, z.B. indem du einen Blogartikel veröffentlichst.

Alles andere kommt später. Alles andere kommt mit der Zeit.

Ja, es ist eine aufeinander aufbauende Kette. Um treue Fans zu gewinnen, musst du erst die Beziehungen zu deinen Leserinnen pflegen. Um Zeit und Arbeit in die Beziehungen zu deinen Leserinnen investieren zu können, brauchst du Kontakte. Um Kontakte knüpfen zu können, musst du auf mehreren Kanälen sichtbar sein. Um sichtbar zu sein, musst du anfangen. Am besten jetzt. 😉

 

Wie du deine Ausreden hackst – ein Fazit: 

Alles, was du für den Start deines Blogs brauchst, kannst du jetzt ergoogeln. Du brauchst weder Fachliteratur noch eine Fortbildung oder langjährige Vorbereitung, um mit deinem Blog durchzustarten. Du wirst niemals den Eindruck haben, wirklich „genug“ zu wissen. Worauf also warten?

Alles, was du für den Start deines Blogs brauchst, bist du. Kontakte, Beziehungen, Fans – sie kommen mit der Zeit (und viel Beziehungspflege). Es passiert nicht über Nacht, aber es passiert. Voraussetzung dafür ist, dass du jetzt loslegst. 😉

Alles, was du für den Start deines Blogs brauchst, kostet nur wenig bis gar kein Geld. Gönne dir ein schickes WordPress-Theme und leg jetzt los! Du kannst dir den Blog von einem Profi immer noch später optimieren lassen.

Mach nicht den zweiten, dritten oder vierten Schritt vor dem ersten.

Anfangen ist etwas anderes als sichtbar werden.
Anfangen ist etwas anderes als optimieren.
Anfangen ist etwas anderes als professionalisieren.
Anfangen ist etwas anderes als automatisieren.
Der Anfang steht für sich.

Anfangen kannst du jetzt.

Habe ich eine Ausrede vergessen? Sag es mir in deinem Kommentar!

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